fbpx

Flaggschiff der deutschen Dividendensicherheit – wirklich so sicher?

 

Name Adidas
Unternehmenssitz Herzogenaurach (Deutschland)
WKN A1EWWW
ISIN DE000A1EWWW0
Kurs 266,95 EUR
Dividendenrendite 1,26%
Letzte Dividende 3,35 EUR
Auszahlung Jährlich
KGV 21,60
Eigenkapitalquote 40,85%
Fremdkapitalquote 59,15%
Datum 15.11.2019

 

Das Unternehmen

Als weltweit führendes Unternehmen innerhalb der Sportartikelbranche bietet die Adidas AG bereits seit der Gründung 1949 ein breit gefächtertes Produktsortiment an. Anfangs lag der Fokus allein auf Sportschuhen, wodurch in Kombination mit dem Spitznamen des Gründers die Unternehmensbezeichnung „Adi Dassler adidas Sportschuhfabrik“ zu erklären ist. Mittlerweile hat das Angebot des Einzelhändlers jedoch weitaus mehr zu bieten und verkauft neben Sportschuhen auch andere Bekleidung sowie verschiedenes Zubehör für beinahe jede bekannte Sportart. Mit den Marken Adidas, Reebok International sowie TaylorMade-Adidas Golf ist die Aktiengesellschaft nahezu in jedem Land der Welt präsent. Nach Nike gilt die Adidas AG international als zweitgrößter Sportatikelhersteller und wohnt demnach einer Oligopol-Stellung bei, wodurch viele Nachfrager vergleichsweise wenigen Anbietern gegenübergestellt sind.

1993 wurde die zunächst als „Adidas International Holding GmbH“ umbenannt zu „Adidas AG“, wodurch gleichzeitig die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft geschehen war. Für rund 1,68 Milliarden Euro wurden 1995 die Adidas-Aktien daraufhin an die Börse in Frankfurt platziert. Nach dem Aufstieg in den MDAX 1996 wurde der Konzern zwei Jahre später in den DAX aufgenommen und befindet sich seit jeher an der weltweiten Spitze.

Die Übernahme des ehemaligen Konkurrenten Reebok sorgte 2006 für eine größere finanzielle Last. Aufgrund zusätzlicher Kapitalmaßnahmen musste die darauffolgenden Gewinnprognosen des Konzerns ebenfalls nach unten korrigiert werden. Mittlerweile konnte Reebok International allerdings vollständig und gewinnbringend in das Unternehmen integriert werden.

 

Geschäftsmodell

Die Adidas AG tritt international vor allem in der Sportatikelbranche mit unterschiedlichen Bekleidungsartikeln sowie Zubehör für Sport auf. Demzufolge spricht das Unternehmen ebenfalls reguläre Kunden an, die sich für Freizeitbekleidung interessieren. Das allermeiste Sortiment dieser Art richtet sich demnach kontinuierlich nach den neusten Modetrends, wodurch Adidas letzten Endes ein breites Produktportfolio zur Verfügung steht, indem sowohl der Massenmarkt als auch verschiedene Nischenbereiche von Sport- sowie Freizeitprodukten abgedeckt werden. Im Zuge der stetigen Entwicklung und Anpassung an die Zukunft legt das Unternehmen größeren Fokus auf neue Dämpfungstechnologien, Lightweight, digitale Sporttechnologien sowie nachhaltigere Herstellungsmethoden.

Die Artikel von Adidas gehören in den meisten Fällen zu verschiedenen Kernmarken des Unternehmens, wobei auch einzelne Kooperationen mit ausgewählten einzelnen Designern bereits zu größeren Erfolgen geführt haben.

 

Kernmarken

Die Kernmarken von Adidas decken die größte Produktpalette des Unternehmens ab.

