Geschäftsübersicht

Bei der Deutschen Post AG handelt es sich allen voran um einen Post- sowie Logistik-Konzern, welcher weltweit zu den führenden seiner Branche gehört. Im konkreten Alltagsgeschäft stellt das Unternehmen Strukturen und Informationen bereit, welche Post- sowie Warenströme und damit verbundene Finanzaktivitäten mit sich tragen.

Zum Konzern gehören die Marken Deutsche Post sowie DHL. Mithilfe dieser beiden sorgt das Unternehmen dafür, dass es sich mit einem breiten Spektrum innerhalb der Logistiks- sowie Kommunikationsbranche aufstellen kann. Mit zu den Haupttätigkeiten der Deutschen Post sowie von DHL gehören das Paket-, Express- und das Briefgeschäft. Abgesehen von diesen Geschäftsfeldern, die den meisten ein Begriff sein sollten, bietet der Konzern beispielsweise auch verschiedene Lösungen im Dialogmarketing und ähnliche Bereiche an. Selbst industrielle Versorgungsketten gehören mit zum Augenmerk der Deutschen Post AG. Alles in allem kümmert sich das Unternehmen um alle möglichen Logistik- und Kommunikationsbedürfnisse ihrer Kunden.

Erst Ende 2016 übernahm der Konzern im Übrigen den britischen Post- und Logistikdienstleister UK Mail.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

Im Folgenden kannst du den Aktien-Chart der Deutschen Post AG von 2000 bis 2019 einsehen. Zu sehen ist ein grundsätzlicher Aufwärtstrend, welcher allerdings besonders während der Finanzkrise von 2007 bis 2009 einen klaren Einbruch gefunden hatte. Seitdem sind allerdings recht überzeugende Aktienpreisveränderungen erzielt worden. Etwa in der Mitte von 2019 wurde zudem allem Anschein nach eine Korrektur beendet, welche sogar bis zum Hoch vor der Finanzrkise (Ende 2007) gereicht hatte und dort ihren ausreichenden Widerstand fand. Rein charttechnisch befindet sich der Kurs somit in einer durchaus interessanten Position, in der eine Anlage potenziell satte Renditen erzielen könnte.

 

Finanzielle Kennzahlen

Damit nun auch abseits vom Chartbild eine grundlegende Analyse der Unternehmenslage angestellt werden kann, ist es wichtig, sich einige finanzielle Kennzahlen näher anzuschauen. In Hinsicht darauf, dass wir es gerade 2019 mit einer größeren Korrektur im Chartbild zu tun hatten, beleuchten wir im Folgenden das Geschäftsjahr 2019 bis jetzt etwas näher.

Die gelb unterlegten Werte sind jeweils die aktuellen Zahlen von 2019, welche mit der jeweils davor liegenden Spalte verglichen werden, also mit dne Zahlen von 2018. 9M 2018 stellt das gesamte Ergebnis der ersten neun Monate des Jahres heraus. Q3 2018 bzw. Q3 2019 stellt dagegen nur das dritte Quartal und die damit verbundenen Ergebnisse vor. Unter der Tabelle siehst du noch kurze Erläuterungen zu einigen Begriffen innerhalb der Tabelle.

Zunächst einmal schauen wir auf das eigenständige dritte Quartal von 2019. Hier ist recht anschaulich zu sehen, dass im Vergleich zu 2018 klare Verbesserungen in allen genannten Bereichen erzielt werden konnte. Der Erlös stieg um 4,7%, während beispielsweise das EBIT sogar einen Anstieg von über 100% zu verbuchen hat. Auch beim Rest sind ähnlich starke Verbesserungen zu beobachten, was speziell im Vergleich auf ein sehr starkes drittes Quartal hindeutet – die Entwicklungen sind durchaus beeindruckend. Interessant für uns ist vor allem der Free cash flow, welcher unter anderem dafür genutzt wird, die Dividende an die Anleger auszuzahlen. Aufgrund dieser Wichtigkeit wird der Free cash flow allerdings weiter unten im Beitrag noch einmal separat betrachtet.

Mit dem Blick gen 9M 2019 im Vergleich zu 9M 2018 sehen wird dagegen wesentlich schlechtere Ergebnisse. Natürlich sind diese auch nicht schlecht, das dritte Quartal von 2019 fiel schlichtweg sehr gut aus. Tatsächlich sehen wir sogar beim Free cash flow einen Rückgang von 19,4%. In Hinsicht darauf, dass die Dividendenrendite von 2019 allerdings historisch betrachtet nicht allzu schlecht ausfiel (3,33%) sollten an dieser Stelle keine Sorgen aufkommen. Demzufolge wird der cash flow auch beispielsweise für Rückzahlungen von Fremdkapital genutzt. Weiß das Management also, dass beispielsweise gegen Ende des Jahres für gewöhnlich noch mehr Free cash flow generiert wird, können solche Veränderungen durchaus schon einmal vorkommen, besonders in Hinsicht darauf, dass die Dividende dabei schon berücksichtigt worden ist.

Alles in allem lässt sich also erkennen, dass die Deutsche Post AG mit durchaus überzeugenden Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr aufwarten kann – die Aussicht scheint im Grunde vielversprechend.

