Ist die Kurs-Korrektur von BMW am Ende, während solide Dividendenrenditen vorgegeben werden?

 

Name BMW AG
Unternehmenssitz München (Deutschland)
WKN 519000
ISIN DE0005190003
Kurs 72,66 EUR
Dividendenrendite 4,78%
Letzte Dividende 3,500 EUR
Auszahlung Jährlich
KGV 6,50
Eigenkapitalquote 27,54%
Fremdkapitalquote 72,46%
Datum 04.12.2019

 

Das Unternehmen

BMW selbst sollte so ziemlich jeden ein Begriff sein. Schließlich ist der Autobauer mit Hauptsitz in München bereits seit vielen Jahren aktiv an der internationalen Produktion von Fahrzeugen aller Art beteiligt. Speziell seit den 1960er hatte sich der Konzern, zu dem unter anderem auch die Automarke Mini sowie Rolls-Royce gehören, den Markt für hochpreisige und gut motorisierter Fahrzeuge für sich in den Fokus gefasst. Alles in allem gehört BMW mit zu den größten Konzernen innerhalb der Automobilindustrie und konnte sich ebenfalls bereits seit einiger Zeit im internationalen Markt behaupten.

Das Unternehmen ist kein Dividenden Aristokrat. Dividenden Aristokraten sind Aktien, welche seit mind. 25 Jahren in Folge die Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

 

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von BMW umfasst allen voran verschiedenste Fahrzeuge, welcher wiederum in unterschiedliche Marken sowie Kategorien eingeordnet werden. Zu den Hauptmarken gehören die Automobil- sowie Motorrad-Marke BMW, die Automarken Mini und Rolls-Royce sowie die BMW-Submarken BMW M und BMW i.

Innerhalb dessen fertigt BMW Motorräder, welche direkt an das Kundenfeld getragen werden und gilt dabei in Deutschland als einziger Großserienhersteller für hubraumstarke Motorräder. Des Weiteren fertigt BMW ebenfalls spezielle Motoren an, welche wiederum an Fremdunternehmen geliefert werden. Ebenfalls beteiligt sich BMW am Fahrradvertrieb. Mit BMW M fokussiert BMW wiederum die leistungsstarke Modifikation einiger BMW-Modelle. Bei BMW i werden wiederum nachhaltige Mobilitätslösungen fokussiert, wozu beispielsweise auch Elektromodelle gehören.

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Aktionärsstruktur

Im Folgenden sind die größten Anteilseigner des Unternehmens zu sehen (Top 5):

Inhaber Anteil in %
Stefan Quandt 25,83
Susanne Klatten, MBA 20,94
Harris Associates LP 2,45
Dodge & Cox 1,56
The Vanguard Group, Inc. 1,49

Insgesamt befinden sich derzeit rund 53,23 % der Unternehmensanteile von BMW im Freefloat. Das bedeutet, dass in etwa die Hälfte aller herausgegebenen Aktien für den privaten Anleger frei zugänglich ist.

Abgesehen davon sei noch zu erwähnen, dass etwa ein Viertel der Aktien vom Unternehmer Stefan Quandt gehalten werden.

 

Unternehmenskennzahlen

Im Folgenden werden verschiedene Auflistungen von Werten und Kennzahlen von BMW zur Verfügung gestellt.

 

Gewinn und Verlust (in Mio. EUR)
  2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umsatzerlöse 60.477 68.821 76.848 76.058 80.401 92.175 94.163 98.678 97.480
Bruttoergebnis 10.915 14.545 15.494 15.274 17.005 18.132 18.721 19.934 18.556
Operatives Ergebnis (EBIT) 5.094 8.018 8.300 7.986 9.118 9.593 9.386 9.880 9.121
Ergebnis vor Steuer (EBT) 4.836 7.383 7.819 7.913 8.707 9.224 9.665 10.655 9.815
Jahresüberschuss 3.218 4.881 5.096 5.314 5.798 6.369 6.863 8.620 7.117
Dividendenausschüttung 852 1.508 1.640 1.707 1.904 2.102 2.300 2.630 2.303

