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Geschäftsübersicht

Bei der Merck KGaA handelt es sich um ein deutsches Unternehmen, welches sich innerhalb der Chemie – und Pharmaindustrie befindet und ihren Sitz in Darmstadt (Deutschland) hat. Dabei sollte das Unternehmen allerdings nicht mit der gleichnamigen Merck & Co., Inc. verwechselt werden. Zwar führen beide Unternehmen auf die deutsche Familie Merck zurück, doch handeln beide seit einer Enteignung während des ersten Weltkriegs als eigenständige Unternehmen und haben seitdem auch nicht viel mehr miteinander zu tun.

Mit der Gründung im Jahr 1668 stellt Merck im Übrigen das ältestete pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt dar.

Derzeitiger Vorstand der Geschäftsleitung ist Stefan Oschmann. Seit 2011 liegt diesem bereits eine Führungsposition bei Merck inne. Aufsichtsratvorsitzender ist Wolfang Büchele, welcher dieses Amt bereits seit 2014 bekleidet.

Zu den Geschäftsbereichen gehörten gleich eine ganze Reihe an unterschiedlichen Segmenten, die allesamt verständlicherweise einen pharmazeutisch-chemischen Hintergrund besitzen. Dabei wurde allerdings bereits die eine oder andere Sparte verkauft. So gehört beispielsweise die Sparte “Consumer Health” bereits seit 2018 nicht mehr zu Merck, nachdem diese für rund 3,4 Mrd. € verkaufen worden ist. Gleichwohl stellt unter anderem “Healthcare” ein Geschäftsbereich von Merck da, welcher noch immer im Unternehmen integriert ist. Der Übersicht halber wird an dieser Stelle nicht viel weiter auf die einzelnen Anwendungsbereiche der Sparte eingegangen. Falls du dich näher dafür interessierst, wird dir unter den Quellen ein entsprechender Wikipedia-Artikel zur Verfügung gestellt.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

Im Folgenden wird dir der Chart des Konzerns vorgestellt. Die grüne Linie zeigt den historischen Höchststand innerhalb des betrachteten Zeitraums auf, während die rote Linie den tiefsten Stand der Aktie verdeutlicht. Die Statistik unterhalb des Chartbilds zeigt die unterschiedlichen Handelsvolumina innerhalb dieser Zeit auf. Ein ausgeprägter Wert beim Handelsvolumina deutet demzufolge darauf hin, dass in dieser Zeit viele Aktien des Unternehmens – lapidar gesprochen – den Besitzer gewechselt haben.

 

Anhand dieses 10-Jahresverlaufs erkennen wir, dass sich die Aktie von Merck im Grund in einem ganz guten Aufwärtstrend befindet, welcher logischerweise durch die eine oder andere größere Korrektur unterbrochen worden ist. Derzeit wird jedoch das alte historische Hoch bekämpft. Bei Erfolg würden rein charttechnisch die Tore offenliegen für weitere Aktienentwicklungen gen Himmel – ein durchaus gutes Bild, wenn man den richtigen Moment erwischt.

Inwieweit besonders der letzte positive Anstieg der Aktie zu erklären sein könnte, wird im Folgenden unter den finanziellen Kennzahlen näher beleuchtet. Demzufolge wäre abzuschätzen, dass 2019 ganz gute Ergebnisse offengelegt werden konnte, was derartige positive Reaktionen der Anleger hervorgerufen hat.

Anmerkung: Alle Informationen aus diesem Beitrag, die in Richtung einer Deutung gehen, also meine subjektive Wahrnehmung in sich aufnehmen, sollten stets kritisch von dir betrachtet werden! Es gibt viele verschiedene Ansatzpunkte, um Prognosen und Interpretationen anzuführen. Infolgedessen formuliere ich viele meiner Aussagen bewusst etwas freier, um keine zu eingeschränkte Meinungsbekundung vorzulegen – bereite dir stets ein eigenes fundiertes Bild auf, ehe du in ein Wertpapier investierst.

 

Finanzielle Kennzahlen

Damit ein Überblick über die Unternehmensergebnisse der nahen Vergangenheit angestellt werden kann, wird dir hierbei eine kleinere Tabelle aus dem Q3-Geschäftsbericht des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Das Ganze dient der Vermittlung einer groben Übersicht.

Beim Q3-Geschäftsbericht von Merck werden an dieser Stelle die Ergebnisse des dritten Quartals für sich sowie die Ergebnisse bis einschließlich dem dritten Quartal von 2019 vorgestellt. Beide Werte werden dann mit denen der entsprechenden Vorperiode verglichen.

