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Luxuriöse Dividendensteigerungen in den letzten 10 Jahren

 

Name LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE
Unternehmenssitz France
WKN 853292
ISIN FR000121014
Kurs 398,85 EUR
Dividendenrendite 1,7 %
Letzte Dividende 6,60 EUR
Auszahlung Halbjährlich
KGV 20,4
Eigenkapitalquote 43,46 %
Fremdkapitalquote 56,54 %
Datum 11/12/2019

 

Das Unternehmen

LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE, ist ein französischer multinationaler Luxusgüterkonzern mit Sitz in Paris (Frankreich). Das Unternehmen entstand 1987 aus der Fusion des Modehauses Louis Vuitton mit Moët Hennessy, einem Unternehmen, das 1971 aus der Fusion zwischen dem Champagnerhersteller Moët & Chandon und dem Cognachersteller Hennessy hervorging. Es kontrolliert rund 60 Tochtergesellschaften, die jeweils eine kleine Anzahl renommierter Marken führen. Die Tochtergesellschaften werden oft selbstständig geführt. Die älteste der LVMH-Marken ist der Weinproduzent Château d’Yquem, dessen Ursprung auf das Jahr 1593 zurückgeht.

Im November 2019 erwarb LVMH die Tiffany & Co. für rund 16,2 Milliarden US-Dollar. Die Transaktion sollte bis Juni 2020 abgeschlossen sein. Ab 2018 betrieb Tiffany weltweit 321 Filialen mit einem Nettoumsatz von 4,44 Milliarden US-Dollar. Tiffany-Regionen umfassen die Regionen Amerika, Asien-Pazifik, Japan, Europa und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Christian Dior SE ist die Hauptholding der LVMH, die 40,9% ihrer Aktien und 59,01% ihrer Stimmrechte hält. Bernard Arnault, Mehrheitsaktionär der Dior, ist Vorsitzender und CEO beider Unternehmen. Im Jahr 2017 erwarb Arnault alle restlichen Christian Dior-Aktien an einem gemeldeten Buy-Out von 13,1 Milliarden Dollar. Die Dapifer berichtet, dass LVMH den Besitz von Christian Dior Haute Couture, Leder, Konfektionslinien für Männer und Frauen sowie Schuhen übernehmen wird.

Die erfolgreiche Integration verschiedener bekannter, aufstrebender Marken in eine einzige Gruppe durch Arnault hat andere Luxusunternehmen dazu inspiriert, dies auch zu tun. So haben der französische Mischkonzern Kering und der Schweizer Richemont auch erweiterte Portfolios von Luxusmarken geschaffen. Das Unternehmen ist Bestandteil des Aktienindex Euro Stoxx 50.

 

Das Unternehmen ist kein Dividenden Aristokrat. Dividenden Aristokraten sind Aktien, welche seit mind. 25 Jahren in Folge die Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

Geschäftsmodell

LVMH hat seinen Hauptsitz im 8. Arrondissement von Paris, Frankreich. Das Unternehmen ist an der Pariser Börse Euronext notiert und gehört zum CAC 40 Index. Bis 2010 erzielte der Konzern einen Umsatz von 20,3 Milliarden Euro bei einem Jahresüberschuss von gut 3 Milliarden Euro. Bis zum 29. Februar 2016 hatte das Unternehmen einen Aktienwert von 78.126 Millionen Euro. Im Jahr 2013 wurde LVMH mit einem Umsatz von 21,7 Milliarden US-Dollar in Deloitte’s Bericht “Global Powers of Luxury Goods” als erstes Luxusgüterunternehmen eingestuft. Die Gruppe beschäftigt derzeit mehr als 83.000 Mitarbeiter. Dreißig Prozent der Mitarbeiter von LVMH arbeiten in Frankreich. LVMH betreibt weltweit über 2.400 Filialen. Der aktuelle Businessplan zielt darauf ab, die von LVMH verwalteten Marken streng zu kontrollieren, um die Wahrnehmung von Luxus im Zusammenhang mit ihren Produkten zu erhalten und zu steigern. So werden Louis Vuitton-Produkte beispielsweise nur über Louis Vuitton-Boutiquen verkauft, die sich in gehobenen Lagen in wohlhabenden Städten oder in Konzessionen in anderen Luxusgütergeschäften (wie Harrods in London) befinden.