Mit Blick auf die GuV lässt sich bei BMW zunächst einmal ein recht solides Bild beobachten. Folglich haben wir es in den letzten Jahren mit einem stetigen Wachstum zu tun gehabt, welches selbst im unmittelbar letzten Jahr kaum einen Einbruch zu verzeichnen hatte. Zwar ist von 2017 zu 2018 zweifelsfrei ein Rückgang bei den Werten zu sehen, doch hätte man da wesentlich Schlimmeres erwartet in Hinsicht darauf, dass der Dieselskandal auch bei BMW keinen Halt gemacht hat, auch wenn das Unternehmen wohl nicht derartig stark betroffen ist, wie es bei anderen Unternehmen der Branche den Fall einnahm.

Im Großen und Ganzen können wir bei BMW also wirklich gute Zahlen sehen für die letzten Perioden, und das obwohl das Unternehmen gar von einer Krise eingeholt worden ist, der man mehr Gewicht zugesprochen hätte. Letztendlich scheint sich BMW als einigermaßen krisenfest herausgestellt zu haben, wobei natürlich beachtet werden sollte, dass uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht die ganzen Geschäftszahlen für 2019 zur Verfügung stehen. Folglich könnte auch in diesem Jahr zu sehen sein, dass Kunden grundsätzlich Dieselfahrzeuge meiden aufgrund einer veränderten Wahrnehmung der Umwelt und der Tatsache, dass auch BMW am Dieselskandal beteiligt war. Beides wird sich recht sicher auch auf das Jahr 2019 auswirken, doch steht hierbei noch die Frage offen, inwieweit dies den Fall einnehmen wird. Grundsätzlich können wir das Wachstum von BMW an dieser Stelle zunächst einmal jedoch loben. Entscheidend ist nun allerdings was die weiteren Zahlen vorweisen oder welches Potenzial beispielsweise der zukünftige Kursverlauf des Unternehmens mit sich trägt.

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Bilanz (in Mio. EUR)
  2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umlaufvermögen 43.151 49.004 50.514 52.174 56.844 61.831 66.864 71.582 83.538
Anlagevermögen 64.323 72.499 79.335 84.574 95.898 108.398 119.344 119.974 125.442
Summe Aktiva 108.867 123.429 131.850 138.368 154.803 172.174 188.535 193.483 208.980
Kurzfristige Verbindlichkeiten 40.134 47.213 48.431 50.043 59.078 65.591 67.989 69.047 70.909
Langfristige Verbindlichkeiten 45.633 49.113 53.017 52.682 58.288 63.819 73.183 69.888 79.983
Gesamtverbindlichkeiten 85.767 96.326 101.448 102.725 117.366 129.410 141.172 138.935 150.892
Eigenkapital 23.074 27.038 30.295 35.455 37.220 42.530 47.108 54.112 57.559
Summe Passiva 108.867 123.429 131.850 138.368 154.803 172.174 188.535 193.483 208.980
Eigenkapitalquote 21,19% 21,91% 22,98% 25,62% 24,04% 24,70% 24,99% 27,97% 27,54%
Fremdkapitalquote 78,81% 78,09% 77,02% 74,38% 75,96% 75,30% 75,01% 72,03% 72,46%

Damit nun ein etwas umfangreicheres Bild über die Situation von BMW erstellt werden kann, sollte auch die Bilanz näher betrachtet werden. Zwar müssen die Werte und Zahlen innerhalb einer Bilanz nicht wirklich dazu führen, dass Investitionsentscheidungen getroffen werden, doch ermöglicht es einem einen ganz guten Überblick über das Handeln und Walten einer Unternehmung.