  • Adidas Originals – Freizeit-Sportkollektionen für Frauen, Männer und Kinder. Dazu gehören vor allem Sneaker und auch Accessoires. Eine dazugehörigen Zusammenarbeit mit Kanye West hat beispielsweise die bekannten Yeezy-Freizeitschuhe zur Folge gehabt.
  • Adidas Performance – Sportkollektionen für Frauen, Männer und Kinder. Dazu gehören Kleidung, Schuhe sowie Accessoires, wobei alle Produkte unterteilt werden auf verschiedene Sportkateogorien wie beispielsweise Fußball, Golf oder auch Basketball.
  • Adidas Skateboarding – Kollektion speziell für Skater, welche Kleidung, Schuhe und ebenfalls Accessoires zu bieten hat.
  • Adidas Athletics – Die sogenannte Athleisure-Kollektion folgt den neuesten Trends und verbindet diese mit der Sportwelt. Bei dieser Kernmarke haben es die Kunden mit modisch-funktionaler Sportbekleidung zu tun.
  • Adidas by Stella McCartney – Eine Sportkollektion, welche In Zusammenarbeit mit Stella McCartney entstanden ist und ebenfalls unter diesem Namen vermarktet wird.

 

Designermarken

Neben den Kernmarken existieren zudem einige Designermarken, bei denen Kollektionen in Zusammenarbeit mit einzelnen ausgewählten Designern umgesetzt worden sind.

  • Y-3 – Eine Sportswear-Kollektion, welche dem avantgardistischen Stil folgt, im oberen Preissegment anzutreffen ist und mithilfe von Yohji Yamamoto umgesetzt werden konnte.
  • Porsche Design Sport by Adidas – Hierbei handelt es sich um eine modische Sportkollektion für Herren, welche alle möglichen Bekleidungsartikel anbietet. Das Ganze ist in Zusammenarbeit mit Porsche Design entstanden.
  • Adidas by … – Darüber hinaus existieren noch weitere kleinere Markensegmente, welche konkret den Namen des jeweiligen Designers tragen. Demzufolge existieren beispielsweise Marken wie Adidas by Kolor oder auch Adidas by Raf Simons. Letztendlich unterscheiden sich die jeweiligen Produkte allen voran in der individuellen Prägung der verantwortlichen Designer.

 

Im Großen und Ganzen sorgen die verschiedenen Kollektionen von Adidas dafür, dass sowohl die breite Masse als auch kleinere Nischenbranchen abgedeckt werden und im Grunde so ziemliches jedes Preissegment angeboten wird. Folglich setzt der Konzern an vielerlei Stelle auf Diversifikation innerhalb der Sportartikel- und Bekleidungsbranche und begrenzt sich nicht auf einzelne Bereiche.

 

Aktionärsstruktur

Bei der Aktionärsstruktur des Konzerns lassen sich keine Unüblichkeiten bemerken. Folglich befinden sich etwa 91,25 % der Unternehmensanteile im Freefloat. Das bedeutet, dass dieser Anteil für den Handel an den Börsen zugänglich ist und sich demnach nicht in fester Hand befindet. Der Freefloat ist demnach eine wichtige Größe, um auf die Handelbarkeit der Aktie Rückschlüsse ziehen zu können.

Zu den größten Anteilseignern des Unternehmens gehören die Folgenden:

Inhaber Anteil in %
Groupe Bruxelles Lambert SA (Investment Company) 8,09
Fidelity Management & Research Co. 4,26
Capital Research & Management Co. (World Investors) 3,27
The Vanguard Group, Inc. 2,69
Norges Bank Investment Management 2,23

 

Unternehmenskennzahlen

Mit dem Blick auf die konkreten Unternehmenskennzahlen der letzten Jahre fällt auf den ersten Blick ein durchaus kontinuierliches Wachstum auf. Im Folgenden werden die GuV, die Bilanz sowie die wichtigsten Kennzahlen aufgelistet, welche speziell für die Anleger interessant sein können, die sich auf Fundamentaldaten beziehen möchten, um auf diese Weise ihre Kauf- sowie Verkaufsentscheidungen treffen zu können. Grundsätzlich ist es jedoch für jede Person ratsam, sich ein umfassendes Bild über ein Unternehmen zu verschaffen, bevor der Gedanke aufkommt, darin investieren zu wollen.

