Du suchst nach einer neuen Wohnung oder einem Haus und bist dir nicht sicher, ob du diese lieber mieten oder kaufen solltest? In diesem Beitrag möchte ich die Vor- und Nachteile durchgehen.

In dieser Folge von Tubereview gehe ich wieder auf zwei Videos von Finanzfluss ein.

Es sei noch erwähnt, dass hier nur der Kauf einer selbstgenutzten Immobilie in Betracht gezogen wird. Es geht also nicht um den Immobilienkauf als Vermieter.

Das Thema ist sehr komplex und man kann nicht einfache pauschale Aussagen treffen. Viel mehr sollte jeder individuell auf seine Bedürfnisse achten.

Ein gutes Video hierzu gibt es von Finanzfluss.

 

Kaufen oder Mieten: Was lohnt sich eher?

In diesem Video geht Finanzfluss auf 7 Argumente ein, die oft in der Öffentlichkeit benutzt werden.

Die 7  Argumente sind:

  1. Mieten ist Geldverschwendung
  2. Preise können nur steigen
  3. Guter Zeitpunkt aufgrund niedriger Zinsen
  4. Selektionsbias
  5. Interessenskonflikte
  6. Inflationsschutz
  7. Statussymbol

Schau dir am besten das Video an.

 

Mein Fazit zu den 7 Argumenten

Im Allgemeinen unterstütze ich die 7 Argumente von Finanzfluss.

Im Folgenden möchte ich nochmal auf den im Video erwähnten Zwangs-Spareffekt eingehen, der meiner Meinung nach deutlich unterschätzt wird.

Ich bekomme in meinem persönlichen Umfeld immer wieder mit, wie wenig Menschen überhaupt Geld investieren. Die meisten Menschen die zur Miete wohnen, investieren deshalb nicht in ETFs oder andere Anlageprodukte. Viel eher „investieren“ sie ihr Geld in teure Autos und teure Mietwohnungen, Reisen etc.

Das Erschreckende ist, dass diese Menschen zum großen Teil über einen hohen Bildungsstand in wirtschaftsnahen Fächern verfügen (Bachelor-, Master- oder Doktorabschluss).

Aber warum gehen die meisten Menschen so mit ihrem Geld um?

Weil sie nie gelernt haben, wie man mit Geld umgehen sollte und sie von unserer Konsumgesellschaft getrieben werden. Viele denken, dass sie mit all dem Plunder glücklicher werden.

Ich denke, dass man dieses Thema mit wirtschaftspsychologischen Studien verstehen kann.

Darüber werde ich mich aber in einem zukünftigen Blogbeitrag beschäftigen.

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Gerade für solche konsumfreudigen Menschen kann es sich sehr lohnen, eine Immobilie zu kaufen. Da diese Menschen nämlich sowieso nicht in andere Anlageprodukte investieren werden und ihr Geld sonst zum Fenster rausschmeißen, besitzen sie in 30-40 Jahren zumindest eine abgezahlte Wohnung oder ein abgezahltes Haus.

Das ist eine Art Altersvorsorge, klar muss man immernoch Instandhaltungskosten für die Immobilie zurücklegen aber dennoch wird sich für diese Menschen der Kauf lohnen. Mit 60 könnten sie die Wohnung / das Haus zum Beispiel auch vermieten und hätten dadurch ein zusätzliches passives Einkommen.

Natürlich ist das Risiko dabei nicht gestreut, aber wie gesagt: Die meisten Menschen investieren gar nicht! Also an all die konsumfreudigen Leser – Ihr solltet euch definitiv eine Immobilie kaufen! Achtet dabei am besten aber auch darauf, dass diese in der Zukunft gut vermietbar sein wird. Auch solltet ihr euch auch nur eine Immobilie kaufen, die ihr euch leisten könnt.

Setzt den Kaufpreis nicht an das obere Limit eurer Kaufkraft an, sondern versucht wie bei unterbewerteten Aktien, eine Sicherheitsmarge zu kalkulieren.

Eine Sache die man beim Kauf einer Immobilie immer beachten sollte, sind die Instandhaltungskosten. Diese muss man theoretisch monatlich kalkulieren und zu den Kreditzinsen und Nebenkosten hinzuaddieren, um einen Vergleichswert zur Warmmiete zu bekommen.

 

Wie hoch sind die Instandhaltungskosten einer Immobilie?

Dazu gibt es ein gutes separates Interview von Finanzfluss  mit Gerd Kommer.

Gerd Kommer geht in diesem Video zunächst einmal darauf ein, dass die Rendite einer Wohnung bei weitem nicht so hoch sind, wie Banken und Finanzierungsvermittler gerne immer tönen.

Ab Minute 4 geht es um die Instandhaltung einer Immobilie.

Eine gute Kalkulationsgrundlage für die Instandhaltungskosten findest du außerdem hier.

 

Fazit

Ob sich das Kaufen oder Mieten für dich eher lohnt, hängt stark davon ab wie du als Mensch tickst und was du in den nächsten 10-20 Jahren tun möchtest.

Für konsumfreudige Menschen, kann es unter Umständen eine gute Entscheidung sein, ein Eigenheim zu kaufen.

Auch für Familien kann es durchaus Sinn machen, da man höchstwahrscheinlich sesshafter als Singles agiert und damit auch langfristig an einem Standort bleibt.

Falls es dir jedoch auf das Investment an sich ankommt und du Geld mit Immobilien verdienen möchtest, ist es höchstwahrscheinlich sinnvoller, Immobilien zu vermieten und zusätzlich auch Geld in Aktien oder ETFs zu investieren.

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