fbpx

Iron Mountain Logo

7,7 % Dividendenrendite und 16 % jährliches Dividendenwachstum

 

Name Iron Mountain Inc.
Unternehmenssitz USA
WKN A14MS9
ISIN US46284V1017
Kurs 31,91 USD
Dividendenrendite 7,7 %
Letzte Dividende 2,45 USD
Auszahlung Quartalsweise
KGV 25,50
Eigenkapitalquote 15,90 %
Fremdkapitalquote 84,10 %
Datum 20/12/2019

 

Das Unternehmen

Iron Mountain Incorporated ist amerikanisches Unternehmen, das sich auf Dienstleistungen für das Informationsmanagement spezialisiert hat. Es wurde von Herman Knaust 1951 gegründet. Seinen Ursprung hat das Unternehmen in einer stillgelegten Eisenerzmine, die Knaust Iron Mountain (Eisenberg) nannte und ursprünglich für die Pilzzucht vorgesehen hatte. Die Zentrale des Unternehmens befindet sich in Boston, Massachusetts.

Das Portfolio umfasst das Archivieren, Sichern, Verwalten und Wiederherstellen physischer und digitaler Firmenunterlagen, Daten und Datenträger, hochvolumiges Scannen und Indexieren von Daten bis hin zum Betrieb von Cloud-Rechenzentren. Zu den Kunden von Iron Mountain zählen staatliche Einrichtungen, internationale Konzerne sowie kleine und mittelständische Unternehmen.

 

Das Unternehmen ist kein Dividenden Aristokrat. Dividenden Aristokraten sind Aktien, welche seit mind. 25 Jahren in Folge die Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

Geschäftsmodell

Iron Mountain unterhält über 1.000 Standorte in 39 Ländern weltweit, unter anderem ein ehemaliges Bergwerk bei Boyers (Pennsylvania). Dort lagern beispielsweise die Daten der Bildagentur Corbis und das Musikarchiv von BMG. Insgesamt lagern mehr als 12 Millionen Kubikmeter Papierdokumente und 65 Millionen Datenträger in den gesicherten Archivcentern des Unternehmens ein. Zudem verwaltet es etwa 10 Milliarden E-Mails und 2,5 Millionen PCs.

Das börsennotierte Unternehmen beschäftigt weltweit rund 8.500 Mitarbeiter und wird im S&P 500 gelistet. In der Fortune 1000 Liste rangiert Iron Mountain auf Platz 681. Der europäische Hauptsitz befindet sich in London, UK. Die deutsche Unternehmenszentrale von Iron Mountain ist in Hamburg. Die Technologie-Unit von Iron Mountain in Deutschland, Iron Mountain Digital, sitzt in Neu-Isenburg bei Frankfurt.

In Deutschland bietet das Unternehmen folgende Dienstleistungen an:

Physisches Informationsmanagement – Archivierung und Bereitstellung von Dokumenten und Datenträgern in 14 Archivcentern in Deutschland. Klassifizierung und Aufbewahrung der Informationen in Übereinstimmung mit branchenspezifischen Vorschriften. Eigene Fahrzeugflotte für den sicheren Transport von Unterlagen und Bändern. Sicherung von Datenträgern für den Katastrophenfall.

Intelligentes Scannen – Konvertierung geschäftskritischer und aktiv genutzter Dokumente in ein digitales Format. Hochvolumige Digitalisierung archivierter Dokumente. Digitalisierung der bei Iron Mountain gelagerten Unterlagen nach Bedarf (Scanning-on-Demand). Prozessorientiertes Scannen, Extrahieren von Daten, Validieren und Auditieren komplexer Prozesse (z. B. Rechnungseingänge, Personaldokumente). Dezentraler Zugriff auf digital archivierte Dokumente über ein Internetportal.

Digitales Informationsmanagement – Schutz digitaler Daten auf Servern, PCs, Laptops oder in E-Mails zur Minimierung der Risiken von Datenverlust. Automatisiertes Online-Backup, digitale Archivierung und Cloud-Storage-Dienste. Inhaltssensible, automatisierte Daten-Klassifizierung. E-Discovery-Lösungen zur Unterstützung bei Rechtsstreitigkeiten.

