fbpx

Starbucks Logo

Einen Kaffee bei über 20 % jährliche Steigerung?

 

Name Starbucks Corp.
Unternehmenssitz USA
WKN 884437
ISIN US8552441094
Kurs 93,03 USD
Dividendenrendite 1,6 %
Letzte Dividende 1,49 USD
Auszahlung Quartalsweise
KGV 30,28
Eigenkapitalquote 4,84 %
Fremdkapitalquote 95,13 %
Datum 17/01/2020

 

Das Unternehmen

Starbucks Corporation ist ein amerikanischer Kaffeekonzern und eine Kaffeehauskette. Starbucks wurde 1971 in Seattle, Washington, gegründet. Seit Anfang 2019 betreibt das Unternehmen weltweit über 30.000 Standorte.

Starbucks wurde als Hauptvertreter der “zweiten Welle des Kaffees” beschrieben, einer rückblickend als Bewegung bezeichneten Bewegung, die handwerklich hergestellten Kaffee, insbesondere dunkel gerösteten Kaffee, populär machte. Seit den 2000er Jahren zielten Kaffeemaschinen der dritten Welle auf qualitätsbewusste Kaffeetrinker mit handgemachtem Kaffee auf der Basis leichterer Röstungen ab, während Starbucks heute aus Effizienz- und Sicherheitsgründen automatisierte Espressomaschinen verwendet.

 

Das Unternehmen ist kein Dividenden Aristokrat. Dividenden Aristokraten sind Aktien, welche seit mind. 25 Jahren in Folge die Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

Geschäftsmodell

Starbucks-Standorte servieren heiße und kalte Getränke, Vollbohnenkaffee, mikrogemahlenen Instantkaffee, bekannt als VIA, Espresso, Caffe Latte, Voll- und Loseblatt-Tees, einschließlich Teeprodukte aus Teavana, Evolution Fresh-Säfte, Frappuccino-Getränke, La Boulange-Gebäck und Snacks, einschließlich Artikel wie Chips und Cracker; einige Angebote (einschließlich ihrer jährlichen Herbsteinführung des Pumpkin Spice Latte) sind saisonal oder spezifisch für den Standort des Geschäfts. Viele Läden verkaufen vorverpackte Lebensmittel, warme und kalte Sandwiches und Getränkeartikel wie Becher und Gläser; ausgewählte “Starbucks Evenings”-Standorte bieten Bier, Wein und Vorspeisen an. Kaffee, Eiscreme und kalte Kaffeegetränke der Marke Starbucks werden auch in Lebensmittelgeschäften verkauft.

Starbucks wurde in Seattle in den frühen 1980er Jahren zum ersten Mal profitabel. Trotz eines anfänglichen wirtschaftlichen Abschwungs mit seiner Expansion in den Mittleren Westen und nach British Columbia in den späten 1980er Jahren erlebte das Unternehmen mit seinem Eintritt in Kalifornien in den frühen 1990er Jahren einen wiederbelebten Wohlstand. Der erste Starbucks-Standort außerhalb Nordamerikas wurde 1996 in Tokio eröffnet; die Übersee-Grundstücke machen heute fast ein Drittel der Geschäfte aus. Zwischen 1987 und 2007 eröffnete das Unternehmen durchschnittlich zwei neue Standorte täglich. Im Jahr 2010 begann das Unternehmen sein Starbucks Reserve-Programm für Single-Origin-Kaffees und High-End-Coffee-Shops. Starbucks betreibt im Rahmen des Programms sechs Röstereien mit Verkostungsräumen und 43 Kaffeebars. Im November 2019 eröffnete das weltgrößte Starbucks in Chicago an der Magnificent Mile als sechster Rösterei-Standort.

Am 1. Dezember 2016 kündigte Howard Schultz an, dass er als CEO mit Wirkung zum April 2017 zurücktreten und durch Kevin Johnson ersetzt werden würde. Johnson übernahm die Rolle des CEO am 3. April 2017 und Howard Schultz trat als Chairman Emeritus mit Wirkung zum 26. Juni 2018 zurück.

