Geschäftsübersicht

Die Infineon Technologies AG stellt ein börsennotiertes deutsches Unternehmen für Halbleiter dar. Mit dem Sitz in Neubiberg (Deutschland) waltet unter anderem der Vorstandsvorsitzende, Reinhard Ploss, dem diese Position bereits seit 2012 inneliegt, über den Hersteller von Halbleitern. Wolfgang Eder gehört seit August 2019 als Aufsichtsratvorsitzender ebenfalls mit zum Unternehmen. Ingesamt arbeiten abgesehen davon derzeit etwas um die 41.400 Mitarbeiter bei Infineon.

Schwerpunkt setzt das Unternehmen auf die Themen Energieeffizienz, Mobilität sowie Sicherheit. Aufgeteilt wird das Ganze in unterschiedliche Geschäftsbereiche, zu denen “Automotive”, “Industrial Power Control”, “Power Management & Multimarket” sowie “Digital Security Solutions” gehören. Folglich trägt Infineon beispielsweise auch seinen Teil bei der Energiemobilität im Zuge der aufkommenden E-Autos & Co. mit.

Entstanden ist Infineon aus einer Ausgliederung des Halbleitergeschäfts von Siemens im Jahr 1999.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

Im Folgenden wird dir der Chart des Konzerns vorgestellt. Das grüne Symbol zeigt den historischen Höchststand innerhalb des betrachteten Zeitraums auf, während das rote Symbol den tiefsten Stand der Aktie verdeutlicht. Die Statistik unterhalb des Chartbilds zeigt die unterschiedlichen Handelsvolumina innerhalb dieser Zeit auf. Ein ausgeprägter Wert beim Handelsvolumina deutet demzufolge darauf hin, dass in dieser Zeit viele Aktien des Unternehmens – lapidar gesprochen – den Besitzer gewechselt haben.

 

Grundsätzlich kann also schon einmal festgehalten werden, dass Infineon im Laufe seiner Zeit von keinen allzu großen Krisen heimgesucht worden ist, nachdem die Finanzkrise von 2007 bis 2009 überstanden worden war. Allerdings: erst kürzlich fand eine vergleichsweise größere Korrektur im Chartbild des Unternehmens statt, von der sich der Aktienpreis derzeit allerdings schon wieder zu erholen scheint. Nichtsdestotrotz könnte sich eine weitere Untersuchung als durchaus interessant herausstellen in Hinsicht darauf, dass gerade erst eine Aktienpreiskorrektur stattgefunden hat und man sich nun nicht bei einem Allzeithoch einkaufen muss.

 

Finanzielle Kennzahlen

Im Zuge der weiteren Untersuchung der Geschäftslage von Infineon wird im Folgenden eine Tabelle vorgelegt, welche das Q3 von 2019 aufzeigt. Infineon bietet einem dabei einen recht  ausführlichen Einblick in die unterschiedlichen Kennzahlen, was das Ganze speziell für den Laien durchaus unübersichtlich erscheinen lässt. Im Idealfall  schaust du dir einfach mal selbst die Geschäftsberichte an, welche du unter den “Investor Relations” von Infineon (siehe Quellen) finden kannst.

Anmerkung: Das Bruttoergebnis vom Umsatz stellt den Saldo zwischen den Umsatzerlösen und den damit verbundenen Herstellungskosten dar.

Ohne zu weit in diese Tabelle einzusteigen, da es hierbei allen voran um das Aufzeigen einiger finanziellen Kennzahlen des Unternehmens geht und deren Veränderungen zur Vorjahresperiode, lässt sich dennoch grundsätzlich ein Bild ablesen, das keine wahnsinnig großen Enttäuschungen zulässt. In etwa so reagierten auch damals die Anleger – der Aktienkurs stieg weiterhin an in Form eines Aufwärtsimpulses.

 

Chancen

Abgesehen von den kurz angeschnittenen finanziellen Kennzahlen der Vergangenheit ist es allerdings gerade bei Infineon sehr viel spannender auf das Potenzial der nahen Zukunft einzugehen. So lassen sich speziell in Bezug auf den entstehenden Markt für Elektroautos folgende Aussagen treffen:

  • Infineon stellt bereits jetzt den führenden Hersteller für Halbleiter in der Automobilbranche dar. Folglich verdient das Unternehmen bereits stückweise mehr Geld an Elektroautos als an normalen Verbrennungskraftfahrzeugen.
  • Mithilfe gestärkter und langjähriger Beziehungen sollte es dem Unternehmen nicht schwer fallen, seine Position in der Automobilbranche zu halten.
  • Im Zuge der Herstellung und Nutzung von 300mm dünnen “Wafern”, welche von Infineon selbst entwickelt worden sind, wird die Effizienz der Herstellungsprozesse speziell im Vergleich zu der Konkurrenz auf ein sehr viel höheres Niveau gehoben – das wird sich auch bei der Elektromobilsparte positiv auswirken.

Folglich lässt sich also vor allem festhalten, dass besonders die nahe Zukunft eine sehr interessante Zeit darstellen könnte für Infineon. Durch einen potenziellen Hype bei den Elektroautos könnte das Unternehmen aufgrund seiner Marktposition und der vorhandenen Infrastruktur neue historische Hochs erreichen, was sich zweifellos auch auf den Aktienkurs ausweiten würde.