Im Grunde muss zu einer solchen Tabellen gar nicht viel gesagt werden, da es sich am ehesten anbietet, dass du dir einmal alle Werte anschaust und allen voran auf die Veränderungsterme achtest. Demzufolge sehen wir, dass Q3 eigentlich ganz gut abgeschlossen hat, auch wenn beim Ergebnis nach Steuern ein Minus von 1,0% bei der Veränderung zu beobachten ist. Betrachtet man allerdings alle bisher veröffentlichten Ergebnisse von 2019 fällt auf, dass auch beim Ergebnis nach Steuern ein Plus von 6,9% zu beobachten gewesen ist – das Jahr an und für sich hat also bis dato sehr gute Leistungen zustande gebracht. Betrachtet man nun noch beispielsweise die Ergebnisse von Q4-2018, um abschätzen zu können, wie sich das vierte Quartal von 2019 entwickelt haben könnte, sollte sich 2019 im Ganzen als ein erfolgreiches Jahr herausstellen.

Das EBITDA von Q4-2018 betrug 950 Mio. €, was im Vergleich zu den restlichen Werten dieser Kennzahl für 2018 etwa in der Mitte liegt. Daraus kann man also grob abschätzen, dass das letzte Quartal von 2019 unter normalen Geschäftstätigkeiten keine großen Enttäuschungen bereithalten sollte.

Übrigens: der Free Cash Flow von Merck konnte eine satte Entwicklung erfahren. Allein im dritten Quartal stieg dieser um 40,40%!

Schlussendlich sollte dir hiermit ein kleiner Überblick an die Hand gegeben werden, damit du eine gewisse Informationsbasis erhältst und weißt, wo das Unternehmen derzeit steht.

 

Bewertung

Nicht zuletzt in Hinblick darauf, dass ich mich immer sehr gerne charttechnisch mit den Unternehmen auseinandersetze, die ich mir näher anschaue, würde ich an dieser Stelle gerne ein paar Worte über die derzeitige Chartsituation von Merck verlieren. Den groben Chart, auf den ich mich beziehe, kannst du weiter oben im Beitrag einsehen.

Von oben betrachtet sieht der Verlauf ganz in Ordnung aus. Ein solider Aufwärtstrend ging einher, wurde allerdings vor allem seit 2015 etwas stärker korrigiert und das gleich zwei Mal (2015 bis 2016 und 2017 bis 2018). Bevor die Korrekturen stattgefunden haben, wurden historische Hochstände des Aktienkurses erzielt. Mit diesem Doppelhoch lässt sich vor allem jetzt sehr anschaulich arbeiten.

Legt man eine Gerade Linie auf diese beiden Hochs und führt diese nach rechts weiter, so erhält man einen groben Widerstand für den Aktienkurs, welcher zwingend durchbrochen werden muss, damit sich der Aktienpreis nachhaltig nach oben entwickeln kann. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen recht starken Widerstand in Hinsicht darauf, dass derartige Doppelhochs vor allem bei so großen Betrachtungszeiträumen (wir sprechen hier von Jahren dazwischen) relativ selten auftauchen. Die Tatsache, dass sich der Kurs derzeit exakt an diesem Widerstand befindet und bereits den ersten Versuch unternommen hat, diesen zu durchbrechen, macht die Hitze dieser Situation deutlich.

Ein Positionieren oberhalb dieser magischen Barriere würde die Tore tatsächlich sehr weit öffnen und viele Anleger würden sich mit an der Partie beteiligen. Nichtsdestotrotz muss das Ganze erst einmal überwunden werden und der derzeitige Aufwärtstrend, der bereits rund 1 1/2 Monate andauert, wurde sehr schnell sehr stark angetrieben. Folglich liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass es erst eine Korrektur geben sollte, ehe der Widerstand durchbrochen werden kann. Zwar kann der Trend derartig stark sein, dass es auch so klappen könnte, solange nun keine weiteren internationalen Problematiken auftauchen, doch sollte dabei nichts überstürzt werden. Grundsätzlich sollte man eigentlich eher vom Aufspringen von einer so weit in die Höhe getriebenen Welle absehen, auch wenn man besonders dann am ehesten davon mitbekommt.

Bezogen auf das Unternehmen selbst kann jedenfalls festgehalten werden, dass Merck immer wieder überzeugendes Wachstum zu bieten hat – da mache ich mir persönlich keine Sorgen, dass dies abreißen könnte. Aufgrund dessen bezog ich mich nun allen voran auf die charttechnische Herangehensweise. Arbeitet das Unternehmen erfolgreich, ist historisch betrachtet übrigens in etwa eine Dividende von um die 1,10 bis 1,40% zu erwarten.

 

Fazit

Im Gesamtpaket stellt Merck ein äußerst attraktives Anlagebeispiel dar, welches durch stetige Wachstumsschübe auffallen konnte und dadurch auch charttechnisch bereits mehrere unternehmensinterne Rekorde aufstellen konnte. Verbunden mit einer Dividende, die beinahe die durchschnittliche Inflation bekämpft, könnte man bei Merck gut bedient sein als Anleger. Nichtsdestotrotz sollte nichts überstürzt werden, da der derzeitige Trend bereits sehr stark nach oben getrieben worden ist – abwarten und sich auf Lauerstellung befinden wäre wohl möglich angebrachter.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net
boerse.de
seekingalpha.com
merckgroup.com/de/investors.html
wikipedia.org/wiki/Merck_KGaA#Gesch%C3%A4ftsbereiche