 

Gewinn und Verlust (in Mio. EUR)
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umsatzerlöse 11.990 13.322 14.883 14.492 14.534 16.915 19.291 21.218 21.915
Bruttoergebnis 5.730 6.329 7.103 7.140 6.924 8.168 9.379 10.703 11.363
Operatives Ergebnis (EBIT) 894 953 920 1.202 883 1.059 1.491 2.070 2.368
Ergebnis vor Steuer (EBT) 806 869 851 1.134 835 1.039 1.445 2.023 2.378
Jahresüberschuss 567 613 526 787 490 634 1.017 1.097 1.702
Dividendenausschüttung 167 209 282 314 306 320 405 530 666

 

Bei der GuV der letzten Jahre fällt recht schnell auf, dass die Umsatzerlöse der letzten Jahre mit einem kontinuierlichen Wachstum konfrontiert worden sind. Da der Umsatz selbstverständlich auch trügen kann, sollte der Fokus viel eher auf das EBIT, EBT sowie auf den Jahresüberschuss gelegt werden. Bei diesen Zahlen wird beispielsweise deutlich, dass ein nicht zu verachtender Rückgang von 2013 auf 2014 stattgefunden hat, welcher bei den Umsatzerlösen in dieser Form nicht zu beobachten war. Mit dem Blick in Richtung heutiger Zeit fällt jedoch wiederum auf, dass ein konstanter Aufstieg zu verzeichnen ist, welcher für das Geschäftsjahr 2019 vermutlich nicht abbrechen sollte – hierbei ist jedoch natürlich auf den kommenden Jahresbericht des Konzerns zu warten.

Ebenfalls interessant für den potenziellen Anleger ist die Dividendenausschüttung, welche ebenfalls stetig gewachsen ist. Selbst bei dem angesprochenen Rückgang von 2013 auf 2014 ist bei Ausschüttung der Dividenden nur eine vergleichsweise geringe Senkung zu beobachten, was nicht zuletzt ein Indiz dafür ist, dass man als Anleger des Unternehmens nicht ganz unten auf der Prioritätsliste steht. Folglich erscheint eine solide Dividende für Adidas durchaus wichtig zu sein, was in dieser Form bei Weitem nicht bei jedem Unternehmen verfolgt wird und demzufolge einen zu beachtenden Pluspunkt für ein potenzielles Investment bei Adidas darstellt. Speziell für diejenigen, die konkret einer Dividendenstrategie folgen, also sich gezielt mehrere Unternehmen heraussuchen, die mit vernünftigen und stetigen Dividenden aufwarten, scheint sich eine Investition bei Adidas durchaus zu lohnen. Hierbei sei allerdings betont, dass für diese Aussage lediglich der Blick auf die GuV gelegt worden ist, was noch keinen wirklichen Rückschluss auf die tatsächliche Dividendenrendite zulässt.

 

Bilanz (in Mio. EUR)
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umlaufvermögen 5.880 6.328 6.877 6.857 7.347 7.497 8.886 8.645 9.813
Anlagevermögen 4.738 4.909 4.774 4.742 5.070 5.846 6.290 5.877 5.799
Summe Aktiva 10.618 11.237 11.651 11.599 12.417 13.343 15.176 14.522 15.612
Kurzfristige Verbindlichkeiten 3.908 4.338 4.374 4.732 4.378 5.364 6.765 6.291 6.834
Langfristige Verbindlichkeiten 2.087 1.771 1.986 1.386 2.422 2.332 1.957 1.796 2.414
Gesamtverbindlichkeiten 5.995 6.109 6.360 6.118 6.800 7.696 8.722 8.087 9.248
Eigenkapital 4.616 5.137 5.304 5.489 5.624 5.666 6.472 6.450 6.377
Summe Passiva 10.618 11.237 11.651 11.599 12.417 13.343 15.176 14.522 15.612
Eigenkapitalquote 43,47% 45,72% 45,52% 47,32% 45,29% 42,46% 42,65% 44,42% 40,85%
Fremdkapitalquote 56,53% 54,28% 54,48% 52,68% 54,71% 57,54% 57,35% 55,58% 59,15%