 

Bewertung

Wie bereits im Punkt zuvor angeschnitten, ist es für den potenziellen Anleger durchaus wichtig, den Free cash flow des jeweiligen Unternehmens etwas näher zu betrachten. Folglich wird mithilfe dessen beispielsweise die Dividende ausgezahlt. Mithilfe der folgenden beiden Darstellungen soll somit eine kurze Bewertung des Konzerns stattfinden und schon einmal offenlegen, mit was für einem Potenzial wir es hier zu tun haben.

Zunächst einmal seien kurz die vom Konzern selbst aufgestellten “Investment highlights” erwähnt. Demnzufolge stellt sich beispielsweise tatsächlich heraus, dass beispielsweise im Sinne des cash flows zumindest für den Anleger fast nie negative Entscheidungen getroffen worden sind. Die Renditen für die Anleger gestalteten sich abseits von der eigentlich Aktienpreisentwicklung als durchaus üppig und können besonders im internationalen Vergleich als sehr hoch bezeichnet werden. Auch im Bereich der earnings konnten wir gerade eben schon sehen, dass auch 2019 wieder ein deutliches Wachstum zu verzeichnen war.

 

In Hinsicht darauf, dass sich der free cash flow als derartig wichtig herausstellt, bieten wir dir an dieser Stelle die Kalkulation des free cash flows, welche du auch innerhalb der Investor Relations der Deutschen Post AG einsehen kann (siehe Quellen). Im Endergebnis sind hier die gleichen Werte wie in der vorherigen Tabelle einzusehen – logisch in Hinblick darauf, dass auch hier 2019 mit 2018 verglichen wird. Allen voran soll dir die Tabelle ermöglichen, Stück weit nachzuvollziehen, wie die Ergebnisse des Free cash flows zustande gekommen sind.

Letztendlich lässt sich somit im Sinne einer Bewertung festhalten, dass die Deutsche Post AG ein gesundes Wachstum aufweist, breit aufgestellt ist und abgesehen davon auch noch ein Hauptaugenmerk auf die Rendite der Anleger legt. Das sind alles schon einmal Faktoren, mit denen man es gerne zu tun hat.

 

Chancen

In Hinblick darauf, dass in den oberen Punkten bereits die positiven Signale der Unternehmenstätigkeit nahegelegt worden sind, welche unweigerlich dazu führen können, dass sich klare Kaufchancen aufstellen, soll an dieser Stelle nur noch einmal kurz auf das Chartbild des Unternehmens eingegangen werden.

Folglich wurde erst 2019 eine Korrektur augenscheinlich beendet. Im Worst-Case haben wir es wohl möglich mit einer langjährigen Korrektur zu tun, welche die Kurse bald wieder nach unten drücken könnte, doch müssten dafür schon viele Faktoren zusammenkommen, damit die Anleger derartig verunsichert werden könnten – zu verachten sei das Risiko dennoch nicht.

Für den Normalfall sei jedoch anzunehmen, dass die Korrektur bereits beendet worden ist. Somit stellt sich heraus, dass mithilfe dieser einer vollständigen Überbewertung des Unternehmens entgegen gewirkt worden ist – das ist gut! Zwar wäre man am besten direkt am Anfang des neuen Aufwärtsimpulses mit an Bord gewesen, doch stellt sich die jetzige Situation noch immer als wesentlich besserer Investitionszeitpunkt heraus, als es beispielsweise 2017 den Fall eingenommen hat, wo man lediglich mit auf die Welle aufspringen konnte, während dieser schon wieder am ausufern war.

Abgesehen von dieser Chance im Chartbild bietet die Deutsche Post AG eine ganz klar üppige Dividendenrendite, welche sich gerne um die 3% herumdreht. 2008 wurde im Übrigen das Hoch von 7,56% erreicht in Hinblick auf die Dividendenrendite – also während der Finanzkrise, um die schlechten Kurse zu kompensieren. Schlussendlich sorgen die Dividenden des Konzerns jedoch allemal dafür, dass man sich ein passives Einkommen zumindest zum Teil damit aufbauen könnte.

 

Risiko

Wie bei der Chance bereits angesprochen, kann es schon dazukommen, dass wir uns in einer mehrjährigen Korrektur gefangen finden, falls genügend negative Signale zusammenkommen. Das stellt zwar nicht den Normalfall dar, doch könnten beispielsweise weitere politische Unruhen aus China oder auch den USA oder gar in Kombination beider (Handelskrieg) durchaus dazu führen, dass die Anleger generell lieber Vorsicht walten lassen und ihre Anteile verkaufen. In Hinblick darauf, dass 2020 der Brexit zumindest auf dem Papier vollstreckt werden sollte, könnte auch diese für Unruhen sorgen.

 

Fazit

Letztendlich stellt sich dieser Beitrag sehr positiv zur Zukunft des Unternehmens gegenüber. Die Wachstumszahlen sind überzeugend – und das auch schon länger. Die Dividendenrenditen fallen großzügig aus und auch charttechnisch ist die derzeitige Situation geeigneter zum Einstieg als in so manch anderem Jahr des Unternehmens. Folglich sollte das Wertpapier zumindest in die eigene Watchlist mit aufgenommen werden, um den Blick davon nicht abschweifen zu lassen.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net/aktien/deutsche_post-aktie
boerse.de/aktien/Deutsche-Post-Aktie/DE0005552004
dpdhl.com/en/investors/shares/share-performance.html