 

Unternehmenskennzahlen

Starbucks Store Data

Quelle: Starbucks

 

Bewertung

Allein in den vergangenen zwei Quartalen hat die Starbucks Corporation (SBUX) ihre Aktie um fast 10% steigen sehen. Obwohl die im Juli angekündigten Gewinne für das dritte Quartal die Aktie fast über die $100-Marke schossen, wird sie jetzt auf einem Gewinnniveau vor dem vierten Quartal von etwa $84 gehandelt. Unabhängig davon, ob Q4 2019 ein starkes Quartal ist oder nicht, Starbucks macht aus mehreren Gründen eine solide Investition. Man kann nach einem relativ schlechten Quartal einen guten Einstiegspunkt erwischen, aber diese Aktie wird langfristig nur nach oben gehen.

Preisgestaltung Macht

Ein großer Teil des Erfolges von Starbucks ist die vorsichtige, aber aggressive Expansionsstrategie der Geschäfte, aber ebenso wichtig ist die Wachstumsstrategie für die bestehenden Geschäfte. Die Ergebnisse dieser Strategie spiegeln sich in dem stetigen Anstieg der durchschnittlichen Anzahl von Verkäufen pro Filiale und dem durchschnittlichen Rechnung pro Filiale wider. Die Zahlen für das dritte Quartal und die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2019 zeigen, dass diese Kennzahlen für vergleichbare Filialen auf einer sequentiellen Basis expandieren. Allerdings ist zu beachten, dass der Anstieg der Verkäufe nur im dritten Quartal zu verzeichnen war; die Zahlen für Q1 und Q2 2019 waren bei dieser Kennzahl unverändert. Das bedeutet, dass die Steigerungen der Durchschnittsrechnung in erster Linie die Comps antreiben. Je mehr Comps von nachhaltigen Faktoren wie Verkäufen getrieben werden, desto sicherer ist es, auf ihr Wachstum zu setzen. Dennoch hat Starbucks gezeigt, dass es die Preisgestaltung in der Lage ist, in allen seinen Märkten ein konstantes Comps-Wachstum zu erzielen.

Wachstum der Geschäfte

Dieser oft zitierte Faktor, der ein wichtiger Wachstumsmotor für Starbucks ist, bringt ein weiteres Element namens Nachhaltigkeit ein. Der Nettozuwachs an Geschäften ist aggressiv genug, um den Eindruck zu erwecken, dass sie den Markt in einem nicht nachhaltigen Tempo sättigen. Die Netto-Neueröffnungen für Q1, Q2 und Q3 2019 (für die vorangegangenen 12 Monate) waren: 1.889, 916 und 885, was einem Anstieg von 7%, 6% bzw. 6% gegenüber den Vorperioden entspricht.

Obwohl die Netto-Neueröffnungsrate in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 zurückgegangen zu sein scheint, scheint sich der Umsatz mit neuen Filialen zu verbessern. Im dritten Quartal wurde ein Umsatzwachstum von 731 Millionen US-Dollar auf 885 Netto-Neuzugänge auf Basis der letzten zwölf Monate zurückgeführt, im zweiten Quartal waren es 248 Millionen US-Dollar von 916 Nutzeröffnungen der letzten zwölf Monate. Der Grund dafür ist, dass Starbucks ständig versucht, zu finden, was funktioniert und was nicht, und das Management hat nie gezögert, wenn es wichtige Entscheidungen über Veräußerungen oder Ladenschließungen getroffen hat. Ihre Liebe zum Detail ist gleichbedeutend mit Gewinnen durch Effizienz und Synergien in jedem Aspekt ihrer Geschäftstätigkeit. Diese Kennzahl unterscheidet sich von comps, weil hier die aggregierten Vorteile der Expansion berücksichtigt werden und nicht den Durchschnitt, wie bei comps. Beide Kennzahlen sind gleichermaßen wichtig, da sie im Wesentlichen zwei Seiten der Umsatzwachstumsseite darstellen. Im Moment befinden sich beide auf einem gesunden Aufwärtstrend, was auf ein nachhaltiges Wachstum hindeutet.

