Comcast Corporation wurde 1963 in Tupelo, Mississippi gegründet. Am 29. Juni 1972 konnte daraufhin der IPO (Initial Public Offering) durchgesetzt werden. Damit einhergehend bot das Management 430.000 Aktien zu einem Preis von jeweils 7 US-Dollar an.

Anhand der Annahme, dass man zum IPO beispielsweise 100 Aktie für 7 US-Dollar erworben und diese bis heute gehalten hätte, ergibt sich die im Titel angesprochene Gesamtrendite. Besonders wichtig ist dabei zu beachten, dass der theoretische Anleger mit mehreren Aktiensplits konfrontiert worden ist, die sich im Laufe der Zeit eriegnet haben. Außerdem wurden bei dem Ergebnis die ausgezahlten Dividenden nicht einmal mit berücksichtigt, die das Ganze zweifellos noch einmal nach oben korrigieren würden. In Hinblick darauf, dass man es hierbei allerdings so oder so mit einer absurd hohen Gesamtrendite zu tun hat, wurde die Dividende der Übersicht halber ausgespart. So ist es dir selbst relativ einfach möglich, das angeführte Ergebnis nachzurechnen, falls du dich dafür interessieren solltest. Für den größten Einfluss sorgen im Übrigen die Aktiensplits. Aufgrund dessen wirkt es auf den ersten Blick mitunter eigenartig, dass von einer so hohen Rendite gesprochen werden kann.

Anmerkung: Betrachtet man die Rendite über die gesamte Laufzeit ergibt sich “nur noch” eine Rendite von etwas um die 20 % pro Jahr – immer noch sehr viel, aber wesentlich greifbarer.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

 

Übersicht

Bei der Comcast Corporation handelt es sich zunächst einmal um den größten Kabelnetzbetreiber. Auch unter den Internetdienstanbietern spielt das Unternehmen ganz oben mit und liefert sich mehr oder weniger ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit AT&T. Abgesehen davon stellt Comcast ebenso eine größere Telefongesellschaft in den USA dar.

In Hinblick darauf, dass es sich hierbei um einen recht großen und auch bereits seit 1972 agierenden Vertreter bekannter Branchen handelt, stellt es keine Verwunderung dar, dass in der Unternehmensgeschichte viele verschiedene Akquisitionen bzw. Übernahmen durchgesetzt worden waren. Im Großen und Ganzen kann Comcast sich somit in viele verschiedenen Sparten behaupten und ist mittlerweile vor allem aus den Vereinigten Staaten nicht mehr wegzudenken.

 

Aktienkursentwicklung

Bei der Aktienkursentwicklung von Comcast lässt sich im Groben herausstellen, dass man es mit einer einigermaßen soliden Bewegung zu tun hat. Die letzte große Finanzkrise konnte dem Kurs allerdings stark zusetzen, was demnach vor allem in dieser Zeit für höhere Einbußen gesorgt hatte. Allerdings mussten sich viele Unternehmen auf Aktien diesem Bild stellen, weshalb die Korrektur der Finanzkrise nicht zu sehr ins Rampenlicht geschoben werden soll – erwähnen sollte man es natürlich dennoch.

Seit 2009 schaffte es der Markt hingegen, den Kurs wieder gen Himmel zu treiben – und das wurde wortwörtlich genommen. In den darauffolgenden 6 bis 8 Jahren wurden neue Rekorde gebrochen und neue Anleger fluteten Comcast. Erst 2018 musste erneut eine größere Korrektur verzeichnet werden, was jedoch erneut beinahe überall an den Märkten eingetreten ist. 2019 lief der Aktienkurs dagegen erneut nach oben und das mit einem rasanten Tempo.

Im Zuge der derzeitigen Krise durch den Corona-Virus und der enormen Verbilligung beim Öl-Preis ereignet sich die nächste starke abwärtsgerichtete Bewegung, welche zum jetzigen Zeitpunkt (Erscheinungsdatum des Beitrags) noch länger nicht beendet sein muss. Selbstverständlich stellt die schlechteste Reaktion die Panikmache dar, der man sich anschließen könnte, doch sollte einem zumindest bewusst sein, dass wir uns derzeit in einem Ausverkauf befinden. Anlagen werden großflächig liquidiert, was selbst das Wertmetall Gold an einigen Tagen nicht ausschließt. Die Anleger flüchten buchstäblich an jeder Front von den Märkten und barrikadieren sich ein.

