Margin-Trading – Wieso es so gefährlich ist

Trading ist in aller Munde. Schnell reich werden. In zwei Monaten 60.000 Euro verdienen. Den Lifestyle der Superreichen leben. Mit diesen Scam-Tricks verkaufen angebliche Profi Trader immernoch hundertfach ihre Online Trading Kurse jeden Monat an ihre Zuschauer. Im Endeffekt profitieren dabei nur zwei. Die Bank und der Verkäufer dieser Kurse.

Warum Margin-Trading so gefährlich ist, hat Jeremy in seiner eigenen Geschichte nochmal zusammengefasst. In diesem Video erklärt der Betreiber des YouTube Kanals „Financial Education„, wie er über 75.000 Dollar beim Aktienhandel verloren hat. Das Video kannst du dir direkt hier auf der Seite anschauen.


Im Jahr 2015 hat Jeremy 75.000 Dollar beim Aktienhandel verloren.

 

Margin-Trading: Zusammenfassung

  1. Im Jahr 2014 begann Jeremy mit dem Margin-Trading. Margin steht dabei leicht erklärt für eine Art Hebel. Man tradet also mit Geld, das man gar nicht besitzt. So kann man mit zum Beispiel einer Kontogröße von 10.000 Euro mit einem Hebel von 10 über 100.000 Dollar bewegen. Das wichtige jedoch: Falls der Kurs des gehandelten Instruments um zum Beispiel zehn Prozent einknickt, ist das gesamte Geld weg. Seiner Meinung nach ist es wie eine Droge. In den ersten Monaten lief es gut und er konnte hohe Gewinne verziechnen, danach ging es bergab.
  2. Er begann zu investieren als die Krise im vollen Gange war (2009). Dadurch hatte er bis 2015 quasi nur steigende Kurse und hohe Gewinne, konnte jedoch nicht mit sinkenden Kursen umgehen.
  3. Er hat quasi auf die Quartalsberichte gewartet und versucht diese mit Hebel zu traden, hoher Hebel ist immer schlecht und sehr riskant!
  4. Sein Favorit hat sich nach einem Earnings Report nicht so verhalten wie erwartet. Ein massiver Kurssturz kostete ihn sehr viel Geld.
  5. Seine zweitgrößte Position verlor auch massiv an Wert.
  6. Diese zweigrößte Position, Wynn Resorts, verlor in einem Monat über 30% an Wert.
  7. Margin Calls zwangen ihn zu einem Verkauf seiner Derivate.
  8. er hatte kein anderes Einkommen und als die Kurse weiter sanken und sein Verlust schon 75.000 Dollat betrug, verkaufte er alles.
  9. Okt 2, 2015. An dem Tag nachdem er alles verkauft hat, stieg die Wynn Resorts Aktie um 11 Dollar.
  10. 68000 Dollar durch Aktien verloren, 5000 Dollar für Margin ausgegeben, 2000 Dollar Trading Gebühren
  11. „I’m happy 2015 happened“, wäre das nicht passiert, würde er immernoch wie ein Junkie traden.

Er bezeichnet sich als Junkie, er war damals ein Junkie der sich den ganzen Tag auf die Kurse geschaut hat und gekauft und verkauft hat.

 

Margin-Trading: Fazit

Auch ich habe früher versucht mit Margin-Trading und auf der Statistik basierenden Systemen den Markt zu schlagen. Auch wenn du ein System hast, welches dir einen statistischen Vorteil bietet, ist es nicht einfach diese Gewinne auch einzufahren. Die Drawdown-Phasen können dich psychisch, wie du bei Jeremy sehen kannst, so in Mitleidenschaft ziehen, dass du aufhörst rational zu handeln. Du wirst emotional und machst Fehler. Setzt den Hebel zu hoch. Die Versuchung ist zu einfach. Ein Mausklick reicht um den Hebel zu hoch zu setzen und dein Risiko ins unermessliche zu steigern. Dadurch wirst du vom intelligenten Spekulanten zum Vollblut-Junkie. Das Ganze wird ein Glücksspiel.

Sei vorsichtig. Halte dich beim Vermögensaufbau lieber an die Dividenden Aktien oder ETFs. Spare langfristig. Versuche dein Einkommen lieber durch andere Tätigkeiten zu steigern. Vielleicht gründest du ein Unternehmen oder versuchst im Job aufzusteigen. Das ist nicht nur sicherer sondern bewahrt deine Psyche und dein Depot vor dem Totalverlust.

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