Starbucks Earnings

Quelle: Starbucks

 

Starbucks Earnings2

Quelle: Starbucks

 

Chancen und Risiken

Rentabilität und Cashflows

Starbucks ist ein Unternehmen, das sich ständig im Wachstumsmodus befindet. Da das Wachstum jedoch durch Netto-Neueröffnungen in Märkten mit niedrigeren Margen wie China stärker wird, steigt der Druck auf die Rentabilität. Auf TTM-Basis ist die EBIT-Marge im Vergleich zum jeweiligen 5-Jahres-Durchschnitt um 13% und die Gesamtkapitalrendite um 16% gesunken.

Mit anderen Worten: Die phänomenale Top-Line-Wachstumsstory hat eine Kehrseite. Um es klar zu sagen: Starbucks hat eine starke Cash-Position und generiert mehr als genug Cash-Flows, um die laufenden Schulden zu bedienen. Allerdings geht der zunehmende Umfang auf Kosten der langfristigen Rentabilität. Einer der Treiber dafür ist die aggressive Expansion von Starbucks auf dem China/APAC-Markt. Im ersten Quartal 2019 lag die Gesamtzahl der Märkte in dieser Region bei 8.789, im zweiten Quartal stieg sie auf 8.993 und im dritten Quartal 2019 auf 9.246. Obwohl der Anteil der China/APAC-Filialen an der Gesamtzahl der Filialen in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2019 mit rund 30% relativ stabil war, hat das Unternehmen in der Region jedes Quartal netto 200 bis 250 neue Filialen eröffnet.

Mit einer gehebelten FCF-Marge von 15% besteht kein Zweifel, dass das Unternehmen einen starken Cashflow generiert. Auch die Profitabilität ist im Branchenvergleich stark, wenn auch rückläufig. Der Margenrückgang ist kein Grund zur Besorgnis, denn Starbucks macht einen großartigen Job im Cash-Management und stellt sicher, dass die Cashflows die Renditen der Investoren sowie die Schulden und andere Verpflichtungen angemessen unterstützen können.

Investitionswinkel

Es besteht kein Zweifel, dass ein Großteil des zukünftigen Wachstums in der Aktie eingepreist ist. Bei einem Forward-Gewinn-Multiple (Non-GAAP) von 30 sieht die Aktie teuer aus. Sie sieht allerding snur teuer aus, weil das langfristige Wachstum noch nicht berücksichtigt ist. Der Markt zögert noch etwas, einen kontinuierlichen Aufwärtsschwung für die Aktie zu etablieren, aber da die Wachstumsstrategie von Starbucks weiterhin für das Unternehmen funktioniert, ist die einzige Möglichkeit, wie sich die Aktie langfristig bewegen kann.

Ein Wort der Vorsicht ist hier angebracht. Sogar vom Wachstumswinkel aus gesehen liegen Starbucks’ YoY- und Forward-Einkommenswachstum etwa 17 bis 20% unter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Darüber hinaus haben man bereits einen Margenrückgang gesehen, da das Unternehmen aggressiver in weniger reife Märkte expandiert. Dies wird durch das zukünftige EBITDA-Wachstum bestätigt, das 50% unter dem 5-Jahres-Durchschnitt liegt. Der Effekt davon ist in dem 15%igen Rückgang des Aktienkurses seit dem Anstieg der Ergebnisse nach dem dritten Quartal zu sehen. Das ist ein schönes Zeitfenster für eine Gelegenheit. Man kann einen gewissen Abwärtsdruck sehen, wenn sich der Margenrückgang bis zum 4. Quartal 2019 fortsetzt, aber mit einem starken Umsatzwachstum vor uns dürfte die Reaktion des Marktes auf schlechte Nachrichten gedämpft sein.

 

Starbucks Supplemental Data

Quelle: Starbucks

 

Dividende

Starbucks zahlt seit 2010 eine kontinuierlich steigende Dividende. Dabei liegt die Dividendenrendite derzeit bei 1,6 %. Die Dividendenrendite ist somit zwar nicht sonderlich hoch, aber die Wachstumsraten können sich sehen lassen. Die Dividende ist in den letzten 3 Jahren um durchschnittlich 21,6 % pro Jahr gestiegen. In den letzten 5 Jarhen waren es im durchschnitt sogar 23,4 % pro Jahr.