 

Die Bilanz eines Unternehmens zeigt in den meisten Fällen verschiedenartige Informationen, mit denen der Laie in den meisten Fällen nicht viel anzufangen weiß. Nichtsdestotrotz ist bei dieser Ansicht allen voran die Eigen- sowie Fremdkapitalquote in jedem Fall interessant. Folglich zeugt eine gewisse Eigenkapitalquote dafür, dass eine gewisse Sicherheit besteht und sich das Unternehmen im Ernstfall eher über Wasser halten kann, als wenn die Verbindlichkeiten das Eigenkapital bei Weitem übersteigen würden.

In Hinsicht auf diese beiden Quoten ist zu beobachten, dass Adidas in etwa versucht, etwas mehr als 40% an Eigenkapital zu halten, während der Rest mit Krediten, Darlehen und Co. zusammengehalten wird. Mit diesen Zahlen befindet sich Adidas so ziemlich im Durchschnitt und weist folglich keine zur Vorsicht andeutenden Unüblichkeiten vor. Allerdings sollte beachtet werden, dass die Eigenkaptalquote zum letzten Geschäftsjahr um rund 4% gesunken ist, was nun nicht direkt dazu beitragen muss, dass eine Investition vertagt werden muss, aber nichtsdestotrotz beachtet werden sollte. In den meisten Fällen geht ein solcher Rückgang damit einher, dass Eigenkapital für bestimmte Investitionen aufgewendet worden ist, während weitere Kredite aufgenommen worden sind. Diese Tatsache sollte beachtet werden, aber muss keine Unruhe auslösen. Bei Adidas könnte dies beispielsweise daraufhin deuten, dass neue Zusammenarbeiten in die Tat umgesetzt werden oder schlichtweg neue Projekte von der Planung in die Aktion überführt worden sind.

Tatsächlich ist beispielsweise die Rede davon, dass Adidas 2020 im globalen Markt für Frauenartikel die eigenen Anstrengungen verdoppeln möchte. Die Vorbereitungen für dieses Unterfangen könnten sich demnach bereits in der Bilanz von 2018 widerspiegeln. Hat dieses Projekt Erfolg kann davon ausgegangen werden, dass sich die Ertragslage des Konzerns nachhaltig verbessern wird.

 

Kennzahlen (Angaben in EUR)

Die Kennzahlen eines Unternehmens ermöglichen in den meisten Fällen einen fundierten Überblick über das Geschehen des Betriebs und eignen sich oftmals sehr gut, um etwaige Investitionsentscheidungen mit davon abhängig zu machen.

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Gewinn je Aktie (unverwässert) 2,71 2,93 2,52 3,76 2,35 3,15 5,08 5,42 8,44
Gewinn je Aktie (verwässert) 2,71 2,93 2,52 3,76 2,35 3,15 4,99 5,38 8,42
Umsatz je Aktie 57,31 63,68 71,14 69,27 71,13 84,49 95,74 104,08 110,03
Buchwert je Aktie 22,07 24,56 25,35 26,24 27,52 28,30 32,12 31,64 32,02
Dividende je Aktie 0,80 1,00 1,35 1,50 1,50 1,60 2,00 2,60 3,35
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) 18,00 17,20 26,70 24,60 24,50 28,50 29,60 30,80 21,60
KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) 2,22 2,05 2,66 3,53 2,09 3,18 4,67 5,28 5,70
KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) 0,85 0,79 0,95 1,34 0,81 1,06 1,57 1,61 1,66

Sowohl der unverwässerte, als auch der verwässerte Gewinn je Aktie ist bis 2018 einigermaßen stetig angestiegen, wobei der größte Rückschlag von 2013 auf 2014 zu beobachten ist, was bereits bei der Erklärung der GuV erwähnt worden war. Interessant ist zudem der vergleichsweise große Anstieg auf das Jahr 2018 in Hinsicht auf die Dividende, was für die Anleger natürlich auf den ersten Blick für Freude sorgt.