Zu sehen ist beispielsweise, dass sowohl Umlauf- als auch Anlagevermögen innerhalb der letzten Jahre ein ordentliches Wachstum erfahren haben. Zum Umlaufvermögen gehören beispielsweise Forderungen gegenüber Kunden oder eben auch das Geld, welches bereits eingenommen worden ist. Ohne genauere Informationen könnte man demzufolge darauf schließen, dass BMW in den letzten Jahren von keinem allzu großen Auftragsschwund heimgesucht sein sollte in Hinsicht darauf, dass Derartiges mitunter mit einer Senkung des Umlaufvermögens einhergehen könnte.

Auf der anderen Seiten ist auch das Anlagevermögen konstant gestiegen. Zum Anlagevermögen gehören vor allem Produktionsstätten, Lagerhallen, Maschinen und Ähnliches dieser Art. Im Großen und Ganzen könnte eine Erhöhung des Anlagevermögens als grundsätzlich mit einer Vergrößerung des Unternehmens erklärt werden bzw. durch Expansion jeglicher Art.

Beide Interpretationen zum Umlauf- und Anlagevermögen sind nun allerdings zugegeben sehr grob gehalten. Grund dafür ist das Fehlen detaillierter Informationen zum konkreten Vorhaben der Unternehmungsführung. In Hinsicht darauf, dass jedoch auch bei der GuV nun keine Totalausfälle im Geschäft von BMW zu beobachten gewesen waren, unterstützt die gerade getätigten Erklärungen. Folglich kann beispielsweise einigermaßen ausgeschlossen werden, dass nun sehr viele Fahrzeuge gelagert werden mussten und nicht vertrieben werden konnten. Zwar wird das bei einigen Fällen im Zuge des Dieselskandals so eingetreten sein, aber bei Weitem nicht in der Masse, die nun für sehr große Sorge führen sollte.

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Bei den Verbindlichkeiten ist zu sehen, dass die langfristigen Schulden recht stark zugenommen haben. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten hingegegen, erfuhren einen relativ geringen Anstieg. Folglich kann damit gerechnet werden, dass BMW keine großartigen Notfallreaktionen in Form vom Einholen zusätzlichen Kapitals unternommen hat, um den Skandal und dessen Folgen abzudämpfen und dagegen anzugehen. Schließlich hätte eine solche Reaktion allen voran bei den kurzfrstigen Verbindlichkeiten für einen Anstieg gesorgt, da man auf diese Weise schnelles Kapial einholen kann, welches allerdings auf längere Frist keine große Last darstellt in Form von Zinsen. Stattdessen wird das Ganze wieder beglichen, sobald die potenzielle “Krise” nach kurzer Zeit wieder vorüber gegangen ist – so zumindest in der allgemeinen Theorie. Inwieweit nun auch das Management von BMW so handelt, lässt sich nur schwer einschätzen.

Aufrgund der angestiegenen langfristigen Verbindlichkeiten können wir davon ausgehen, dass das Unternehmen zumindest noch reichlich in das zukünftige Wachstum des Geschäfts investiert – ein durchaus gutes Zeichen! Letztendlich sollte man sich also nicht zu sehr vom Aufnehmen von Fremdkapital beeindrucken lassen, soweit dies auch für Zwecke des Wachstums unternommen wird. Und nach Betrachtung der bisherigern Zahlen scheint dies bei BMW so auch einzutreten.

Zusätzlich sei auch kurz erwähnt, dass BMW in den vorheringen Jahren auch einen gewissen Wert darauf gelegt hat, eine höhere Eigelkapialquote vorzuweisen. Das ist kein Muss für das erfolgreiche Bestehen eines Unternehmens, signalisiert allerdings dennoch immer ein gewisses Zeichen der Sicherheit. Schließlich kann sich ein Unternehmen im Notfall wesentlich besser tragen, wenn viel Eigenkapital im Vergleich zum Fremdkapital vorhanden ist, als wenn dem nicht so wäre. Wie gesagt: gewiss kein Muss, aber für den potenziellen immer ein nettes Bild, eine höhere bzw. Gesunde Eigenkapitalquote zu sehen.

