Es hagelt schlechte Nachrichten. IBM steht aktuell im Fokus vieler Investoren und immer mehr werfen die Flinte ins Korn. In den letzten fünf Jahren ist die Aktie im Kurs um ca. 20% gefallen. Durch Dividendenausschüttungen kommt man am Ende quasi auf ein Nullsummenspiel. Der Bullenmarkt beförderte in der gleichen Zeit jedoch andere Technologie Werte ins Jenseits (nach oben).

Lies hier: Warum ich mir weitere IBM Aktien gekauft habe

Selbst der S&P 500 stieg in der gleichen Zeit um ca. 75%. Auch Warren Buffett hat sich mit Berkshire Hathaway von seiner großen Position in IBM getrennt. Er ist nicht mehr investiert.

Auch auf anderen Investor-Plattformen liest man immer mehr „Bad News“ bezüglich IBM. Viele Investoren steigen aus. Das Wachstum sei nicht mehr möglich. Die Konkurrenz sei zu stark. Und es gibt durchaus Grund dafür pessimistisch zu sein.

Nach 22 Quartalen mit einem Umsatzrückgang kam IBM endlich auf einen grünen Zweig. Die ersten zwei Quartale im Jahr 2018 waren von einer Umsatzsteigerung gekennzeichnet.

Dabei ist das Unternehmen seit 5 Jahren im Wandel. Und dieser Wandel ist noch bis auf das Jahr 2023 ausgerichtet. Wir befinden uns also mittendrin. Meiner Meinung nach sind die Zahlen auch gar nicht schlecht. Der Gewinn fiel sogar etwas besser aus als erwartet. Der starke US-Dollar sorgte für einen Umsatzrückgang.

IBM: Die Transformation ist in vollem Gange!

Was ist das Ziel der Transformation? Das Wachstum im Cloudsegment und in anderen neuen digitalen Märkten stehen im Mittelpunkt. IBM nennt diese Sparte „Strategic Imperatives“. In den letzten vier Jahren hat sich genau dieser Bereich sehr gut entwickelt. Im Schnitt wuchs der Umsatz in diesem Bereich mit 14,5% in den letzten vier Jahren. So lagen die Strategic Imperatives Umsätze im Jahr 2014 noch bei ungefähr 25 Milliarden US Dollar, werden sie 2018 schon fast 40 Milliarden US Dollar betragen. Eine andere wichtige Kennzahl offenbart die wirkliche Stärke von IBM.

Im Jahr 2014 machte dieser Bereich ungefähr 27% des Umsatzes von IBM aus. Im Jahr 2018 soll der Anteil jedoch schon bei 48% liegen.

Wenn wir von einem schwächeren Wachstum ausgehen, der statt 14,5% im Jahr nur 10% beträgt (also knapp ein Drittel weniger(!)), dann würde der Strategic Imperatives Bereich bei ungefähr 80% Umsatzanteil im Jahr 2023 liegen. Der Wandel wäre bei einer konservativen Rechnung also schon erfolgreich. Wenn wir sogar noch etwas realistischer rechnen, könnte diese Prognose bei weitem übertroffen werden.

Zudem scheint die Dividende auch gesichert, das Dividende / Free Cashflow Verhältnis ist gut und IBM wird bald ein sehr wahrscheinlich in die Liste der Dividenden Aristokraten aufgenommen werden.

IBM: Die Kritiker sehen schwarz

Die Kritiker bemängeln die Wachstumsaussichten IBMs. Im Cloud-Bereich sei mit zu viel Wettbewerb zu rechnen. Die Aktien sind im Verhältnis des Wachstumspotenzials nicht billig. Klar – das stimmt auch. Wenn man das Wachstumspotenzial nicht sieht. Wie ich oben gezeigt habe ist es durchaus realistisch, dass IBM in fünf Jahren sehr viel besser dasteht als heute. Selbst wenn die anderen Bereiche weiter schrumpfen. Das Segment Strategic Imperatives wird einfach viel mehr Bedeutung einnehmen.

Dennoch hat IBM doch gerade in den letzten fünf Jahren bewiesen, dass das Wachstum da ist. Und bald wird es spürbarer, da der Umsatzanteil des Bereichs Strategic Imperatives bald nahezu den gesamten Umsatz des Unternehmens ausmachen wird.

Fazit: IBM braucht mehr Zeit

Und diese sollten wir diesem wundervollen Unternehmen geben. Zumal die Zahlen für den Wachstumsbereich nicht schlecht sind. Im Gegenteil. Ob die Aktie jetzt in den Jahren durch die Decke gehen wird weiß ich nicht. Aber Warren Buffett sage mal, dass man gierig sein soll, wenn andere geizig sind. Außerdem ist die wichtigste Regel beim Investieren seiner Meinung nach, kein Geld zu verlieren. Und das tut man bei dieser Aktie nicht. In dem von mir errechneten Worst Case, werde ich in den nächsten zehn Jahren eventuell nur 2-3% Rendite im Jahr machen. Also nur die Inflation ausgleichen. Das ist ein sehr schöner Worst Case. Im Average Case zieht es deutlich besser aus. Da rechne ich damit, dass sich die jährliche Rendite dem Umsatzwachstum im Strategic Imperatives Bereich nähern wird. Also sind gute 10%, vielleicht sogar eher 13-14% jährliche Rendite möglich. Für mich Grund genug einzusteigen. Ich kaufe Aktien, um sie für immer zu halten. Bei IBM kann ich mir das sehr gut vorstellen, weshalb ich investiert bin.

Den Ausstieg Buffetts aus IBM sehe ich übrigens auch nicht so negativ. Er betonte immer, dass er nicht sehr viel Ahnung von Technologie-Unternehmen hat. Die Investition in Apple (sein einziges Technologie-Unternehmen in dem Berkshire Depot) wurde auch nicht von ihm, sondern einem Kollegen von ihm getätigt. Natürlich lief die Aktie in den letzten 5 Jahren nur seitwärts. Aber genau das ist unsere Chance, wir können jetzt früh einsteigen und in fünf bis zehn Jahren enorm davon profitieren.

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