Abgesehen davon fällt das stark gesunkene KGV auf, welches 2018 nur noch 21,60 beträgt und somit wieder eine etwas humanere Stufe erreicht. Mit dem KGV lässt sich relativ anschaulich beschreiben, wie sich ein Investment potenziell entwickeln könnte bei Adidas. Bei gleichbleibenden Bedingungen würde es demnach zum jetzigen Stand rund 21,60 Jahre dauern, ehe sich eine Investition eines Anlegers verdoppeln würde. Derartig lange Zeiten sind allerdings keine Ungewöhnlichkeit. Abgesehen davon kann allgemein davon ausgegangen werden, dass sich Konzerne wie Adidas über die Jahre vergrößern und zudem auch kontinuierlich ihre Dividenden zahlen, weshalb sich die tatsächliche Dauer stark unterscheiden kann von der Erklärung, die einem das KGV liefert. Nichtsdestotrotz dient das Ganze für einen ersten Überblick und kann mitunter für ein erstes Aussortieren potenzieller Aktien sorgen, falls der Anleger von grundaus nach Anlagen sucht, die kein viel zu hohes KGV vorweisen.

Sehr viel interessanter kann dagegen das KBV interpretiert werden, da es hierbei im Grunde um die Überbewertung der Aktie am Markt geht. Folglich wirdk hierbei der derzeitige Marktwert der AG mit den Buchwerten verglichen. Aufgrund der Tatsache, dass ein Mehrwert durch den Handel am Markt entsteht, ist es auch hier ganz normal, dass ein Unternehmen grundsätzlich über den Wert gehandelt wird, welches es eigentlich wert wäre. Allerdings sollte beachtet werden, dass ein ungewöhnlich hohes KBV darauf hindeuten könnte, dass die Aktie zu stark überpreist bzw. überbewertet ist und in der Folge einen Rückgang zu erwarten hätte, um sich erneut zu stabilisieren. Das Ganze muss natürlich nicht so eintreffen, vor allem in Hinsicht darauf, dass das KBV von Adidas über die letzten Jahre beinahe ausnahmslos gestiegen ist, allerdings könnte sich dies in Krisenzeit durchaus verdeutlichen. Bei einer Krise werden die ohnehin bereits abgerutschten Kurse gerne mit dem KBV und der daraus resultierenden Überbewertung in Verbindung gebracht.

 

Rentabilität

Bei der Rentabilität wird im Grunde das bereits an der GuV, der Bilanz und an den Kennzahlen erläuterte Bild noch einmal verdeutlicht.

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umsatzrendite 4,73% 4,60% 3,53% 5,43% 3,37% 3,75% 5,27% 5,17% 7,77%
Eigenkapitalrendite 12,28% 11,93% 9,92% 14,34% 8,71% 11,19% 15,71% 17,01% 26,69%
Gesamtkapitalrendite 5,34% 5,46% 4,51% 6,79% 3,95% 4,75% 6,70% 7,55% 10,90%

 

Mitarbeiter

Bei der Mitarbeiterstruktur sei zu betonen, dass ein Rückgang speziell in der heutigen Zeit keine Anzeichen auf eine potenziell Krise offenlegt. Aufgrund neuer Technologien oder auch Verbesserungen innerhalb der Arbeitsweisen und Strukturen wird oftmals Arbeitskraft eingespart, um den Prozess effizienter zu gestalten. Umsatz sowie Gewinn je Mitarbeiter sind demnach auch in den Jahren gestiegen, in den die Mitarbeiterzahlen reduziert worden sind.