Im Januar 2018 gab LVMH für 2017 einen Rekordumsatz von 42,6 Milliarden Euro bekannt, 13% mehr als im Vorjahr, da alle Divisionen eine starke Leistung zeigten. Im selben Jahr stieg der Reingewinn um 29%.

 

Aktionärsstruktur

LVMH hat 503,2 Millionen ausstehender Aktien.

Ende 2017 war der einzige erklärte Großaktionär der LVMH die Arnault Family Group, die Holdinggesellschaft von Bernard Arnault. Die Kontrolle der Gruppe betrug 46,84% der Aktien und 63,13% der Stimmrechte der LVMH.

LVMH hält 66% der Getränkeabteilung Moët Hennessy, die restlichen 34% hält Diageo.

 

Unternehmenskennzahlen

Anfang des Monats veröffentlichte der Luxusgüterriese Moët Hennessy Louis Vuitton sein Umsatzmonitoring für das dritte Quartal. Die Kurzfassung ist, dass das Umsatzwachstum weiterhin beeindruckt, und das liegt an einem bereits starken ersten Halbjahr, in dem das Unternehmen ein zweistelliges Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnete.

Es gab Bedenken, dass 2019 endlich eine Pause vom verbrauchergetriebenen chinesischen Lauf der Luxusaktien nach 2009 eintreten könnte. So weit, so gut in dieser Hinsicht. Darüber hinaus stützen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Euroraum weiterhin die nominal teuren Bewertungskennzahlen. Da beide Faktoren eine Rolle spielen, kann die LVMHF-Aktie weiterhin gute Gewinne erzielen.

 

Gewinn und Verlust (in Mio Euro)
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umsatz 20.320 23.659 28.103 29.149 30.638 35.664 37.600 42.636 46.826
Bruttoergebnis 13.136 15.567 18.186 19.094 19.837 23.111 24.561 27.853 31.201
Operatives Ergebnis (EBIT) 4.169 5.154 5.739 5.894 5.426 6.384 6.904 8.113 9.877
Ergebnis vor Steuer (EBT) 4.781 4.912 5.725 5.695 8.373 5.970 6.472 7.934 9.489
Jahresüberschuss 3.032 3.065 3.424 3.436 5.648 3.573 3.981 5.129 6.354
Dividendenausschüttung 1.069 1.447 1.501 1.619 1.671 1.811 2.029 2.535 3.030

Umsatz-Update für das dritte Quartal
Anfang dieses Monats veröffentlichte das Unternehmen seine Quartalsumsatzzahlen für die drei Monate bis zum 30. September. Der Gesamtumsatz im Quartal lag um 11% über dem Vergleichszeitraum 2018, ohne Wechselkursschwankungen und den positiven Beitrag der Belmond-Akquisition. Das entspricht in etwa dem organischen Umsatzwachstum von 12% im ersten Halbjahr.

Kurze Highlights laufen auf vier Dinge hinaus, allesamt recht positiv. Erstens tragen alle operativen Segmente weiterhin positiv zum Unternehmenswachstum bei. In dieser Hinsicht hat sich im ersten Halbjahr nichts geändert, ist aber dennoch gut zu sehen.

Zweitens entwickelt sich Fashion & Leather Goods weiterhin besser als die Konkurrenz. Das Wachstum des Segments lag auf Basis konstanter Wechselkurse im Vergleich zu Q3 2018 bei rund 19%. Angesichts dessen ist dies das margenstärkste Segment der LVMH, ganz zu schweigen von dem größten in Bezug auf Umsatz und Ergebnisbeitrag, was natürlich gut zu sehen ist.

Drittens tragen auch alle Regionen weiterhin positiv zum Wachstum bei. Asien wurde gegenüber dem ersten Halbjahr, wahrscheinlich aufgrund der Situation in Hongkong, aus den Segeln gerissen, verzeichnete aber dennoch ein zweistelliges Umsatzwachstum.

