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Geschäftsübersicht

Linde plc stellt einen weltweit agierenden und börsennotierten Industriekonzern dar, dessen Sitz in Dublin (Irland) liegt. Die operative Hauptzentrale liegt in Guildford (England). Das Unternehmen entstand in seiner jetzigen Form erst 2018 mithilfe einer Fusion zwischen der deutschen Linde AG und dem Konkurrenten Praxair. In der Folge wurden die Aktien des Konzerns sowohl im S&P 500 als auch im DAX gelistet.

Zu den Geschäftsbereichen der Unternehmensgruppe gehören die “Gases Division” (Abteilung Gasgeschäft), die “Engineering Division” (technisch- ingineurwissenschaftliche Abteilung) sowie die “Gist Division” (Kern- und Infrastrukturabteilung).

Die “Leitung” des Konzerns obliegt zum einem dem CEO, Steve Angel, der sich seit Oktober 2018 (also seit Anfang an) innerhalb dieser Position befindet und zum anderem dem Chariman, Wolfgang Reitzle, dessen Werdegang sich auch auf unterschiedliche Unternehmen erstreckt hatte in der Vergangenheit.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

Im Folgenden wird dir der Chart des Konzerns vorgestellt. Die Statistik unterhalb des Chartbilds zeigt die unterschiedlichen Handelsvolumina innerhalb des Betrachtungsteitraumes auf. Ein ausgeprägter Wert beim Handelsvolumina deutet demzufolge darauf hin, dass in dieser Zeit viele Aktien des Unternehmens – lapidar gesprochen – den Besitzer gewechselt haben. Der Chart zeigt den gesamten Aktienverlauf von Linde plc auf (also seit dem 30. Oktober 2018).

 

In Hinblick darauf, dass der Aktienchart vergleichsweise erst einen recht kurzen Verlauf präsentieren kann, lassen sich nur etwas erschwert charttechnische Highlights der Vergangenheit herauslesen. So lässt der Chart zwar ein recht positives Bild vermuten, doch kann mithilfe dieser Daten kaum ermittelt werden, wie der Aktienverlauf in einer typischen Krise aussehen würde – also inwieweit die Anleger reagiert hätten. Selbstverständlich sieht ein solches Szenario immer recht ähnlich aus, aber trotz dessen soll damit klargemacht werden, dass es schlichtweg an Historie fehlt, um mittel- bis langfristige Deutungen anhand des Chartbilds festmachen zu können – versuchen kann man es dennoch, was im weiteren Verlauf des Beitrags ebenfalls zur Thematik wird.

 

Finanzielle Kennzahlen

Für den ersten Überblick über den derzeitigen Stand des Konzerns lohnt es sich, einige finanzielle Kennzahlen der nahen Vergangenheit näher zu beleuchten. Im Folgenden werden dir die Ergebnisse für das dritte Quartal von 2019 präsentiert, welche mit denen des Vorjahres verglichen werden. Das Ganze spielt sich hierbei in US-Dollar ab.

Anmerkung: Wie oben erwähnt worden ist, wurde die Fusion zu Linde plc erst gegen Ende von 2018 vollständig durchgeführt mit der Aufnahme in den amerikanischen Indize S&P 500. Beachtet werden sollte dabei allerdings, dass das Ganze bereits 2016 in die Wege geleitet worden ist. Der Vergleich mit 2018 erscheint somit auf den ersten Blick etwas eigenartig, ist allerdings in dieser Form legitim. Schließlich handelt es sich dabei um eine Form der Vergrößerung des Ursprungsunternehmens.

So lässt sich speziell anhand der fettgedruckten Kennzahlen erkennen, dass die Ergebnisse im Vergleich zu 2018 durchaus positiv ausgefallen sind. Die Ergebnisse konnten überzeugen und sorgten in der Folge auch dafür, dass der Aktienkurs im Laufe dieser Zeit angestiegen ist. Im Großen und Ganzen scheint das Geschäftsbild also einigermaßen gesund zu sein, was es für uns durchaus interessant machen dürfte, sich weitere Facetten in Hinblick auf das zukünftige Potenzial des Konzerns anzuschauen.

 

Chancen

Besonders nach der Fusion stellt Linde plc in der Branche für industrielle Gase einen Giganten dar. Sollte sich das Unternehmen weiterhin auf diese Sparten fokussieren – und das wird es auch – so wird es sehr schwer werden für etwaige Konkurrenten, der Marktmacht von Linde tatsächlich etwas entgegenzusetzen.

Abgesehen davon stellt Linde Stoffe sowie verschiedene Lösungen bereit, die in beinahe jedem großen Sektor mit andauernder Nachfrage (Gesundheit, Automobile, Luft- und Raumfahrt,…) genutzt werden. Im Zuge dessen ist das langzeitige Wachstum des Konzerns und der Bedarf auf der Nachfrageseite im Grunde gesichert.

 

Risiken

Der Aktienkurs von Linde plc musste sich etwa von Juli bis August 2019 einer kleineren Korrektur unterziehen. Seitdem befindet sich der Kurs allerdings wieder auf einer gefühlten Geraden nach oben. Aus charttechnischer Perspektive erscheint der Titel derzeit überkauft, was vor allem kurzfristig orientierte Anleger beachten sollten – diese werden vermutlich erst einmal nicht einkaufen, ehe sich diese “Problematik” nicht gelegt hat. Mittel- sowie langfristige Anleger müssen darauf nun natürlich keinen allzu großen Fokus legen, aber wundern sollte man sich nicht, wenn es kurzfristig zu einer gewissen Korrektur kommen könnte.