Anmerkung: Eine Eigenkapitalquote von ca. 27% ist keine Besonderheit! Tatsächlich agieren viele große Unternehmen mit derartigen Eigenkapitalquoten. Oftmals kommt es auch darauf an, in welcher Branche das Unternhmen zugegen ist. Das kann in etwa damit verglichen werden, wie sich auch das durchschnittliche KGV in unterschiedlichen Branchen stark unterscheiden kann.

 

Kennzahlen (Angaben in EUR)
  2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Gewinn je Aktie (unverwässert) 4,91 7,45 7,77 8,10 8,83 9,70 10,45 13,12 10,82
Gewinn je Aktie (verwässert) 4,91 7,45 7,77 8,10 8,83 9,70 10,45 13,12 10,82
Umsatz je Aktie 92,30 104,98 117,15 115,90 122,47 140,34 143,30 150,06 148,12
Buchwert je Aktie 35,22 41,24 46,18 54,03 56,70 64,75 71,69 82,29 87,46
Dividende je Aktie 1,30 2,30 2,50 2,60 2,90 3,20 3,50 4,00 3,50
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) 12,00 6,90 9,40 10,50 10,20 8,00 8,50 6,60 6,50
KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) 1,67 1,25 1,58 1,58 1,58 1,20 1,24 1,06 0,81
KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) 0,64 0,49 0,62 0,74 0,73 0,55 0,62 0,58 0,48

Besonders beim KGV, KBV und KUV ist in der angegebenen Tabelle ein recht ähnliches Bild wie bei der GuV von BMW zu sehen. Folglich ist speziell von 2017 zu 2018 zu erkennen, dass ein genereller Rückgang eingetreten ist, auch wenn dieser nicht in der Höhe ausfällt, bei der es unglaublich besorgniserregend seind würde. Trotz dssen ist ein Rückgang beobachten. Gleichwohl sollte beachtet werden, dass es sich bei diesen Kennzahlen um Verhältnisse handelt, bei denen Gewinn, Buchwert und Umsatz mit dem Aktienkurs, also quasi dem derzeitigen Marktwert des Unternehmens ins Verhältnis gesetzt werden.

Beim KGV beispielsweise ist zu sehen, dass wir es 2017 und 2018 mit einem vergleichsweise geringen Wert zu tun hatten. In Hinsicht darauf, dass der Gewinn sich in diesen beiden Perioden nicht unglaublich verändert hat, wie es in der GuV bereits zu sehen war, könnte man davon ausgehen, dass der Kurs in dieser Zeit unter die Räder gekomme ist im Vergleich zu den Jahren davor. Ob sich diese Vermutung bewahrheitet und inwieweit man darauf nun für zukünftig Investitiosentscheidungen wichtige Informationen herausziehen kann, wird weiter unten im Beitrag noch einmal genauer thematisiert.

Eine ähnliche Erklärung ist beim KBV anzuwenden, welches speziell von 2016 bis 2018 ganz ähnliche Verhaltenszüge wie das KGV an den Tag gelegt hat.

Abgesehen davon ist im Übrigen zu erwähnen, dass ein niedriges KBV und KGV grundsätzlich darauf hindeuten können, dass stärkere Ausverkäufe stattgefunden haben und wohl möglich nun eine passende Gelegenheit sein könnte, um sich einzukaufen, solange der Preis des Unternehmensanteils noch gering ist. Diese allgemeine Heragehensweise mit den beiden Kennzahlen würde im Grunde mit der vorherigen Erklärung einhergehen, bei welcher ich angeführt habe, dass die Kurse 2017 und 2018 wohl möglich nicht die beste Zeit gesehen haben und sich der Preis pro Aktie infolgedessen vergleichsweise stark verbilligt hat. Folglich sollte immer beachtet werden, dass niedrige Werte bei diesen Kennzahlen zwar auf einen billigen Preis der Aktie hindeuten könnten, doch hat dies auch meistens gute Gründe. Nun direkt alle möglichen Werte einzukaufen, die beispielsweise ein möglichst niedriges KBV vorweisen, wird vermutlich nicht unbedingt zum gewünschten Erfolg führen. Nichtsdestotrotz sind Unterbwertungen tendenziell interessanter näher zu beobachten als Überwertungen, falls man vor hat, Anteile des Unternehmens zu erwerben.