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Personal am Jahresende 42.541 46.824 46.306 49.808 53.731 55.555 60.617 56.888 57.016
Umsatz je Mitarbeiter 281.846 284.512 321.405 285.680 270.496 304.473 318.244 372.978 384.366
Gewinn je Mitarbeiter 13.328 13.092 11.359 15.801 9.120 11.412 16.777 19.284 29.851

 

Dividende

Zwar wurde die Dividende in den vorherigen Schritten bereits kurz erwähnt, doch finden Sie im Folgenden eine Tabelle, die die Veränderungen der Dividendenrendite noch einmal besser darstellt.

Datum Dividende Veränderung zum Vorjahr Rendite Währung
10.05.19 3,350 28,85% 1,26% EUR
10.05.18 2,600 30,00% 1,43% EUR
12.05.17 2,000 25,00% 1,20% EUR
13.05.16 1,600 6,67% 1,07% EUR
08.05.15 1,500 0,00% 1,67% EUR
09.05.14 1,500 11,11% 2,60% EUR
09.05.13 1,350 35,00% 1,46% EUR
11.05.12 1,000 25,00% 1,49% EUR
13.05.11 0,800 128,57% 1,59% EUR
07.05.10 0,350 -30,00% 0,72% EUR
08.05.09 0,500 0,00% 1,32% EUR
09.05.08 0,500 19,05% 1,84% EUR
11.05.07 0,420 29,23% 0,82% EUR

Demzufolge ist in den meisten Jahren ein recht kontinuierlicher Anstieg der Dividenden zu verzeichnen, was bei der konkreten Rendite für ein recht durchschnittliches Bild sorgt – reich werden Anleger mit der Dividende allein nicht.

 

Dividendensicherheit

Neben den Veränderungen der Dividende selbst ist natürlich auch die Frage zu stellen, wie sicher es ist, dass auch zukünftig eine Dividende gezahlt werden kann, die sich etwa auf dem gleichen Renditenniveau befindet oder gar ein Wachstum vorweist, weshalb im Folgenden die konkrete Dividendensicherheit von Adidas näher beleuchtet wird.

 

1. Derzeitige GuV des Konzerns

Im 2. Quartal 2019 konnte Adidas Umsatzerlöse von 5.509 Mio. EUR erwirtschaften, was im Vergleich im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres ein Wachstum von 4,7 % zur Folge hatte. Beim gesamten Bruttoergebnis ist sogar eine Entwicklung von 7,0% zu beobachten.

Darüber hinaus zeigen die Gewinne des 2. Quartals 2019 eine Entwicklung von 33,8% verglichen mit dem dazugehörigen Vorjahresquartal, was eine beachtliche Steigerung darstellt.

Anhand dieser kurzen Betrachtung der Werte scheint also zumindest die unmittelbar in der Zukunft liegenden Dividendenrendite keiner Gefahr ausgesetzt zu sein.

 

2. Comeback von Nike?

Der Sportartikelhersteller Nike ist der direkt Konkurrent zu Adidas und war besonders in den Anfängen weitaus größer und einflussreicher als Adidas selbst. Von 2015 bis 2017 konnte Adidas die Kurse von Nike aufgrund von eigener großer Erfolge in den Keller treiben und sorgte dafür, dass zumindest kurzfristig der Gedanke aufkam, dass Adidas die neue unangefochtene Spitze in der Sportartikelbranche sein würde.

2018 legte Nike jedoch ein großes Comeback hin und schaffe es mit dem Fokus auf Frauenartikeln ein großen Teil der Marktmacht wieder für sich zu gewinnen. Auch in unmittelbarer Vergangenheit wartete Nike mit überzeugenden Zahlen auf und könnte Adidas in der Zukunft erneut das Leben schwer machen.

In Hinsicht darauf, dass ein Konkurrent auf Augenhöhe durchaus für zwischenzweitliche Probleme sorgen kann, so wie es demnach auch bei Nike der Fall gewesen ist von 2015 bis 2017, ist zu vermuten, dass Adidas in ein ähnliches Loch fallen könnten, falls das Management es nicht schafft, sich an der gewonnenen Speerspitze zu behaupten. Auch die zukünftige Dividendenrendite könnte davon beeinflusst werden.