 

Unternehmenskennzahlen

 

Bewertung

Angesichts der Art und der historischen Stabilität von Iron Mountain und seines Geschäftsmodells ist es schwer zu sagen, dass das Unternehmen jemals wirklich ein “schlechtes” Quartal haben könnte. Am besten wäre es, wenn man sagen könnte, dass die vom Management vorgelegten Ergebnisse suboptimal sind. Nimmt man zum Beispiel einen Blick auf die jüngsten Finanzergebnisse des Unternehmens. Im dritten Quartal lag der FFO (Funds from Operations) mit 0,62 Dollar pro Aktie deutlich über dem Vorjahreswert von 0,58 Dollar pro Aktie. Allein für das Quartal bedeutet dies einen Anstieg gegenüber den Schätzungen von 0,03 Dollar pro Aktie. Seit Jahresbeginn ist der FFO pro Aktie mit 1,64 Dollar pro Aktie jedoch immer noch rückläufig, verglichen mit 1,68 Dollar pro Aktie im Jahr 2018. Der Umsatz hingegen betrug nur 1,06 Milliarden Dollar, 10 Millionen Dollar weniger als von Analysten erwartet.

Eine andere Möglichkeit, dieses Bild zu betrachten, ist durch die Linse der AFFO (adjusted funds from operations). Nach Angaben des Managements lag dieser Wert im letzten Quartal bei 225,3 Mio. Dollar, aber das war weniger als die 227,1 Mio. Dollar, die das Unternehmen im gleichen Quartal 2018 erzielte. Im bisherigen Jahresverlauf lag dieser Wert bei 628,3 Mio. US-Dollar, was einem Rückgang von 6,1% gegenüber dem Vorjahreswert von 668,9 Mio. US-Dollar entspricht. Aufgrund einiger Performance-Probleme, die während des Quartals zu beobachten waren, insbesondere da der Servicebetrieb aufgrund der Schwäche des Papiergeschäfts im Vergleich zum Vorjahr um 3 % zurückging, sah sich das Management gezwungen, die Prognosen etwas zu senken.

Auf Basis der vorgelegten Daten sieht es so aus, dass der Umsatz zur Jahresmitte dieses Jahres nun um etwa 22,5 Mio. $ niedriger sein wird. Dadurch wird das EBITDA um etwa 20 Mio. US-Dollar schwächer ausfallen und der Gewinn pro Aktie wird sich im Jahr 2019 mit 1,025 US-Dollar gegenüber den bisher erwarteten 1,05 US-Dollar um etwa 0,025 US-Dollar verringern. AFFO, die vielleicht wichtigste Finanzkennzahl für das Unternehmen, wird infolgedessen ebenfalls schwächer ausfallen und dieses Jahr bei etwa 860 Mio. USD gegenüber den 885 Mio. USD enden, die das Management vor dieser Veröffentlichung erwartet hatte. Positiv zu vermerken ist auch, dass das Unternehmen dank der Vergabe von Rechenzentrumsgeschäften im Wert von 8MW im dritten Quartal bereits über der für 2019 geplanten 15MW-Fläche liegt und auf dem besten Weg ist, das hohe Niveau seiner 15 bis 20MW-Auszeichnungen für das Jahr zu erreichen.

 

Chancen und Risiken

Obwohl die Anleger in vielerlei Hinsicht weniger glücklich über den Rückstand von Iron Mountain im vergangenen Jahr sind, sieht das Bild, das sich dem Unternehmen in der Zukunft bietet, sehr optimistisch aus. Der Hauptgrund dafür liegt in dem neuesten Plan des Unternehmens zur Schaffung von Shareholder Value: Project Summit. Dieser Plan besteht aus drei Kernteilen. Dazu gehört die Vereinfachung der globalen Struktur des Unternehmens durch die Zusammenführung der Bereiche Records und Information unter einem Dach, um sich besser auf Wachstumsinitiativen konzentrieren zu können. Dadurch kann das Unternehmen seine Führungsstruktur leichter rationalisieren, was zu einer Reduzierung der Führungspositionen (ab dem Rang eines Vice President) um 45% führen wird. Dies wird dazu führen, dass das Unternehmen in den nächsten zwei Jahren rund 700 Mitarbeiter entlassen wird. In diesem Zeitraum will das Unternehmen seine Rechenzentrumsfläche weiter ausbauen und gleichzeitig das Kundenerlebnis verbessern, indem es die “kundenorientierten Ressourcen” über seine Produktlinien hinweg nutzt und seinen Kunden eine stärker integrierte Erfahrung bietet.
Aufgrund dieser Maßnahmen ist das Management der Ansicht, dass die nächsten Jahre (auch ohne Berücksichtigung der Wachstumsaussichten) zu einer deutlichen Verbesserung des EBITDA des Unternehmens führen werden. Die Kosten für die Umstrukturierung in den nächsten Jahren werden sich auf 240 Millionen Dollar belaufen, einschließlich 60 Millionen Dollar, die im vierten Quartal dieses Jahres zu Beginn der Transformation anfallen werden, aber die langfristigen Aussichten sind es wert. Insgesamt ist das Management der Ansicht, dass es bis Ende 2022 einen jährlichen Nutzen von 200 Millionen Dollar erzielen sollte. Allein für das nächste Jahr werden davon 80 Mio. USD prognostiziert.