Die Wachstumszahl von 20% gegenüber dem Vorjahr aus Japan wurde wahrscheinlich dadurch erhöht, dass die Kunden die Erhöhung der Verbrauchssteuer vorantreiben, aber auch ohne diesen einmaligen Rückenwind sieht die Performance im Land gut aus. Nordamerika und Europa wachsen weiterhin solide im Einklang mit ihren jeweiligen Ergebnissen im ersten Halbjahr.

Viertens sieht Louis Vuitton aus, als würde es immer stärker werden, vor allem in den Augen der chinesischen Verbraucher. Das Management beschrieb die Marke als “bemerkenswerte Dynamik” zusammen mit Christian Dior Couture. Das könnte helfen, die dem Unternehmen innewohnende Zyklizität zu verringern, da die Flaggschiffmarke über 20% des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmacht; ein weiteres gutes Zeichen für die nominell teure Aktie.

 

Bilanz (in Mio Euro)
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umlaufvermögen 11.199 13.267 14.273 16.082 18.110 18.950 19.398 21.082 23.551
Anlagevermögen 25.965 33.802 35.657 39.592 35.252 38.651 40.224 47.468 50.749
Summe Aktiva 37.164 47.069 49.930 55.674 53.362 57.601 59.622 68.550 74.300
Kurzfristige Verbindlichkeiten 7.060 9.594 9.482 11.700 12.175 12.699 12.810 15.003 16.833
Langfristige Verbindlichkeiten 11.900 13.963 14.782 16.251 18.184 19.103 18.909 23.287 23.510
Gesamtverbindlichkeiten 18.960 23.557 24.264 27.951 30.359 31.802 31.719 38.290 40.343
Eigenkapital 17.198 22.451 24.564 26.695 21.763 24.339 26.393 28.852 32.293
Summe Passiva 37.164 47.069 49.930 55.674 53.362 57.601 59.622 68.550 74.300
Eigenkapitalquote 46,28% 47,70% 49,20% 47,95% 40,78% 42,25% 44,27% 42,09% 43,46%
Fremdkapitalquote 53,72% 52,30% 50,80% 52,05% 59,22% 57,75% 55,73% 57,91% 56,54%

Insgesamt zeigen die Q3-Zahlen eine Fortsetzung des starken Wachstums, das LVMH in der ersten Jahreshälfte verzeichnete. Margen- und Gewinnzahlen fehlten offensichtlich, aber Konsensus-Schätzungen von 13% EPS-Wachstum in diesem Jahr lassen sich auf Basis der ersten neun Monate des Jahres nicht ausschließen. Wenn die Aktie bei einem Gewinn von 29x im Vorjahr handelt, ist das genau das, was man sehen will.

Makro-Situation, Bewertung
Die wohl beste Nachricht für die LVMH-Aktie ist derzeit das aktuelle Makroumfeld, und das aus zwei Gründen. Erstens ist es kein Geheimnis, dass der chinesische Verbraucher hier ein wesentlicher Bestandteil des Wachstums war. Das gilt nicht nur für das Festland, sondern auch für Touristen auf anderen Märkten. Auf lange Sicht gibt es keinen Grund, dies für eine besonders schlechte Sache zu halten: Aus Gründen, die nicht aufbereitet werden müssen, gibt es möglicherweise eine riesige Startbahn für zukünftiges Wachstum.

 

Kennzahlen
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Gewinn je Aktie (unverwässert) 6,36 6,27 6,86 6,87 11,27 7,11 7,92 10,21 12,64
Gewinn je Aktie (verwässert) 6,32 6,23 6,82 6,83 11,21 7,08 7,89 10,18 12,61
Umsatz je Aktie 41,42 46,59 55,3 57,4 60,35 70,32 74,14 84,09 92,72
Buchwert je Aktie 35,06 44,21 48,34 52,57 42,86 47,99 52,04 56,9 63,94
Dividende je Aktie 2,1 2,6 2,9 3,1 3,2 3,55 4 5 6
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) 19,4 17,4 20,2 19,3 11,7 20,7 22,9 24 20,4
KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) 3,51 2,47 2,87 2,52 3,09 3,07 3,49 4,31 4,04
KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) 2,97 2,35 2,51 2,31 2,19 2,09 2,45 2,92 2,78

Kurz- bis mittelfristig, nun ja, niemand weiß, wann der nächste Abschwung den Kopf frei halten könnte. Auf dieser Basis deuten die Q3-Zahlen darauf hin, dass es noch nicht viel zu befürchten gibt. Ob dies auf eine recht robuste Verbrauchergesundheit zurückzuführen ist oder ob die Marken des Unternehmens eine gewisse “Postzyklizität” erreichen, steht zur Debatte.