 

Rentabilität (Angaben in %)
  2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umsatzrendite 5,32% 7,09% 6,63% 6,99% 7,21% 6,91% 7,29% 8,74% 7,30%
Eigenkapitalrendite 13,95% 18,05% 16,82% 14,99% 15,58% 14,98% 14,57% 15,93% 12,36%
Gesamtkapitalrendite 2,96% 3,95% 3,86% 3,84% 3,75% 3,70% 3,64% 4,46% 3,41%

Bei der Rentabilität ist im Groben etwas durchwachsenes Bild zu sehen, wenn beispielsweise die Umsatzrendite einmal näber betrachtet wird, bei der es sich in den letzten Jahren in etwa um die 7% gedreht hat. Folglich fällt hierbei der Rückgang von 2017 zu 2018 wesentlich stärker aus, als es im Vorhinein den Anschein gemacht hat. Auch die Eigenkapitalrendite musste den einen oder anderen Prozentpunkt einbüßen und konnte sich in der Historie nie wirklich nachhaltig entwickeln. Tatsächlich befinden wir uns bei der Eigenkapitalrendite derzeit sogar auf einem sehr niedrigen Stand. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass das Eigenkapital von BMW jedes Jahr gesteigert worden ist, wie es in der Bilanz zu sehen war. In Hinsicht darauf, dass nun gerade 2018 der Umsatz etwas zu Wünschen übrig ließ, fällt der Rückgang wesentlich mehr ins Gewicht, als es noch beispielsweise 2010 den Fall einnahm, als das Eigenkapital wesentlich geringer aufgestellt war. Sagen möchte ich damit, dass der Eigenkapitalrendite an dieser Stelle nicht zu viel Gewicht zugetragen werden sollte.

 

Mitarbeiter
  2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Personal am Jahresende 95.453 100.306 105.876 110.351 116.324 122.244 124.729 129.932 134.682
Umsatz je Mitarbeiter 633.579 686.111 725.830 689.237 691.182 754.025 754.941 759.459 723.779
Gewinn je Mitarbeiter 33.713 48.661 48.132 48.155 49.844 52.101 55.023 66.342 52.843

Bei den Mitarbeitern ist wiederum ein recht gutes Bild zu sehen in Hinsicht darauf, dass jedes Jahr neues Personal in den Betrieb mit aufgenommen worden ist. Natürlich ist sowohl Umsatz als auch Gewinn pro Mitarbeiter 2018 stark eingebrochen, aber das haben wir in den vorherigen Punkten ja bereits behandelt, weshalb das Ganze nun für keine allzu große Verwunderung mehr sorgen sollte. Festhalten ist auf jeden Fall, dass BMW großen Wert darauf legt, konstant zu wachsen, was dem potenziellen Anleger natürlich erfreuen sollte im Normalfall.

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Dividende

Nachdem nun die verschiedenen Geschäftszahlen von BMW fokussiert worden sind, ist es für den potenziellen Anleger natürlich auch sehr interessant, mit welcher Dividendenrendite das Unternehmen lockt. Besonders diejenigen, die darauf aus sind, ein passives Einkommen pro Jahr zu generieren, für welches man dann auch nicht allzu oft eingreifen muss, sollten größeres Interesse daran haben, dass eine gewisse Höhe der Dividende geboten wird.

