Geschäftsüberblick

Die Royal Dutch Shell ist ein weltweit aktives und führendes Mineralöl- und Erdgasunternehmen. Im Jahr 2012 zählte der Shell Konzern noch zu den größten Unternehmen der Welt (nach Umsatz). Das gleiche gilt für das Jahr 2005. Aktuell ist der Umsatz stark zurückgeschritten. Begrünen lässt sich dieser Rückgang durch die niedrigen Ölpreise. Ob der niedrige Aktienkurs gerechtfertigt ist? Schauen wir uns zunächst einmal den Aufbau des Unternehmens an.

Quelle: Shell annual report 2016

Die Aktivitäten beschränken sich auf folgende Bereiche

  • Exploration
  • Development and Extraction
  • Manufacturing and Energy Production
  • Transport and Trading
  • Sales and Marketing

Mit Exploration ist die Öl- und Gasschöpfung sowohl Offshore als auch Onshore gemeint. Im Bereich Development and Extraction geht es um die Verarbeitung des Öls und die Erforschung neuer Geschäftsfelder. Manufacturing and Energy Production steht für die Weiterverarbeitung des Öls und die Energieerzeugung mithilfe des Öls. Jedoch wird auch in die Gewinnung erneuerbarer Energien investiert. Über die Tochter Solar Frontier expandiert Shell bereits im Bereich Photovoltaik und außerdem betreibt Shell Windparks (zum Beispiel in den USA).
Transport and Trading beschreibt wie der Name schon sagt den Transport und den Handel der Produkte. Vor allem geht es dabei auch um das Verschiffen.
Sales and Marketing fokussiert sich dann auf den Endverbraucher bzw. die Geschäftskunden. Zum Beispiel werden Tankstellen mit Benzin beliefert oder Flughafen mit Kerosin versorgt.

Der Bereich Exploration wird noch einmal aufgeteilt in

  • Integrated Gas
  • Upstream
  • Downstream

Downstream bezeichnet Aktivitäten die näher am Verbraucher stattfinden, wie zum Beispiel das Raffinieren von Rohöl zu petrochemischen Produkten. Upstream bedeutet die Exploration und die Förderung von Öl- und Gas.

Der Umsatz entsteht weltweit. Das Geschäft ist gut zwischen den verschiedenen Kontinenten aufgeteilt und sorgt so automatisch für eine Art Diversifikation.

Es besteht also nach wie vor eine enorme Abhängigkeit von den Öl- und Gaspreisen. Was ich jedoch gut finde ist, dass Shell gegensteuert und eine klare Strategie definiert um auch noch in Zukunft weiter wachsen zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Quelle: Shell Investor Relations

Quelle: Shell Investor Relations

Strategie und Wachstum

„Our strategy seeks to create a world-class investment case for shareholders.” Mit diesem Satz beginnt der Bereich Strategie im Geschäftsbericht des Jahres 2016. Ich finde das großartig, jeder Investor hört das gerne. Natürlich kann man vieles behaupten. Schauen wir uns mal an, was Shell den dafür tut, um ein „world-class investment case“ zu erstellen.

Shell ist der Ansicht, dass die wachsende Bevölkerung und die wachsenden Lebensstandards die Nachfrage nach Öl in den nächsten Jahrzenten weiterwachsen lassen wird. Dabei bezieht das Unternehmen immer die Seite verantwortlich und nachhaltig mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen. Es ist die Rede davon, effizienter zu werden.

Shell hat auch bewiesen effizienter geworden zu sein. Der Cash-Flow des Unternehmens wächst seit Q1 2016 in einem hohen Maße. Der Trend zeigt also aufwärts.

Zudem ist Wachstum auch deshalb in Sicht, da neue Projekte angestoßen wurden welche beispielsweise ab dem Jahr 2018 mehr als eine Million Barrel Öl am Tag einbringen wird. Dadurch wird sich der „Operating Cashflow“ um ungefähr 10 Milliarden Dollar steigern.

Zudem wurden Schulden abgebaut. Alles in allem kann man also sagen, dass die verbesserte Effizienz, der langsam steigende Ölpreis, die neuen Projekte und die bessere finanzielle Stabilität durch geringere Verbindlichkeiten langfristig gute Aussichten für Shell darstellen.

Fazit

Der Ölpreis scheint aktuell seinen Boden gefunden zu haben. Seit fast zwei Jahren Zeit schwankt er zwischen 40 und 60 USD. Der Abwärtstrend jedoch ist höchstwahrscheinlich erstmal vorüber.

Selbst wenn alle Autos in Zukunft elektrisch fahren sollten, wird Öl für sehr viele andere Dinge benötigt. Zudem wird es höchstwahrscheinlich noch mehrere Jahrzehnte dauern bis auch Flugzeuge elektrisch betrieben werden können. Dazu kommt, dass es nicht unendlich viel Öl auf dieser Erde gibt und die Nachfrage immer noch stetig steigt und höchstwahrscheinlich auch steigen wird.

Ich denke, dass man auf Sicht von 10-15 Jahren derzeit gut in Shell investieren kann. Nicht nur die hohe Dividendenrendite ist attraktiv, wenn die Ölpreise langsam weiter steigen, wird die Aktie auch kräftig nachlegen. Selbst bei aktuellen Ölpreisen wirtschaftet das Unternehmen profitabel und effizient.

Die Dividendenrendite wird dieses Jahr bei ungefähr 6% liegen. Das KGV bei ungefähr 17,82.

Was denkt Ihr? Ist die Shell ein Investment wert? Welche Öl-Unternehmen bevorzugt Ihr?

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