Zweitens begünstigt das Zinsumfeld im Euroraum weiterhin erhöhte Bewertungskennzahlen. Im Moment handelt die LVMH-Aktie mit einer Gewinnrendite von rund 4%, basierend auf den geschätzten Gewinnen von 2019; isoliert betrachtet ziemlich teuer. Auf der anderen Seite gibt es Billionen von Anleihen im Wert von Euro, die im negativen Renditebereich gehandelt werden. Tatsächlich ist die Rendite französischer Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit zuletzt unter 0% gefallen.

 

Rentabilität
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umsatzrendite 14,92% 12,95% 12,18% 11,79% 18,43% 10,02% 10,59% 12,03% 13,57%
Eigenkapitalrendite 17,63% 13,65% 13,94% 12,87% 25,95% 14,68% 15,08% 17,78% 19,68%
Gesamtkapitalrendite 8,16% 6,51% 6,86% 6,17% 10,58% 6,20% 6,68% 7,48% 8,55%
Dividendenrendite 1,71% 2,38% 2,09% 2,34% 2,42% 2,41% 2,21% 2,04% 2,32%

Dagegen erscheint selbst die geringe Dividendenrendite von 1,7% der LVMH-Aktie attraktiv, da sie langfristig um 10% pro Jahr wachsen kann. Das erklärt zum Teil, warum Wetten auf eine Bewertungs-Multi-Kontraktion schon seit einiger Zeit ein Verlierer sind. Das Ergebnis für Investoren? Man sollte nicht erwarten, dass sich dies in naher Zukunft in der aktuellen Umgebung ändert. Es ist durchaus möglich, dass die LVMH-Aktie die Ergebnisse des zugrunde liegenden Geschäftswachstums weiter steigert, was derzeit zu zweistelligen Renditen führt.

 

Mitarbeiter
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Personal am Jahresende 83.542 97.559 106.348 114.635 121.289 125.346 134.476 145.247 156.088
Umsatz je Mitarbeiter 243.231 242.510 264.255 254.277 252.603 284.524 279.604 293.541 299.997
Gewinn je Mitarbeiter 36.293 31.417 32.196 29.973 46.566 28.505 29.604 35.312 40.708

 

Dividende

LVMH zahlt seit 2009 eine kontinuierlich steigende Dividende. Die Ausschüttung erfolgt halbjährlich und die derzeitige Dividendenrednite liegt bei 1,7 %. Zwar ist die Rendite beim aktuellen Kurs nicht all zu hoch, allerding skann sich die Steigerungsrate dafür um so mehr sehen lassen. Diese lag in den letzten 5 Jahren im Durchschnitt bei 11,8 % pro Jahr. Auch über einen Zeitraum von 10 Jahren lag die durchschnittliche Steigerungsrate bei 11,4 %.

Die Dividenden der letzten Jahre sahen wie folgt aus:

