Geschäftsübersicht

Die Fresenius SE ist als international tätiger Gesundsheitskonzern einzustufen. Der Konzern bietet demnach vor allem Krankenhäusern verschiedene Dienstleistungen sowie Produkte an. Mithilfe der Angebotspalette des Unternehmens kann unter anderem ebenfalls die ambulante medizinische Versorgung tatkräftig verbessert werden. Letztendlich konzentriert sich der Fresenius-Konzern somit auf unterschiedliche Gesundheitseinrichtungen. Zum Konzern gehören vier Unternehmen, welche allesamt eigenverantwortlich wirtschaften und Entscheidungen treffen – und selbst auch weltweit agieren. Dazu gehören Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios sowie Fresenius Vamed. Das erstgenannte Unternehmen dürfte wohl der bekannteste Kandidat sein in Hinsicht darauf, dass Fresenius Medical Care selbst ebenfalls im DAX anzutreffen ist. Die einzelnen Unternehmen des Konzerns fokussieren wiederum unterschiedliche Geschäftsfelder und decken in Kombination verschiedenste Dienstleistungen sowie Produkte innerhalb der Gesundheitsbranche ab.

Das Unternehmen ist ein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.

Im Folgenden wird dir der Chart des Konzerns vorgestellt. Das vorhandene Kontinuum ist oben links im Bild einzusehen. Das grüne Symbol zeigt den historischen Höchststand innerhalb des betrachteten Zeitraums auf, während das rote Symbol den tiefsten Stand der Aktie verdeutlicht. Die Statistik unterhalb des Chartbilds zeigt die unterschiedlichen Handelsvolumina innerhalb dieser Zeit auf. Ein ausgeprägter Wert beim Handelsvolumina zeigt demzufolge auf, dass in dieser Zeit viele Aktien des Unternehmens – lapidar gesprochen – den Besitzer gewechselt haben.

 

Finanzielle Kennzahlen

Für die weitere Betrachtung des Konzerns sollten einige grundlegende finanzielle Kennzahlen näher in den Fokus gerückt werden. Zweifellos existieren viele verschiedene Werte, die allesamt ihre Daseinsberichtigung besitzen. Speziell für diejenigen, die allerdings nicht unbedingt die Zeit dafür haben, sich durch ellenlange PDF-Dateien zu blättern, genügen in den meisten Fällen die grundsätzlichsten Zahlen, um einen gewissen Überblick über das geschäftliche Treiben zu erhaschen.

Auf der Homepage von Fresenius wird es den Investoren sogar besonders einfach gemacht, denn dort werden nicht nur die Geschäftsberichte in Form von besagten PDF-Dateien zur Verfügung gestellt, sondern ebenfalls die Möglichkeit eröffnet, sich mithilfe von recht übersichtlichen Graphiken besser zu informieren. So würde ich es dir wirklich an dieser Stelle einmal nahelegen, die unten aufgestellte Quelle für die Investor Relations von Fresenius aufzusuchen, falls du dich für das Unternehmen interessieren solltest. Nach eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es einem selten so einfach gemacht wird, die wichtigsten finanziellen Kennzahlen in Erfahrung zu bringen.

In dem folgenden Bild wird ein kurzer Ausschnitt dessen gezeigt, was einem auf dem Portal von Fresenius erwartet. Deutlich wird schnell, dass man recht gezielt das finden sollte, was man sucht.

 

Mit dem Blick auf die Finanzkennzahlen wird diese jährliche Grafik offengelegt, welche beispielsweise mit die grundlegendsten Kennzahlen nahebringt. Der grobe Verlaufstrend lässt sich somit ganz gut einsehen. Für den Blick auf die konkreten Werte und deren Veränderungen ist allerdings das Sichten der PDF-Dateien vonnöten.

 

Ebenfalls der Cashlow und einige dazugehörige Werte können mithilfe einer Grafik verstanden werden. Speziell der Cashflow ist für den typischen Investor mitunter sehr interessant. Schließlich dient dieser unter anderem dazu, die Dividende auszuzahlen, auf welche speziell die Anleger warten, die mithilfe von Aktien ein passives Einkommen generieren möchte, ohne selbst zu viel zu traden.

