Geschäftsüberblick

Ströer verdient sein Geld durch die Vermarktung von Offline- und Online Werbung. Im Bereich der Offline Werbung ist Ströer sehr bekannt für die Vermietung von Werbeflächen, zum Beispiel von Plakatwänden.

Ströer ist ein Wachstums Unternehmen. Weiter Wachstumsunternehmen findest Du hier und hier.

Unterschieden wird das Geschäft in drei Segmenten.

  • Ströer Digital
  • OOH Deutschland
  • OOH International

Wobei OOH für „Out Of Home“ steht.

Seit einiger Zeit jedoch wächst Ströer auch im Onlinebereich sehr stark.

Das Digitalgeschäft

Dieses Geschäft wird wiederum aufgeteilt in die Sparten „Display- und Mobile-Vermarktung“, „Video“ und „Transactional“. Bekannte Subunternehmen in diesem Geschäft sind zum einen das Youtube Netzwerk Tube One und die Website t-online.de, welche mit durchschnittlich 153 Mio. Aufrufen jeden Monat die ungefähr 15. Größte Website Deutschlands ist. Weltweit befindet Sie sich auf Rang 337.

Diese beiden Geschäftsbereiche sprechen vorallem junge und mobile Zielgruppen an, welche durch das Fernsehen immer weniger erreicht werden.

Das Out Of Home Geschäft

Basis dieses Werbegeschäfts ist ein Portfolio an Verträgen mit privaten und öffentlichen Grundstücks- bzw. Gebäudeeigentümern. Auch eine Kooperation mit der deutschen Bahn und der ECE-Gruppe sind von großer Bedeutung.

Dieses Geschäft erstreckt sich von klassischen Plakatmedien über die Werbung an Wartehallen bis hin zu digitalen Angeboten. In Europa werden derzeit fast 300.000 Werbeflächen vermarktet.

Wachstumsperspektive

Die Strategie Ströers besteht darin, die Außenwerbung in Deutschland zu digitalisieren, Traffic im Online Bereich zu monetarisieren und national ein führender Vermarkter in Deutschland zu werden.

Zudem will die Geschäftsführung regionale Werbeerlöse steigern und ihre Produkte datengetrieben entwickeln.

Das Potential im Online-Werbemarkt und in der Digitalisierung des OOH Geschäfts ist enorm. Meiner Meinung nach kann das Unternehmen, bei richtiger Steuerung, in 10-15 Jahren deutlich mehr Wert schaffen und noch wertvoller werden. Ströer ist für mich ein Wachstums Unternehmen in Deutschland.

Kennzahlen und Bewertung

Quelle: Investor Relations Ströer

Quelle: Investor Relations Ströer

Beginnen wir wie immer mit einer einfachen Kennzahl. Das KGV von Ströer liegt gemessen am Jahr 2016 bei ungefähr 32,84. Der Durchschnitt der letzten vier Jahre beträgt jedoch 75. Aufgrund des enormen Wachstums in den letzten Jahren, schwankte der Gewinn sehr stark. Umsatzwachstum bedeutet logischerweise meist eine Einbuße im Gewinn. Aufgrund dessen ist das KGV an der Stelle möglicherweise nicht ganz zuverlässig als Kennzahl. Dazu kommt, dass Ströer, ähnlich wie amerikanische Medienkonzerne à la Facebook, ein Wachstumskonzern ist. Wachstumsunternehmen haben meist hohe KGVs und niedrige Dividendenrenditen. Das erwartete KGV für das Jahr 2017 liegt zudem bei geringen 18,16. Die Dividendenrendite wird dann ungefähr bei 2,17% liegen. Für ein Wachstumsunternehmen sicherlich kein schlechter Wert.

Der Freecashflow von ungefähr 145 Mio Euro ist auch ein sehr guter Wert, denn somit kann die Dividende von ungefähr 67 Mio Euro locker von dem Freecashflow gedeckt werden und es bleibt noch genug Geld für Investitionen etc. übrig. Die Ausschüttungsquote beträgt dann ungefähr 46%.

Quelle: Investor Relations Ströer

Quelle: Investor Relations Ströer

Schätzungen von Analysten sehen vor, dass Ströer seinen Umsatz, Free Cashflow und Gewinn weiter schnell steigern wird. Derselben Meinung bin ich auch, jedoch bin ich mir nicht sicher ob die Konjunktur in den nächsten zehn Jahren genauso gut sein wird wie sie in den letzten 10 Jahren war.

Ströer ist stark abhängig von der Konjunktur, denn ist diese mal schlechter, sparen viele Unternehmen vorallem im Marketingbereich, weshalb zum Beispiel auch Klickpreise etc in den Keller gehen.

Fazit

Langfristig halte ich Ströer für ein tolles Investment. Wer länger als 10 Jahre halten kann und möchte, für den ist das Unternehmen wahrscheinlich eine Investition wert. Kurzfristig jedoch denke ich, dass der Markt etwas überkauft ist. Natürlich kann es sein, dass es weiter nach oben geht, aufgrund von fehlenden Alternativanlagen (Niedrigzinsumfeld).

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