 

Dividendensicherheit

Für Einkommensinvestoren ist natürlich nicht nur die derzeitige Dividende wichtig, sondern auch ob diese auch zukünftig gezahlt werden kann. Betrachten wir also die Dividendensicherheit.

1. Derzeitige Umsätze

Im 3. Quartal 2019 hat Starbucks einen Gewinn pro Aktien von 0,67 Dollar erwirtschaftet, welches einen Anstieg zum selben Quartal im Vorjahr darstellt, in welchem der Gewinn noch bei 0,56 Dollar pro Aktie lag.

Starbucks zahlt derzeit eine Dividende von 0,36 Dollar pro Aktie, welches eine Ausschüttungsquote von 54% für das letzte Quartal bedeuted.

Auch über einen längeren Zeitraum betrachtet zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. In den ersten drei Quartalen von 2019 hat Starbucks einen Gewinn von 2,32 Dollar pro Aktie erwirtschaftet. Im gleichen Zeitraum wurden pro Aktie 1,08 Dollar an Dividende ausgeschüttet, welches einer Ausschüttungsquote von 47% entspricht. Somit werden die Dividenden aus laufenden Gewinnen bezahlt und das bei einer moderaten Ausschüttungsquote. Die Dividende scheint aus Sicht der Umsätze also in Naher Zukunft gesichert zu sein.

 

2. Free Cashflow

Starbucks hat im 3. Quartal 2019 einen Cashflow von 1.108 Millionen Dollar erwirtschaftet und hatte 526 Millionen Dollar an Kapitalaufwänden, welches zu einem freien Cashflow von 582 Millionen Dollar führt. Im selben Zeitraum hat das Unternehmen 431 Millionen Dollar an Dividenden ausgeschüttet. Dies führt zu einer Ausschüttungsquote von 74% vom freien Cashflow zur Dividende.

In den ersten drei Quartalen von 2019 hat Starbucks 2.667 Millionen Dollar an Cashflow erwirtschaftet und hatte Kapitalaufwände in Höhe von 1.375 Millionen Dollar, welches zu einem freien Cashflow von etwa 1.292 Millionen Dollar führt. Im selben Zeitraum hat das Unternehmen 1.315 Millionen Dollar an Dividenden ausgeschüttet. Dies führt zu einer Ausschüttungsquote von 102% vom freien Cashflow zur Dividende.

Somit zahlt Starbucks seine Dividende zwar im letzten Quartal aus freiem Cashflow, über einen längeren Zeitraum gesehen war die Dividende allerdings nicht vom freiem Cashflow gedeckt.

 

3. Stabilität während Krisenzeiten

Um die Stabilität während Krisenzeiten zu evaluieren betrachten wir den Zeitraum zwischen der letzten Rezession von 2007-2009.

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2007: 0,44 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2008: 0,22 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2009: 0,26 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2010: 0,62 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2011: 0,81 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2012: 0,90 $

 

Starbucks musst in der Finanzkrise eine Halbierung der Gewinne verbuchen. Allerdings konnte dies innerhalb von 2 Jahren wieder ausgeglichen werden und sogar direkt ein neuer Rekordgewinn verbucht werden. Das Unternehmen zahlt erst seit 2010 eine regelmäßige Dividende, somit ist ein Vergleich zur letzten Rezession schwierig. Seit 2010 kann Starbucks allerdings kontinuierlich steigende Dividenden ausschütten.

 

Fazit

Das Unternehmen ist derzeit fair bewertet und bietet Einkommensinvestoren unter Umständen eine gute Möglichkeit in dieses Dividendenstarke Unternehmen zu investieren. Betrachtet man die derzeitige DIvidende und die Dividendensteigerungen der letzten Jahre stellt man schnell fest das der Kurs für ein Unternehmen dieser Größe relativ günstig ist.

 

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf dar. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wider.

 

Quellen:

Starbucks
finanzen.net

boerse.de
seekingalpha.com
gurufocus.com
wienerboerse.at
wallstreet-online.de
onvista.de
finanznachrichten.de
wikipedia.org