 

3. Adidas geht mit dem Trend

Besonders die unmittelbare Vergangenheit zeigte auf, dass Adidas es immer wieder geschafft hat, den Nerv der Zeit zu treffen und erfolgreich mit den Modetrends zu gehen. 2016 bis 2018 erwischte der Konzern ein größeres Retro-Comeback, welches nicht zuletzt dafür gesorgt hat, dass in diesem Zeitraum solide Zahlen erreicht werden konnten. Darüber hinaus überzeugen die Artikel von Adidas nicht zuletzt auch mit ihrer Funktionalität sowie mit ihrem Komfort. Beispielsweise das Ultra Boost Franchise konnte bereits den Titel als „bequemster Schuh jemals“ gewinnen.

Abgesehen davon sorgt die Zusammenarbeit mit Kanye West seit dem Start die Kollaboration für erfolgreiche Verkaufszahlen. Die sogenannten Yeezys gehören seitdem mit zu den beliebtesten Schuhe überhaupt, was Adidas einen beachtlichen Image-Boost verpasst hat.

In Hinsicht darauf, dass das Management sowie die Designer des Konzerns anscheinend ihr Handwerk verstehen und bereits seit vielen Jahren Erfolge und positive Entwicklungen vorweisen konnte, steht auf der unmittelbaren Zukunft des Unternehmens und einhergehend der zukünftigen Dividendenrendite in dieser Hinsicht nicht viel im Weg.

 

Analystenmeinungen

In Hinblick auf die Meinungen der Analysten ist in den meisten Fällen ein einheitliches Bild zu beobachten. Demnach raten die Allermeisten zum Halten der Aktien und in selteneren Fällen wird zum Kauf geraten.

Analyse bereitgestellt von: Signal Datum
Goldman Sachs Group Inc. buy 07.11.2019
Baader Bank hold 07.11.2019
Deutsche Bank AG hold 07.11.2019
RBC Capital Markets buy 07.11.2019
Credit Suisse Group hold 07.11.2019
JP Morgan Chase & Co. hold 07.11.2019

 

Fazit

Schlussendlich lässt sich sagen, dass Adidas in jedem Fall ein Investment darstellt, dass vor allem mit einer gewissen Sicherheit aufwartet, die bei Weitem nicht jedes Unternehmen vorweisen kann. Zwar fällt die Dividendenrendite hierbei nicht unglaublich hoch aus, doch kann beobachtet werden, dass das Management einen großen Wert darauf legt, dass zumindest eine gewisse Konstanz beibehalten wird.

In Hinblick auf eine konkrete Investitionsempfehlung sei dabei auf die Analystenmeinungen zu zeigen, da diese im Grunde bereits ein gutes Bild davon vermitteln, wie die Entscheidung getroffen werden sollte. Demzufolge sind durchaus weitere Kurswachstumschancen vorhanden. Nichtsdestotrotz wachsen die Risiken durch das erneute Emporsteigen von Nike und dem generellen Risiko der Mode- sowie Bekleidungsbranche, welche sich seit jeher als ein brutales Geschäft erwiesen hat, bei dem all diejenigen direkt bestraft werden, die die falschen Schlüsse ziehen und nicht mit den Trends mitgehen.

Darüber hinaus ist bei Adidas derzeit noch ein historisch hoher Kurs zu beobachten, welcher sich derzeit allerdings bereits in den Zügen einer Korrektur befindet. Von daher empfehlen auch wir erst einmal abzuwarten und vielleicht die Gelegenheit zu nutzen, nachdem der Kurs erneut etwas abgerutscht ist, um nicht in die Gefahr zu laufen, sich in ein Allzeithoch einzukaufen.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net/aktien/adidas-aktie
boerse.de/aktien/Adidas-Aktie/DE000A1EWWW0boerse.de
adidas-group.com/de/investoren/finanzberichte/
wikipedia.org/wiki/Adidas
seekingalpha.com