Beim “Mittelabfluss für Akquisitionen” ist im Übrigen beispielsweise die Übernahme eines Unternehmens bzw. eines Unternehmenszweigs gemeint oder auch die Gewinnung von Kunden und den damit verbundenen Mittelaufwand. Speziell 2017 fand bei Fresenius in dieser Hinsicht ein größerer Umbruch statt, als gleich mehrere Unternehmen des Konzerns mit der Akquisitionen externer Unternehmen vorangeschritten sind. Dadurch ist der vergleichsweise große Ausbruch zu erklären, von dem 2018 jedoch schon wieder nichts zu sehen gewesen war. Infolgedessen kann hierbei also von einem Wachstum des Unternehmens gesprochen werden, was natürlich grundsätzlich positive Signale von sich gibt.

 

Abgesehen von den beiden vorgestellten Grafiken ist es beim Portal von Fresenius ebenfalls möglich, verschiedene manuell ausgewählte Kennzahlen zusammenzuwerfen und deren Veränderungen miteinander zu vergleichen. Genau das habe ich im Folgenden einmal getan. Im Endeffekt hat man also als Investor ganz gute Möglichkeiten, sich schnell das Bild zu machen, was man gerne vor Augen haben möchte. Im Übrigen soll an dieser Stelle zudem kurz betont werden, dass die Eigenkapitalquote des Konzerns bereits seit mehreren Jahren immer in etwa an der 40 %-Marke stand und somit einen recht gesunden Wert vorweist für ein Unternehmen dieser Größenordnung.

 

Chancen & Risiken

Wie bereits bei der Ansicht des Cashflows erwähnt wurde, fand speziell 2017 eine größere Akquisition beim Konzern statt. Folglich haben gleich mehrere Unternehmen von Fresenius externe Geschäftsspalten bzw. Unternehmen übernommen, um auf diese Weise in möglichst kompakter Form für ein Wachstum zu sorgen. Grundsätzlich stellt sich eine derartige Übernahme bereits etablierter Strukturen als wesentlich effizienter heraus, als selbst für die nötigen Voraussetzungen zu sorgen. Mitarbeiter und Geschäftsstrukturen müssen demnach lediglich nur vergleichsweise leicht an die Gepflogenheiten und Ansprüche des eigenen Unternehmens angepasst werden. Schlussendlich wurde mit diesem Fortschritt ein größerer Wachstumsprozess in die Wege geleitet, welcher sich vermutlich auch erst im Laufe der nächsten Jahre richtig auszahlen wird. Tatsache ist jedoch in jedem Fall, dass die Fresenius SE ein gesundes Wachstum vorzuweisen hat. Auch der operative Cashflow an sich konnte über die letzten Jahre hinweg konstant gesteigert werden, was mehr Platz für weitere Entwicklungsprozesse zulässt, oder gar mehr Platz schafft für die Dividende der Anleger.

Speziell aus charttechnischer Sicht sah die nahe Vergangenheit des Konzerns jedoch wesentlich weniger rosig aus, als es die vorangegangene Interpretation des Cashflows zugelassen hat. Demnach fand sich der Aktienkurs in etwa seit Mitte 2017 in einem Abwärstrend wieder, welcher im besten Fall mit Anfang 2019 sein Ende fand. Sollte der Konzern in der Folgezeit somit nicht mit überzeugenden Zahlen trumpfen können, so könnte sich der Abwärtstrend der Aktie fortsetzen, denn Luft nach Unten wäre noch immer vorhanden. Grund für den enormen Abschwung liegt unter anderem an den schwächelnden Zahlen des Konzerns von 2017 und 2018, wie es auch bei der ersten Grafik unter den finanziellen Kennzahlen deutlich geworden ist. So sind beispielsweise bei der EBIT-Marge stagnierende Werte festzustellen gewesen, was ganz klar Enttäuschung bei den Anlegern hervorgerufen hat. Natürlich ist die EBIT-Marge nicht der einzige Übeltäter, doch sollte damit das grundsätzliche Problem von 2017 und 2018 einigermaßen klar werden. Die schlechten Ergebnisse wurden daraufhin von den Anlegern eingepreist.