Datum Dividende Veränderung zum Vorjahr Rendite Währung
17.05.19 3,500 -12,50% 4,78% EUR
18.05.18 4,000 14,29% 5,67% EUR
12.05.17 3,500 9,38% 4,02% EUR
13.05.16 3,200 10,34% 3,60% EUR
14.05.15 2,900 11,54% 2,96% EUR
16.05.14 2,600 4,00% 2,89% EUR
15.05.13 2,500 8,70% 2,92% EUR
17.05.12 2,300 76,92% 3,15% EUR
13.05.11 1,300 333,33% 2,52% EUR
19.05.10 0,300 0,00% 0,51% EUR
15.05.09 0,300 -71,70% 0,94% EUR
09.05.08 1,060 51,43% 4,82% EUR
16.05.07 0,700 9,37% 1,64% EUR

Bei BMW lässt sich auf den ersten Blick in den letzten Jahren ein sehr ansprechendes Bild beobachten. Folglich hat man es bei BMW im Schnitt mit einer Dividendenrendite zu tun gehabt, die sich um die 3% gedreht hat. Besonders von 2017 bis 2019 sind recht üppige Dividenden an die Anleger ausgezahlt worden. In Hinsicht darauf, dass 2018 etwas schlechtere Zahlen zu sehen waren, lässt sich anhand der relativ hohen Dividendenrendite erkennen, inwieweit das Unternehmen auf die wohl möglich etwas wechselhaften Kursreaktionen reagiert hat. Höhere Dividendenrenditen werden in vielen Fällen von Unternehmen jeglicher Art genutzt, um auf diese Weise auch in schlechten Zeiten möglichst attraktiv zu bleiben für die Anleger. Bei BMW lässt sich demnach in der unmittelbaren ein sehr ähnliches Bild erkennen.

Gleichwohl sei ebenfalls kurz die letzte große Finanzkrise näher beleuchtet, da es sich dabei um eine allgemeine Krise gehandelt hatte, anhand der man noch einmal die Verhaltensweisen eines Unternehmens in Bezug auf die Dividendenrendite sehen kann, sobald eine richtige Krise eintreten sollte.

Speziell im Jahre 2008 ist zu erkennen, dass BMW mit einer recht hohen Dividendenrendite gelockt hatte. Folglich hatte das Management auch während der letzten Finanzkrise eingegriffen, um die ohnehin unattraktiven Zeiten für die Anleger etwas abzumindern. Diese Verhaltensweise würde also in etwa mit der zuvor erwähnten Reaktion des Managements im Jahr 2018 einhergehen. Letztendlich kann an dieser Stelle also festgehalten werden, dass BMW in “schlechteren” Zeiten durchaus einen Schritt auf die Aktieninhaber zugeht. Besteht nun als das Ziel darin, ein möglichst konstantes und wiederkehrendes passives Einkommen zu generieren, könnte man in dieser Hinsicht bei BMW ganz gut bedient sein.

 

Dividendensicherheit & Zukunft der Aktie

Nachdem zuvor vor allem fundamentale Daten sowie die Dividenden der letzten Jahre behandelt worden sind, ist es an dieser Stelle ebenfalls von großer Wichtigkeit, konkret auf die zukünftige Lage des Unternehmens einzugehen. Deshalb werden im Folgenden zwei Punkte angeführt, die mithilfe zwei verschiedener Sichtweisen dabei helfen sollten, ein Bild über das zukünftige Potenzial des Unternehmens zu erhalten.

 

1. Betrachtung des Chartbilds

In Hinblick darauf, dass auch technische Chartbetrachtungen in vielen Fällen für sinnvolle Interpretationen sorgen konnten, lohnt es sich auch bei BMW eine derartige Herangehensweise anzustellen.