 

Dividende

Die derzeitige Dividendenrednite von Iron Mountain liegt bei 7,7%. Dabei kann das Unternehmen diese bereits seit 2010 kontinuierlich steigern. In den letzten 5 Jahren lag die durchschnittliche Dividendensteigerung sogar bei 16% im Jahr.

 

Dividendensicherheit

Für Einkommensinvestoren ist natürlich nicht nur die derzeitige Dividende wichtig, sondern auch ob diese auch zukünftig gezahlt werden kann. Betrachten wir also die Dividendensicherheit.

1. Derzeitige Umsätze

Im 3. Quartal 2019 hat Iron Mountain einen Gewinn pro Aktien von 0,37 Dollar erwirtschaftet, welches einen Anstieg zum selben Quartal im Vorjahr darstellt, in welchem der Gewinn noch bei 0,23 Dollar pro Aktie lag.

Iron Mountain zahlt derzeit eine Dividende von 0,61 Dollar pro Aktie, welches eine Ausschüttungsquote von 164% für das letzte Quartal bedeuted.

Auch über einen längeren Zeitraum betrachtet zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. In den ersten drei Quartalen von 2019 hat Iron Mountain einen Gewinn von 0,79 Dollar pro Aktie erwirtschaftet. Im gleichen Zeitraum wurden pro Aktie 1,83 Dollar an Dividende ausgeschüttet, welches einer Ausschüttungsquote von 231% entspricht. Somit werden die Dividenden nicht aus laufenden Gewinnen bezahlt. Investoren sollten diesen Punkt unbedingt im Auge behalten um nicht von einer Dividendenkürzung oder gar Streichung überrascht zu werden.

 

2. Free Cashflow

Iron Mountain hat im 3. Quartal 2019 einen Cashflow von 218 Millionen Dollar erwirtschaftet und hatte 178 Millionen Dollar an Kapitalaufwänden, welches zu einem freien Cashflow von 41 Millionen Dollar führt. Im selben Zeitraum hat das Unternehmen 176 Millionen Dollar an Dividenden ausgeschüttet. Dies führt zu einer Ausschüttungsquote von 429% vom freien Cashflow zur Dividende.

In den ersten drei Quartalen von 2019 hat Iron Mountain 648 Millionen Dollar an Cashflow erwirtschaftet und hatte Kapitalaufwände in Höhe von 585 Millionen Dollar, welches zu einem freien Cashflow von etwa 65 Millionen Dollar führt. Im selben Zeitraum hat das Unternehmen 529 Millionen Dollar an Dividenden ausgeschüttet. Dies führt zu einer Ausschüttungsquote von 814% vom freien Cashflow zur Dividende.

Somit zahlt Iron Mountain seine Dividende nicht aus freiem Cashflow. Die Dividendenzahlun gübersteigt den freien Cashflow sogar bei weitem.

 

3. Stabilität während Krisenzeiten

Um die Stabilität während Krisenzeiten zu evaluieren betrachten wir den Zeitraum zwischen der letzten Rezession von 2007-2009.

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2007: 0,76 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2008: 0,40 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2009: 1,08 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2010: -0,29 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2011: 2,02 $

– Bereinigter Gewinn pro Aktie 2012: 0,98 $

 

In der Finanzkrise musste Iron Mountain einen kräftigen Rückgang der Gewinne verbuchen, zwar konnte im darauf folgenden Jahr bereits wieder ein neues Rekordhoch erziehlt werden, allerdings waren die Gewinne auch in den Folgejahren wieder sehr schwanken. Das Unternehmen zahlt erst seit 2010 eine kontinuierliche Dividende welche sogar jedes Jahr gesteigert werden konnte. Allerdings muss man auch dazu sagen das die Dividende nicht in jedem Jahr durch Gewinne gedeckt war.

 

Fazit

Die derzeitige Dividende und die Dividendensteigerungen der letzten Jahre sind schon sehr beidruckend. Allerdings muss man auch beachten das die derzeitige Ausschüttungsquote weit über den Einnahmen liegt und es somit ungewiss ist ob das Unternehmen die Ausschüttungen weiter so vornehmen oder gar steigern kann. Eine gute Chance für das Depot also, aber auch sehr Risikobehaften.

 

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf dar. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wider.

 

Quellen:

Iron Mountain
finanzen.net

boerse.de
seekingalpha.com
gurufocus.com
wienerboerse.at
wallstreet-online.de
onvista.de
finanznachrichten.de
wikipedia.org