McDonald’s Corporation konnte am 21. April 1965 zum ersten Mal das Börsenlicht erblicken. Mit einem Ausgabekurs von 22,50 US-Dollar konnte das Unternehmen bereits am ersten Tag viele Investoren auf ihre Seite bringen und satte Kursgewinne erzielen. Bereits am Ende des ersten Tages stand der Aktienkurs auf 30 US-Dollar. Über die Jahre fanden insgesamt 12 Aktiensplits statt, während bereits seit 1976 eine Dividende ausgezahlt wird – das schreit förmlich nach einer soliden Gesamtrendite, oder etwa nicht?

In Zahlen gesprochen hat man es bei McDonald’s seit dem IPO bis heute (25.02.2020) mit einer Rendite von über 700.000,00 % zu tun! Tatsächlich wurden bei dieser groben Berechnung die ausgezahlten Dividenden noch nicht einmal mit berücksichtigt. Das hohe Ergebnis ist allen voran mithilfe der Aktiensplits zu erklären, die dazu geführt haben, dass aus anfänglich 100 Aktien heute 74.360 Aktien geworden sind. Im Endeffekt wirkt es natürlich sehr imposant, mit Gesamtrenditen von 700.000 % oder gar mehr konfrontiert zu werden, doch sollte man hierbei auch immer vor Augen haben, dass es sich um eine Anlage handeln würde, die mehr als 50 Jahre gehalten worden wäre – das ist für den Otto Normalverbraucher natürlich eine Länge, mit der man schwer umgehen kann.

Aufgrund dessen wird in diesem Beitrag neben einigen anderen Informationen auch ein Beispiel nahegebracht, welches einen etwas überschaubareren Anlagehorizont offenlegt. Auf diese Weise sollte es dir möglich sein, das erzielte Potenzial der nahen Vergangenheit von McDonald’s etwas besser einordnen zu können.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

 

Übersicht zur McDonald’s Corp.

Bei der McDonald’s Corporation handelt es sich um einen US-amerikanischen Vertreter der Restaurant-Branche. Folglich stellt das Unternehmen einen Franchisegeber von international vertretenen Fast-Food-Restaurants dar, welches bereits 1940 gegründet worden ist.

Über die Jahre hinweg schaffte es der Konzern sich im Grunde auf der ganzen Welt zu platzieren und dafür zu sorgen, dass selbst in den entledigsten Ecken der Erde der Name McDonald’s jedem ein Begriff sein sollte. Auszeichnen tut sich das Unternehmen vor allem dadurch, dass in jedem Fast-Food-Restaurant der Welt die zubereiteten Gerichte grundsätzlich immer gleich schmecken. Außerdem fällt auf, dass eine kontinuierliche Expansion vorangetrieben wird, was dazu führte, dass beispielsweise 2018 bereits 37.855 Standorte bedient werden konnten. Neben Deutschland, Japan und China ist der Konzern vorrangig in den Vereinigten Staaten vertreten und besitzt dort knapp 40 % aller McDonald’s-Filialen.

 

Aktienkursentwicklung

Bei der Betrachtung der historischen Aktienkurse der McDonald’s Corp. fällt vor allem auf, dass die Anleger mit einem anhaltenden Aufwärstrend konfrontiert werden. Dieser Emporgang hält im Grunde schon seit vielen Jahren an und scheint zum jetzigen Zeitpunkt auch noch keinen Abbruch gefunden zu haben. Dagegen die Korrekturen, die sich im Laufe der Zeit ereigneten, fielen dadurch auf, dass sie sich als überraschend überschaubar einstellten im Vergleich zu den Korrekturen vieler anderer Unternehmen. Selbst zur Finanzkrise 2007 bis 2009 musste zwischenzeltich nur in etwa ein Rückgang von etwas um die 18 % hingenommen werden. Im Endeffekt spendierte der Konzern seinen Anleger folglich einen relativ angenehmen Kursverlauf, den man sich natürlich gerne angetan hat.

Im Großen und Ganzen lässt sich tatsächlich kaum etwas finden, was diese historische Aufwärtsbewegung schlecht darstellen lassen würde. Nichtsdestotrotz könnte es für pessimistische Anleger sehr schwer werden, einen geeigneten Einstiegszeitpunkt zum Investieren zu finden, da größere Korrekturen anscheinend schlichtweg ausbleiben und immer damit gerechnet werden muss, dass demnächst der große Knall kommt. Für die typische Wellenbewegung würde demnach genau eine solche Korrektur fehlen, weshalb die Skepsis einiger Anleger vermutlich vollkommen angebracht ist.

Tatsache ist jedenfalls, dass der Aktienkurs bislang noch weiter gen Himmel läuft, auch wenn die derzeitige Krise in Verbindung mit dem Corona-Virus die aktuellste kleinere Korrektur hervorgerufen hat. Von September bis Oktober 2019 fand sogar eine  Korrektur statt, die zwischendurch etwa 15 % des Aktienpreises nach unten drücken konnte. Zwar reicht eine solche Bewegung nicht aus, damit von einer “starken” Korrektur gesprochen werden kann in Hinblick darauf, dass der Kurs von McDonald’s schlichtweg zu weit nach oben getrieben worden ist über die Jahre, doch fanden interessierte Anleger in dieser Bewegung einen verhältnismäßig guten Zeitpunkt, um einzusteigen.