Nach einem Hoch am 16.03.2015 ging es mit dem Kurs von BMW vorerst bergab. Tatsächlich stellt sich das Rest des Jahres als ein Flop für die bereits investierten Anleger heraus – der Kurs sackte rapide ab und das über mehrere Monate hinweg. Etwa um den Januar 2016 herum konnte infolgedessen ein solider Aufwärtsimpuls beobachtet werden, welcher alsbald erneut sein nahes Ende fand. Die Kurse sanken wieder und ab diesen Zeitpunkt wurde es tatsächlich etwas brenzlig, denn nach dem besagten Hoch vom Januar 2016 konnte die Bewegung, welche 2015 ihren Anfang fand, als eine mehrjährige Korrekturbewegung interpretiert werden – zwar noch ohne sinnvolle Bestätigung, aber dennoch wäre es durchaus im Bereich des Möglichen gewesen ab diesem Moment.

Tatsächlich stellte sich heraus, dass bis etwa Ende 2016 die Kurse weiter sanken und das Tief des Vorjahres unterboten hatten. Damit wurde die eben besagte Korrekturbewegung vollständig bestätigt.

Vom Ende 2016 bis Anfang 2018 konnte sich der Aktienpreis von BMW wiederum etwas erholen. Alles danach – und wir befinden uns derzeit mittendrin – machte wieder den Anschein abstürzender Kurse. Und tatsächlich wurde erst vor Kurzem das Tief, welches in der gesamten beschriebenen Bewegung zuvor Ende 2016 erreicht worden war, unterboten – das macht die mehrjährige Bewegung komplett, da das Chartbild von BMW nun tatsächlich einer Korrektur gleichkommt, die von 2015 bis jetzt zu laufen schien. Beendet sein muss hier jedoch immer noch nichts, falls das Unternehmen nun keine fortlaufend guten Zahlen vorweisen kann.

Nichtsdestotrotz  besteht allein aus charttechnischer Sicht derzeit ein kleiner Hoffnungsschimmer. Seit etwa Mitte 2019 bewegt sich der Kurs von BMW demzufolge wieder gen Himmel und könnte auf diese Weise die vorangegangene Korrektur beenden, solange dieser Aufwärtstrend nun für eine gewisse Zeit anhält. Grundsätzlich könnte die mehrjährige Korrektur nämlich bereits vorüber sein – das würde keinen Regelbruch darstellen. Wie angesprochen, sollte nun allerdings fortwährend beobachtet werden, wie sich der Preis pro Aktie verändert. Im Falle der Normalisierung – und so sieht es derzeit auch aus – könnte derzeit ein guter Zeitpunkt sein, ein Investment bei BMW zu tätigen. Im Worst-Case-Szenario würde sich die Korrektur allerdings in einer noch längeren und etwas komplizierteren Bewegung fortsetzen, was den Kurs mit hoher Wahrscheinlich noch tiefer treiben würde im Vergleich zu den zuvor erreichten Tiefs.

Es sollte also noch immer mit Vorsicht agiert werden, denn unüberlegte Käufe könnten sich mitunter schnell ins Negative kehren, auch wenn durchaus Potenzial vorhanden ist.

 

2. Solider Ausblick durch die Zahlen des 3. Quartals 2019

Die allermeisten Zahlen und Werte innerhalb dieses Beitrags beziehen sich vorrangig auf die Jahre 2018 und davor. 2019 selbst wird dabei nicht nicht im Großen Maße fokussiert, was damit zusammenhängt, dass die Geschäftszahlen für das gesamte Jahr noch nicht veröffentlicht bzw. noch nicht einmal in Gänze ermittelt werden konnten. Da nun allerdings vor allem für die nahende Zukunft die neuesten Informationen herangeführt werden sollten, gehe ich an dieser Stelle einmal konkret auf das 3. Quartal 2019 ein.