Trotz dessen sollte beachtet werden, dass die gesamte Elektromibilität noch in den Kinderschuhen steckt. Niemand kann zum jetzigen Zeitpunkt konkret vorraussagen, wie das Ganze von der großen Masse angenommen wird oder was für Hindernisse vielleicht sogar noch entstehen könnten. Wohl möglich werden am Ende andere Lösungen verfolgt, auf die sich infolgedessen auch Infineon einstellen muss – es bleibt schlichtweg unklar.

Im Großen und Ganzen kann trotzdem davon gesprochen werden, dass sich Infineon einer zukunftsträchtigen Zeit entgegensieht, die durchaus ihre Früchte austragen könnte.

Abgesehen von diesen genannten Punkten lässt sich zudem für die unmittelbare Zukunft festhalten, dass erst vor relativ kurzer Zeit eine größere Korrektur im Chartbild des Unternehmens stattgefunden hat, welche wohl möglich auch noch nicht beendet sein muss. Nichtsdestotrotz zeugen Korrekturen dieser Art in jedem Fall dafür, dass es sich um einen gesunden Aufwärtsimpuls handelt. Durch Korrekturen dieser Art werden Einstiegszeitpunkte für interessierte Anleger geschaffen, welche sich nicht in überkaufte Allzeithochs einkaufen möchten. In Hinblick darauf, dass die Korrektur bereits wieder zu großen Stücken bewältigt worden scheint, sollten jetzt allerdings keine Kaufentscheidungen überstürzt werden. Sehr kurzfristig betrachtet, ist die Aktie bereits wieder in einem überkauften Status. Wartet man diesen vielleicht noch ab und vertreibt sich die Zeit damit, den einen oder anderen Geschäftsbericht oder auch informierenden Artikel zu Infineon durchzulesen, stehen die Chancen für einen kurzfristigen Erfolg vermutlich etwas höher. Diejenigen, die sich ohnehin nur mittel- bis langfristig für das Geschäft von Infineon interessieren, können da etwas beherzter an die Sache herantreten und vermutlich schon eher zuschlagen

Zur Dividende lässt sich im Übrigen nicht wirklich viel berichten. Die Dividendenrendite dümpelt seit 2011 etwas um die 1,30 bis 1,50% umher und befindet sich damit auf einem durchschnittlichen Niveau. Vor 2011 wurde noch keine Dividende (Ausnahme 2001) ausgezahlt. Ein großes passives Einkommen sollte sich allein mithilfe der Dividendenrendite bei Infineon also eher nicht bewerkstelligen können – hier ist die eine oder andere Investitonsentscheidung von dir gefragt oder das Verzichten von regelmäßigen Einkünften, um lediglich langfristig beim wachsenden Aktienpreis zu partizipieren.

 

Risiken

Auch wenn die genannten Punkte Infineon in ein recht positives Bild rücken, existieren ohne Fragen ebenso Risiken, welche nicht außer Acht gelassen werden sollten:

  • Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in China ließ erst vor Kurzem etwas nach. Speziell der Markt in China ist entscheidend für die Zukunft dieser Branche – Stagnation des Interesses aus der größten asiatischen Region könnte dem Ganzen große Steine in die Wege werfen und somit auch den Chancen von Infineon.
  • In Hinblick darauf, dass sich die Weltwirtschaft der nahen Zukunft eher etwas eintrüben wird, wird dies beispielsweise auch Reaktionen auf die Nachfrage von Elektrofahrzeugen und Halbleitern zur Folge haben – kein gutes Zeichen für Infineon.

Im Endeffekt lassen sich überall gewisse Risiken sowie Chancen ermitteln – nur das Eine existiert in den wenigsten Fällen. Als Anleger solltest du dich also immer mal wieder mit den neuesten Nachrichten und Veröffentlichungen bezüglich dieser Thematiken beschäftigen. Allerdings sollte auch immer beachtet werden, dass beispielsweise ein Nachlass beim Wachstum der Weltwirschaft bei keinem Unternehmen richtig Halt machen wird – ob man da nun bei Infineon oder einem anderen größeren Unternehmen investiert wäre, würde für diesen Fall also keinen signifikanten Unterschied bedeuten. Trotzdem: die großen Pessimisten unter uns decken sich im besten Fall mit ganz anderen Titeln ein, die sich aufgrund ihrer Branche als etwas krisenfester herausgestellt haben. Diejenigen, die ihre Chance dagegen nutzen wollen, können sich auch trotz der Risiken weiter an Infineon und andere Alternativen mit ähnlichen Aussichten wenden. Im Erfolgsfall werden sich Letztere der beiden Anlegergruppen vermutlich am meisten freuen.

 

Fazit

Auch wenn in diesem Beitrag keine großen Worte zur Dividende verloren worden sind, stellt sich Infineon trotz dessen als durchaus interessant für den einen oder anderen Anleger heraus, der der Zukunft positiv entgegensieht. Diejenigen, die sich eher vor eventuellen Zukunftsrisiken und Ungewissheiten absichern möchten, greifen bei Infineon vermutlich eher nicht zu.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net
boerse.de
seekingalpha.com
infineon.com/cms/de/about-infineon/investor/
wikipedia.org