Viele private Anleger stellen sich die Frage, wann der beste Einstieg am Aktienmarkt ist. Um diese Frage zu beantworten, muss man sich die Frage stellen, welchen Anlagehorizont man verfolgt. Will man schnell kleine Gewinne erziehen? Oder will man einen nachhaltigen Wertzuwachs?
In diesem Artikel möchte ich auf folgende Begriffe näher eingehen: Crash, Zyklus, Aktien Timing, Fundamentalanalyse und ChartanalyseDas Wichtigste ist, dass man versteht, dass der Aktienmarkt einen gewissen Zyklus durchlebt. Nach Phasen des Anstiegs der Kurse folgt oft eine Korrektur oder ein Einbruch. Auch der weltwirtschaftliche Fokus darf nicht aus den Augen verloren werden. Wenn die Wirtschaft in einer Krise steckt, sind die Aktienmärkte meistens im Keller.
Und genau da entsteht die Chance auf einen Einstieg und eine überproportionale Rendite. Wer Aktien im Crash (Rezession) zu günstigen Preisen erwirbt, und diese bis in den nächsten Wirtschaftsaufschwung hält, kann mit einem satten Zuwachs von Vermögen rechnen. Diese Form des Aktien Timing ist für Anleger mit langem Anlagehorizont geeignet, da sich ein Konjunkturzyklus über zirka eine Dekade strecken kann.
Für Anleger mit kurzem Zeithorizont gibt es jedoch auch Möglichkeiten, Aktien billig zu erwerben. Um dies zu erklären sind zwei Begriffe zentral.

Fundamentalanalyse

Unter dem Begriff der Fundamentalanalyse versteht man das Analysieren von Unternehmen hinsichtlich ihres Wachstumspotenzials, ihrer Konzernstrukturen, ihrer Geschäftszahlen und Geschäftsfelder und vieles mehr. Eine genauere Betrachtung dieser Punkte kann Aufschluss zum Preis der Aktie in Bezug auf den tatsächlichen (fundamentalen) Unternehmenswert bringen.
Dadurch kann man sich die potenzielle Rendite errechnen und ist somit gegenüber Anlegern im Vorteil, die sich nicht die Mühe machen, die nötig ist, um ein Unternehmen fundamental zu analysieren.

Chartanalyse

Während wir bei der Fundamentalanalyse die Unternehmensstruktur genauer unter die Lupe genommen haben, ist uns das Unternehmen als solches bei der Chartanalyse egal. Um eine Chartanalyse durchzuführen, müssen wir uns den Chart (die Aktienkurse in einer bestimmten Zeiteinheit) am Bildschirm öffnen.
Charttechniker gehen davon aus, dass der Aktienkurs bestimmten graphischen Mustern folgt, und wollen aus den vorliegenden Informationen und Formationen aus der Vergangenheit und der Gegenwart die zukünftige Wertentwicklung des Aktientitels „vorhersagen“. Als Beispiel für eine Chartformation, die von Charttechnikern analysiert werden kann, möchte ich die Kopf- Schulter Formation (bzw. die inverse Kopf- Schulter Formation bei long – Positionen ) vorstellen. Bei der Kopf- Schulter Formation handelt es sich um eine sogenannte Umkehrformation.
Das bedeutet, dass bei Auftreten dieser Formation ein Wechsel von einem Bullen – zu einem Bärenmarkt, oder umgekehrt, wahrscheinlich ist. Die inverse Kopf – Schulter Formation beginnt mit einer Erholung im Abwärtstrend. Im Anschluss an die Erholung fällt der Kurs der Aktie unter den Kurs vor der Erholung. Dieser Punkt ist der tiefste Punkt der Formation und wird als Kopf bezeichnet. Anschließend erholt sich der Kurs wieder, wobei die Kursrally auf dem Niveau der vorherigen Markterholung endet und anschließend wieder abverkauft wird.
Die Kursverluste enden ungefähr auf dem Niveau des Beginns der ersten Erholung vom vorhergegangenen Abwärtstrend. Um es anschaulicher zu gestalten, kann man diese kurze Erläuterung zuhause nachzeichnen. Die beiden Schultern sind die beiden Punkte der Markterholung. Chartanalysten nutzen diese und weitere Formationen, um eine Aktie möglichst günstig zu kaufen, und eine überproportionale Rendite zu generieren.

Die Psychologie

Im nächsten Abschnitt möchte ich kurz die Psychologie am Wertpapiermarkt ansprechen. Es gibt immer wieder Menschen, die enttäuscht von Wertpapieren Abstand halten, da sie viel Geld dabei verloren haben. Diese Verluste sind jedoch größtenteils nicht mit den Risiken zu erklären, die beim Aktienkauf eine gewisse Rolle spielen, sondern mit der menschlichen Psyche, oder salopp formuliert, dem Herdentrieb.
Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten lassen sich viele Privatanleger wider besseren Wissens dazu verleiten, ihre Aktien zu einem niedrigen Kurs zu verkaufen, da sie noch höhere Verluste befürchten. Unterm Strich haben sie dabei einen nicht unerheblichen Teil ihres Investments leichtfertig verspielt.
Die bessere Strategie ist es, die Aktien in Krisenzeiten weiter zu halten, um durch den nächsten Wirtschaftsaufschwung von den guten Renditen zu profitieren. Eine weiterführende Strategie ist es, weitere Aktien nach dem Crash zu erwerben, da diese durch den Herdentrieb ( viele verkaufen ihre Anteile, da sie Angst vor noch höheren Verlusten haben) besonders günstig zu erwerben sind, und ein gutes zukünftiges Ertragspotenzial aufweisen.

Wann verkaufen?

Nun wissen wir, wann man Aktien kaufen sollten. Doch wann Aktien verkaufen? Ganz klar: Im Boom. In wirtschaftlichen Boom Zeiten jagt ein Rekordkurs den nächsten, und die Aufwärtsbewegung der Aktien scheint kein Ende zu nehmen. Wenn man hier seine Anteile verkauft, hat man die größtmögliche Rendite erzielt. Nun gilt es nur noch zu klären, wann die Wirtschaft in einer Boomphase ist.
Eine einfache Faustregel, die in der Vergangenheit gut angewendet werden konnte, besagt, dass ein Wirtschaftszyklus zirka zehn Jahre dauert. Das bedeutet, dass man zehn Jahre nach der letzten Wirtschaftskrise mit der nächsten rechnen kann. Weitere Indikatoren sind niedrige Arbeitslosenzahlen und das Wirtschaftswachstum, das jedes Jahr steigen sollte. Nimmt das Wirtschaftswachstum ab, könnten das das erste Zeichen einer drohenden Rezession sein.
Wenn man die Zeichen der Zeit ein bisschen beachtet, und die Grundlagen der Konjunkturzyklen versteht, kann man eine wage Aussage darüber treffen, in welcher Wirtschaftsphase wir uns gerade befinden, und sein Portfolio dementsprechend gestalten bzw. neue Aktien kaufen oder seinen Bestand wieder verkaufen.

Fazit

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass selbst das beste Aktien Timing nur durch eine langfristige und fundierte Strategie zum Erfolg führt. Folgen Sie nicht dem Herdentrieb und behalten Sie die Nerven gerade in Krisenzeiten. Um ihr Renditepotenzial zu steigern, und die Fragen zu beantworten: Wann Aktien kaufen? Wann Aktien verkaufen?, nutzen sie die Fundamentaltechnik und die Charttechnik. Damit werden Sie langfristig am Aktienmarkt erfolgreich sein.
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