Im vorletzten Quartal diesen Jahres ließen sich bei BMW durchaus überzeugende Zahlen beobachten. Abgesehen davon wurden vielversprechende Investitionen in neuartige Technologien angestellt, was wohl konkret damit zusammenhängen dürfte, dass der Trend zum Elektroauto bereits im vollen Gange ist. Darüber hinaus sind beeindruckende Verkaufszahlen in China von BMW erzielt worden. Das hängt wohl unter anderem damit zusammen, dass die Anzahl der Händler in Asien stetig erhöht worden ist, um auf diese Weise den asiatischen Markt möglichst erfolgreich zu erschließen – und das scheint nun eben sehr gut geklappt zu haben.

Zu betonen sei auf der anderen Seite allerdings auch, dass aufgrund des Dieselskandals und eines veränderten Umweltbewusstseins auch BMW Energie, Zeit und Geld dafür aufwenden muss, sich den Emissionsregelungen anzupassen. Der Prozess dessen war auch im 3. Quartal mit allerlei Kosten verbunden und wird wohl auch in der nächsten Zukunft seine Einflüsse auf den Profit von BMW nehmen. In welcher Höhe dies jedoch zu erwarten sein könnte, ist derzeit nur schwer einschätzbar, weshalb der Bericht des letzten Quartals von 2019 sowie das erste Quartal von 2020 mit erhöhtem Interesse beobachtet werden sollte. Abgesehen von diesen besorgniserregenderen Informationen ist des Weiteren zu beobachten, dass sich das konkrete derzeitige Vorgehen des Unternehmens nicht wirklich verändert hat. Zwar wurden Investitionen getroffen und nette Erfolge in Asien erreicht, doch überzeugt BMW in letzter Zeit nicht unbedingt mit neuen kreativen Taktiken oder gar einer neuen Strategie – doch das ist auch kein unmittelbares Muss, solange Erfolge erzielt werden und die jetzige Strategie Früchte trägt.

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Analystenmeinungen

Mit dem Blick auf die kurzfristigen Meinungen einiger professioneller Analysten lässt sich im Grunde ein ähnliches Signal erkennen, wie es auch von diesem Beitrag ausging. Folglich steht die Tendenz eher auf der positiven Seite. Andererseits existieren auch mehrere Faktoren, die zur Vorsicht raten, wodurch derzeit mehrheitlich eher das Halten der Aktie empfohlen wird, während ein paar Signale auch ins Erwerben der Unternehmensanteile rutschen.

Im Großen und Ganzen gehen die Analystenmeinungen mehr oder minder mit der endgültigen Aussage dieses Beitrags einher – Chance besteht, aber Vorsicht hat Vorrang!

Analyse bereitgestellt von: Signal Datum
RBC Capital Markets sector-perform 29.11.19
Bernstein Research market-perform 29.11.19
Independent Research GmbH hold 25.11.19
Warburg Research buy 22.11.19
Deutsche Bank AG buy 22.11.19
UBS AG hold 21.11.19

 

Fazit

Schlussendlich lässt sich beim BMW in der letzten Zeit erkennen, dass zwar kleinere Dämpfer vorhanden waren, die sich allerdings allen voran im Chartbild bzw. im Marktwert des Unternehmens ausgebreitet haben. Es bleibt spannend, inwieweit BMW mit den neuen technologischen Trends mitziehen kann. Zurzeit steht jedenfalls nur fest, dass der Marktwert des Unternehmens vergleichsweise gering ausfällt und Anleger in der Lage sind, sich recht günstig in BMW einzukaufen. Bei diesem Vorhaben sollte allerdings wie immer die Vorsicht im Fokus gehalten werden, da die vorhandene mehrjährige Korrektur im Worst-Case noch nicht abgeschlossen sein muss. Die Mutigen und Optimistischen unter uns nutzen nun jedoch wohl möglich die Chance und sind vielleicht sogar mit dabei, wenn sich BMW mit fortschrittlicher Expansion und neuen Technologien verstärkt mit an die Weltspitze der Autobauer setzen wird.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net/aktien/bmw-aktie
boerse.de/fundamental-analyse/BMW-St-Aktie/DE0005190003
seekingalpha.com
wikipedia.org/wiki/BMW