Ebenfalls anhand der Dividendenrenditen konnte man stückweise die Enttäuschungen bei den Anlegern erkennen bzw. die Reaktion des Managements auf diese. Folglich bot der Konzern eine vergleichsweise höhere Rendite bei der Dividende mit 1,78% in 2018 und 1,61% in 2019. Die Dividendenrendite von 2017 fällt noch nicht so hoch aus mit 0,96%, da sich der Abwärtstrend erst einige Monate nach der Auszahlung in Bewegung gesetzt hatte und das Management somit noch für keine Kompensation der schwachen Aktienkurse sorgen “musste”. Grundsätzlich sollte in gesunden Zeit mit einer Dividendenrendite von etwa 1,00% gerechnet werden. Beim Fresenius-Konzern müsste der jeweilige Anleger also im Idealfall ab und zu auch einmal selbst einige Tradingentscheidungen treffen, um auf diese Weise die besten Ergebnisse zu erzielen. Um einfach nur seine Investition liegen zu lassen und auf die Dividende zu warten, eignen sich andere Unternehmen wohl möglich besser – das ist schlussendlich jedoch auch vom Investor und dessen Vorstellungen abhängig.

Inwieweit sich der Konzern nun also wieder richtig aufrappeln kann und erneut für positive Gefühle sorgt, bleibt abzuwarten. Im Idealfall schaut sich der kundige Interessierte den kommenden Geschäftsbericht für 2019 an, um sich näher über diese Problematik zu erkundigen. Tatsache ist zumindest, dass der Aktienkurs von 2019 eine positive Veränderungen hinlegen konnte. Von Anfang bis Ende von 2019 konnten in etwa 24 % an Aktienwert hinzugewonnen werden – also ein kräfiger Anstieg. In Hinblick darauf, dass der Aktienmarkt in vielen Fällen Veränderungen bereits einpreist, ehe diese in ihrer Fülle an die breite Öffentlichkeit geraten, stehen die Zeichen also gar nicht mal so schlecht für den Geschäftsbericht des vorherigen Jahres. Die Optimisten unter uns steigen im besten Fall bei einem nahenden Zeitpunkt ein, um mit von der Partie zu sein, wenn der Aktienkurs sich vermutlich über mehrere Jahre hinweg von der großen Korrektur von 2017 bis 2018 erholt und langristig betrachtet wohl sogar alte Hochstände übertrumpfen sollte, wenn man einmal bedenkt, was für eine Marktmacht Fresenius besitzt und vermutlich auch in der Folgezeit noch hinzugewinnen sollte, solange das Wachstum weiterhin stimmt.

 

Fazit

Im Endeffekt stellt der Fresenius-Konzern ein starkes Unternehmen dar, welches im internationlen Gesundsheitsbereich tätig ist und im Zuge dessen eine beeindruckende Präsenz aufbauen konnte. Während gesunde Wachstumsprozesse stattfinden, hatte der Aktienkurs von 2017 bis 2018 aufrgund enttäuschender Zahlen eher schwach ausgesehen. In Hinblick darauf, dass sich die Aktie 2019 jedoch wieder gut erholen konnte, könnte das bereits auf eine Einpreisung positiver Entwicklungen des Unternehmens hindeuten. Grundsätzlich stellt sich das Investieren in den Branchen-Riesen zum jetzigen Zeitpunkt auf jeden Fall als interessanter heraus, als es nahe eines historischen Hochs den Fall einnehmen würde – Optimisten schlagen also wohl möglich demnächst zu.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net
boerse.de
seekingalpha.com
fresenius.de/investoren
wikipedia.org