Abgesehen davon erscheinen die finanziellen Ergebnisse im Vergleich zu den Konkurrenten der Branche als sehr hoch. Innerhalb eines Branchenvergleichs wirkt das Unternehmen mitsamt seiner Kennzahlen in der Folge ebenfalls als überbewertet – das ergibt auch Sinn, denn die Aktie ist es ja auch, wie gerade mithilfe der charttechnischen Perspektive angesprochen worden ist.

Ohne Frage soll damit allen voran das derzeitige Risiko nahegelegt werden, das potenzielle Anleger beachten sollten. Die Tatsache eines überkauften oder auch überverkauften Status sollte niemals unterschätzt werden.

 

Dividendensicherheit

Tatsächlich lässt sich zur Dividensicherheit mit einem Blick auf die Historie der ausgezahlten Dividenden von Linde plc recht wenig aussagen. Dadurch, dass wir hierbei erst mit zwei ausgezahlten Dividenden konfrontiert worden sind, wird man gezwungen auf andere Punkte auszuweichen, die eine gewisse Aussagekraft zur Dividendensicherheit in sich tragen könnten.

So weist das Unternehmen beispielsweise bis jetzt ein recht ansehnliches Wachstum vor, das zweifellos dazu führen sollte, dass die Dividende in ihrer Gänze nicht zu sehr in Gefahr geraten sollte in Hinblick darauf, dass wir es hier mit einem Industriegiganten mit enormer Marktmacht zu tun haben. Komplette Aussetzer erscheinen da eher unwahrscheinlich.

Abgesehen davon signalisiert Linde mit der Dividendenrendite von 2019 ein durchaus positives Signal in Richtung der Anleger. Mit 1,65% lag die Rendite der Dividende im soliden Mittelfeld im Vergleich zu den restlichen Unternehmen, die im DAX gelistet sind. Beachtet man zudem, dass keine allzu gewaltige Korrektur kurz vor der Dividendenauszahlung im Chartbild stattgefunden hat, könnte sich eine durchschnittliche Dividendenrendite von um die 1,40%+ als durchaus realistisch herausstellen. Gemeint ist damit, dass es auch in sehr guten Zeiten zu einer Dividendenrendite auf vergleichbarem Niveau kommen könnte, obwohl mit der Dividende in solchen Zeiträumen keine schlechten Aktienverläufe kompensiert werden müssen – sehr viel tiefer sollte es also eigentlich nicht gehen. Natürlich sind das allenfalls Vermutungen auf Basis Handlungen anderer Unternehmen im DAX, aber einen gewissen Anhaltspunkt kann man sich mithilfe dieser Sichtweise zumindest schaffen.

Schlussendlich sollte man nun allerdings auch keine großen Wetten auf diese Schätzungen erheben. Im Idealfall halten Interessierte die nächste Hauptversammlung genau unter Beobachtung und machen ihre weiteren langfristigen Entscheidungen etwas davon abhängig, falls es vor allem darum geht, ein passives Einkommen mitsamt der Dividende zu erzielen – dann möchte man natürlich eine möglichst hohe Dividende.

 

Fazit

Letzten Endes stellt Linde plc ein Unternehmen dar, welches besonders durch seine besondere Marktmacht in seiner Herstellungsbranche zu überzeugen scheint. Etwaige Konkurrenten kommen nicht an den Riesen heran, was es Linde ermöglichen sollte, auch in naher Zukunft Wachstumsschübe zu erfahren. Abgesehen davon arbeitet der Konzern für verschiedene Sektoren, die allesamt eine andauernde hohe Nachfrage erfahren, wodurch beispielsweise saisonale bzw. quartalsbedingte Aussetzer vergleichsweise eher ausbleiben sollten. Allerdings befindet sich das Unternehmen derzeit eher in einem etwas überkauften Zustand, was nicht zuletzt durch verschiedene positive Neuigkeiten verursacht worden ist, was definitiv etwas Gutes ist für diejenigen, die bereits investiert sind und nun mit einem gemütlichen Stop im Notfall ihre Gewinne erst einmal einsammeln. Noch nicht eingestiegene Anleger befinden sich dagegen in der schwierigen Lage, entweder noch abzuwarten und weiteres Wachstum zu verpassen oder das Risiko einzugehen, kurzfristig eine Korrektur erfahren zu können.

Somit würde ich derzeit eine “neutrale” Empfehlung abgeben. Die, die bereits mit dabei sind, sollten mit bei der Partie bleiben und ihren Stop nach ihrem Risikoverhalten gegebenenfalls anpassen. Noch nicht Investierte sollten das Pferd dagegen vorerst nicht aus dem Stall holen und vielleicht noch etwas abwarten, um bei der nächsten kleineren Korrektur zumindest einen besseren charttechnischen Start abzubekommen – das muss aber natürlich jeder für sich wissen.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net
boerse.de
seekingalpha.com
investors.linde.com/de
wikipedia.org