Anhand dieser Erwähnung möchte ich demnach nahebringen, dass Anleger auf eine Korrektur dieser Art warten sollten, um längerfristig einsteigen zu können. Natürlich hat jeder seine eigenen Herangehensweisen, doch konnte in der nahen Vergangenheit beobachtet werden, dass in etwa jedes Jahr eine Korrektur mit vergleichbaren Ausmaß stattfand, ehe der Kurs sich wieder nach oben bewegen konnte. Aus dieser Perspektive macht es also vermutlich am ehesten Sinn, genau zu solchen Momenten einzusteigen, um das Risiko einer sich kurz darauf anbahnenden Korrektur möglichst gering zu halten. In Hinblick darauf, dass jedoch gerade erst vor etwa vier Monaten eine solche Korrektur zu sehen war, würde dieser wenig überraschende Ratschlag mit etwas Warterei verbunden sein – das ist natürlich nicht für jeden etwas.

 

Dividendenentwicklung

Neben den positiven Ergebnissen im Chartbild des Konzerns kann auch die Dividende überzeugen. Demzufolge werden die Anleger bereits seit vielen Jahren mit einer steigenden Dividende konfrontiert, wobei es zwischendurch den einen oder anderen Fall gab, bei dem eine stagnierende Dividende zu beobachten gewesen war (bspw. von 1994 auf 1995 oder auch von 1998 auf 1999). Aufgrund dessen schaffte es das Unternehmen nicht in die Liste der “Dividenden-Aristokraten”. Allerdings ist es trotz dessen anzumerken, dass Anleger mit Fokus auf ihrem passiven Einkommen bei McDonald’s durchaus auf eine sichere Festung setzen können im Vergleich zu vielen anderen Alternativen.

 

Anlagebeispiel (3 Jahre)

Wie es bereits in der Einleitung erwähnt worden ist, wollen wir uns in diesem Beitrag auch einmal ein Anlagebeispiel anschauen, das etwas greifbarer ist, als die angeführte Gesamtrendite von McDonald’s. Demzufolge stellen wir uns für dieses Beispiel vor, dass wir am 03.01.2017 50 Aktien zum Wert von jeweils 119,50 US-Dollar erworben haben – das entspricht einem Investment von 5.975 US-Dollar. 2017 haben wir für unsere 50 Aktien eine Dividende in Höhe von 191,50, 2018 in Höhe von 209,50 und 2019 eine Dividende mit dem Wert von 236,50 US-Dollar erhalten. Zusammen ergibt das eine Dividendenauszahlung von 637,50 US-Dollar.

Das Aktienpaket verkauften wir am 02.01.20 zu einem Kurs von 200 US-Dollar, was das Ganze etwa zu einer 3-Jahres-Anlage macht. In Summe (Kurs- und Dividendengewinn) haben wir es somit nach Abzug der anfänglichen Investition von 5.975 US-Dollar mit einem Gewinn von 4.662,50 US-Dollar zu tun (ohne Beachtung von Gebühren und Steuern). Infolgedessen kann hierbei von einer Jahresrendite von 21,20 % gesprochen werden – ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis für alle Beteiligten.

Besonders interessant ist dabei auch, dass sich Geduld und Ruhe auszahlt (also wie immer). Während unserer Anlage fanden nämlich gleich zwei Korrekturen statt, die den Kurs einmal kurz um 18 % und ein weiteres Mal um etwa 15 % nach unten getrieben haben. Der Verkauf unseres Aktienpakets ereignete sich außerdem zu einem Zeitpunkt, zu dem der Kurs gerade erst wieder dazu ansetzte, seinen Aufwärtstrend fortzusetzen. Hätte man am 25.02.20 verkauft, wäre sogar eine Rendite von etwa 23 % p.a. möglich gewesen.

 

Fazit

Schlussendlich handelt es sich bei McDonal’s Corp. um einen Konzern, der vermutlich auch noch in der nahen Zukunft seinen Expansionsfeldzug fortsetzen wird. Aufgrund eines anhaltendes Erfolgs werden dem Unternehmen zumindest in dieser Hinsicht keine Steine in den Weg gelegt. Genau diese Erfolge lassen sich auch anschaulich am Chartbild erkennen, welches beinahe schon zu rosig ausschaut. Abgesehen davon wartet das Management mit einer beinahe durchgängig wachsenden Dividende seit 1976 auf, was die Brieftasche des passiven Einkommens durchaus freuen sollte.

Ich persönlich bin allerdings kein Fan von McDonald’s als Anlageobjekt, da ich die Branche als sehr riskant erachte, mir das Chartbild schlichtweg zu wenig gesunde Korrekturen an die Hand gibt und das Unternehmen vollkommen fremdfinanziert ist (also Eigenkapital < 0). Das sind nun allerdings zugegebenermaßen eher subjektive Herangehensweisen, wenn man einmal bedenkt, dass es ja schon seit vielen Jahren so gut klappt, wie es in diesem Beitrag zur Geltung gekommen sein sollte. Ich rate jedem, eigene Ansätze zu verfolgen, anstatt meine schließenden Worte zu sehr für Bares zu halten.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

corporate.mcdonalds.com
boerse.de
seekingalpha.com
www.investopedia.com
wikipedia.org