Record Date Reported Dividend Type Frequency
09.12.2019 EUR 2.200 Cash Div. semi-annually
26.04.2019 EUR 4.000 Cash Div. semi-annually
05.12.2018 EUR 2.000 Cash Div. semi-annually
18.04.2018 EUR 3.400 Cash Div. semi-annually
06.12.2017 EUR 1.600 Cash Div. semi-annually
20.04.2017 EUR 2.600 Cash Div. semi-annually
30.11.2016 EUR 1.400 Cash Div. semi-annually
20.04.2016 EUR 2.200 Cash Div. semi-annually
02.12.2015 EUR 1.350 Cash Div. semi-annually
22.04.2015 EUR 1.950 Cash Div. semi-annually
03.12.2014 EUR 1.250 Cash Div. semi-annually
16.04.2014 EUR 1.900 Cash Div. semi-annually
02.12.2013 EUR 1.200 Cash Div. semi-annually
24.04.2013 EUR 1.800 Cash Div. semi-annually
03.12.2012 EUR 1.100 Cash Div. semi-annually
24.04.2012 EUR 1.800 Cash Div. semi-annually
01.12.2011 EUR 0.800 Cash Div. semi-annually
24.05.2011 EUR 1.400 Cash Div. semi-annually
01.12.2010 EUR 0.700 Cash Div. semi-annually
24.05.2010 EUR 1.300 Cash Div. semi-annually
01.12.2009 EUR 0.350 Cash Div. semi-annually
22.05.2009 EUR 1.250 Cash Div. semi-annually
01.12.2008 EUR 0.350 Cash Div. semi-annually
22.05.2008 EUR 1.250 Cash Div. semi-annually
30.11.2007 EUR 0.350 Cash Div. semi-annually
11.05.2007 EUR 1.100 Cash Div. semi-annually
29.11.2006 EUR 0.300 Cash Div. semi-annually
16.05.2006 EUR 0.900 Cash Div. semi-annually
04.12.2005 EUR 0.250 Cash Div. semi-annually
20.05.2005 EUR 0.700 Cash Div. semi-annually
04.12.2004 EUR 0.375 Cash Div. semi-annually
21.05.2004 EUR 0.630 Cash Div. semi-annually
06.12.2003 EUR 0.220 Cash Div. semi-annually
30.05.2003 EUR 0.580 Cash Div. semi-annually
05.12.2002 EUR 0.220 Cash Div. semi-annually
06.06.2002 EUR 0.530 Cash Div. semi-annually
06.12.2001 EUR 0.220 Cash Div. semi-annually
07.06.2001 EUR 0.530 Cash Div. semi-annually
03.12.2000 EUR 0.220 Cash Div. semi-annually
07.06.2000 EUR 2.400 Cash Div. semi-annually

 

 

Dividendensicherheit

Für Einkommensinvestoren ist natürlich nicht nur die derzeitige Dividende wichtig, sondern auch ob diese auch zukünftig gezahlt werden kann. Betrachten wir also die Dividendensicherheit.

1. Derzeitige Umsätze

Im 1. Halbjahr 2019 hat LVMH einen Gewinn pro Aktien von 6,48 Dollar erwirtschaftet, welches einen Anstieg zum selben Halbjahr im Vorjahr darstellt, in welchem der Gewinn noch bei 5,96 Dollar pro Aktie lag.

LVMH zahlt derzeit eine Dividende von 4,00 Dollar pro Aktie, welches eine Ausschüttungsquote von 62% für das letzte Quartal bedeuted.

Auch über einen längeren Zeitraum betrachtet zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. In den letzten zwei Halbjahren hat LVMH einen Gewinn von 13,13 Dollar pro Aktie erwirtschaftet. Im gleichen Zeitraum wurden pro Aktie 6,00 Dollar an Dividende ausgeschüttet, welches einer Ausschüttungsquote von 46% entspricht. Somit werden die Dividenden aus laufenden Gewinnen bezahlt und das bei einer moderaten Ausschüttungsquote. Die Dividende scheint aus Sicht der Umsätze also in Naher Zukunft gesichert zu sein.

 

2. Free Cashflow

LVMH hat im 1. Halbjahr 2019 einen Cashflow von 4.189 Millionen Dollar erwirtschaftet und hatte 1.318 Millionen an Kapitalaufwänden, welches zu einem freien Cashflow von 2.871 Millionen Dollar führt. Im selben Zeitraum hat das Unternehmen 2.412 Millionen Dollar an Dividenden ausgeschüttet. Dies führt zu einer Ausschüttungsquote von 84% vom freien Cashflow zur Dividende.