Was ich mit der kleinen Ausführung der derzeitigen Situation zu Wort bringen möchte, ist die Tatsache, dass diese Korrektur nicht direkt mit den potenziell schlechten Ergebnissen des Unternehmens einhergeht. Grundsätzlich weist Comcast ein gesundes Bild im Chartbild auf, was lediglich durch die beiden letzten unausweichbaren Korrekturen unterbrochen worden ist. Inwieweit sich die jetzige Krise weiter ausbauen wird und wie stark auch Comcast davon betroffen sein dürfte, ist noch etwas schwer vorherzusehen, weshalb keine übereilten Schlüsse gezogen werden sollten. Rein charttechnisch ist jedenfalls anzuraten, die Füße still zu halten und auf einen geeigneten Einstiegszeitpunkt zu warten, sobald sich die Krise ad acta gelegt hat. Auf keinen Fall sollte man sich direkt in den vermeitnlich billigen Preis einkaufen, da sich das Ganze auch noch die nächsten Wochen nach unten entwickeln kann. Diese Anmerkung gilt allerdings eher für kurz- bis mittelfristige Anleger. Für die Langfristigen unter uns gilt wie immer, dass die Zeit und nicht der Zeitpunkt entscheidend ist. In etwa 10 bis 15 Jahren dürfte es keine wahnsinnig große Rolle mehr spielen, ob jetzt Anteile gekauft werden, oder nach weiteren Verbilligungen in Höhe von 10 bis 15 %.

 

Dividendenentwicklung

So sehr ich das grundlegende Chartbild des Unternehmens mit relativ viel Optimismus als solide erachten würde, desto auf den Boden gebliebener sehe ich mir die Dividendenentwicklung des Unternehmens an. Gleich vorweg muss ich dazu sagen, dass das sehr harsche Worte sind, doch geht es uns auf diesem Portal allen voran um dividendenreiche Auszahler, die eine gewisse  Dividendensicherheit an den Tag legen, bei der man sich mit gutem Gewissen auf das wachsende passive Einkommen freuen kann – etwas überspitzt ausgedrückt, aber die Aussage sollte verständlich sein. Aufgrund dessen möchten wir natürlich besonders auf die Dividendenentwicklung achten, denn diese ist uns besonders wichtig.

Folglich zahlt Comcast bereits seit vielen Jahren eine Dividende – das ist schon mal ganz gut, denn dadurch haben wir viele empirische Belege. Die Dividenden konnten dabei in vielen Fällen erhöht werden. Allerdings fallen in der Historie auch einige Jahre auf, bei denen dies nicht der Fall gewesen ist. Gleichwohl liegen die meisten dieser “Negativbeispiele” bereits einige Zeit in der Vergangenheit. Die letzten Jahre sah das Ganze dagegen sehr viel angenehmer aus. Bei der Betrachtung der Dividendenzahlungen sollte zudem beachtet werden, dass man es bei Comcast mit sehr vielen Aktiensplits zu tun gehabt hat, die auch in der unmittelbaren Vergangenheit eingetreten sind (2017 war der letzte Aktiensplit). Infolgedessen wirkt es auf den ersten Blick etwas verwirrend, wenn beispielsweise 2017 die Dividende pro Aktie nur noch etwa ein Drittel des Werts von 2016 betrug. Dieser Vorgang hängt zu großen Teilen mit dem 2-für1-Aktiensplit zusammen. Auch wenn man es dann immer noch mit einer Reduzierung der Dividende zu tun hätte, stellt sich das Ergebnis trotz dessen als weitaus nachvollziehbarer heraus. Solltest du dir also die Dividenden von Comcast einmal selbst zu Gemüte führen wollen, solltest du auch direkt die letzten Aktiensplits vor Augen halten, um etwas besser den Überblick behalten zu können.

Unabhängig von den Splits ist es jedoch kurz festzuhalten, dass 2019 die Dividende verringert worden ist. Für diejenigen, die passives Einkommen generieren wollen, ist das natürlich ein Ärgernis, auch wenn die Kursentwicklung von  2019 ein schönes Bild hinterlassen konnte – steigende Dividenden möchte man natürlich dennoch.

 

Fazit

Schlussendlich denke ich, dass man es bei Comcast grundsätzlich mit einem soliden Unternehmen zu tun hat, welches sich in der Verngangenheit oftmals behaupten konnte. Die angesprochene Dividendenentwicklung habe ich in ein zugegeben sehr kritisches Licht gerückt, auch wenn der historische Dividendenverlauf wohl wesentlich besser aussehen mag, als man es mir anhand meiner Worte glauben mag.

Im Endeffekt kommt es derzeit vor allem darauf an, dass kurz- sowie mittelfristige Anleger einen guten Zeitpunkt finden, um einsteigen zu können. Der Konzern selbst lässt zumindest viel Platz, um ordentliche Tradingergebnisse erzielen zu können, auch wenn der Markt zurzeit eine schwierigie Umgebung bereitstellt.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net
boerse.de
seekingalpha.com
cmcsa.com/stock-performance/dividends-and-stock-splits
wikipedia.org/wiki/Comcast