In den letzten zwei Halbjahren hat LVMH 9.655 Millionen Dollar an Cashflow erwirtschaftet und hatte Kapitalaufwände in Höhe von 3.315 Millionen Dollar, welches zu einem freien Cashflow von etwa 6.310 Millionen Dollar führt. Im selben Zeitraum hat das Unternehmen 3.088 Millionen Dollar an Dividenden ausgeschüttet. Dies führt zu einer Ausschüttungsquote von 49% vom freien Cashflow zur Dividende.

Somit zahlt LVMH seine Dividende aus freiem Cashflow, dabei ist die Höhe der Dividendenausschüttung gut durch den freien Cashflow gedeckt.

 

3. Stabilität während Krisenzeiten

Um die Stabilität während Krisenzeiten zu evaluieren betrachten wir den Zeitraum zwischen der letzten Rezession von 2007-2009.

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2007: 4,22 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2008: 4,26 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2009: 3,70 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2010: 6,32 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2011: 6,23 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2012: 6,82 $

 

LVMH musste in der letzten Finanzkrise einen geringen Rückgang der Gewinne pro Aktie verkraften. Allerdings konnte dieser im Folgejahr nicht nur wieder ausgebessert werden, es konne sogar ein neuer Rekord aufgestellt werden.Trotz des Rückgangs haben die Gewinne weiterhin die Dividendenzahlung gedeckt und, was noch viel wichtiger ist, die Höhe der Dividende konnte stetig gesteigert werden. Aus diesem Grund gibt es wenig Bedenken das LVMH auch in zukünftigen Rezessionen seine Dividende erhöhen kann.

 

Analystenmeinungen

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für LVMH auf “Buy” mit einem Kursziel von 430 Euro belassen. Die konjunkturellen Indikatoren für die Luxusgüterbranche im vierten Quartal seien robust, schrieb Analystin Louise Singlehurst in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie. So dürfte der Absatz in diesem und im kommenden Jahr weltweit um 5 Prozent zulegen. Sie bevorzuge Marken wie Kering und LVMH, die ein bestimmtes Produktsegment dominierten und deren Investitionen aus finanzieller Stärke heraus neue Kunden anlockten.

Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für LVMH angesichts der Offerte für den US-Schmuckhersteller Tiffany auf “Hold” mit einem Kursziel von 400 Euro belassen. Mittelfristig gesehen sei der Kauf ein “guter Deal” für den Luxusgüterhersteller, ein Anlass zur Sorge für den schweizerischen Konkurrenten Richemont sowie ein möglicher Katalysator für weitere Übernahmen innerhalb der Branche, schrieb Analyst Flavio Cereda in einer am Montag vorliegenden Studie.

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für LVMH nach erfolgter Einigung über den Kauf von Tiffany auf “Buy” mit einem Kursziel von 453 Euro belassen. Mit der Übernahme dürften die Konsensschätzungen für den französischen Luxusgüterkonzern 2020 steigen, schrieb Analystin Zuzanna Pusz in einer am Montag vorliegenden Studie. Kurzfristig dürften allerdings Kosten auf die Profitabilität drücken.

Das Analysehaus RBC hat LVMH anlässlich der Übernahme von Tiffany auf “Outperform” mit einem Kursziel von 415 Euro belassen. Der angehobene Kaufpreis bedeute, dass der Luxusgüterkonzern mehr tun müsse und länger brauche, bis sich die Akquisition des US-Juweliers auszahle, schrieb Analyst Rogerio Fujimori in einer am Montag vorliegenden Studie. Der Deal dürfte sich als langfristig wertsteigernd erweisen, wenn es LVMH gelinge, die Umsatzentwicklung von Tiffany zu stärken und die Profitabilität zu steigern.

 

Fazit

LVMH ist ein bekannter europäischer Dividendenzahler. Die derzeitige Dividendenrendite kann mit 1,7 % zwar nicht ganz überzeugen, aber die Dividendensteigerung von über 11 % im Durchschnitt der letzten 10 Jahre kann sich wirklich sehen lassen.

 

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf dar. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wider.

 

Quellen:

LVMH
finanzen.net

boerse.de
seekingalpha.com
gurufocus.com
wienerboerse.at
wallstreet-online.de
onvista.de
finanznachrichten.de
wikipedia.org