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ETFs oder Einzelaktien – was ist vorteilhafter?

ETFs sind seit geraumer Zeit eine vielbeachtete Alternative zur Investition in einzelne Aktienwerte. Allerdings existieren bei ETFs eine Reihe von Gerüchten und Fehlinformationen, die das Bild dieser risikoarmen Anlageform nachhaltig verfälschen. Um einen aussagekräftigen Vergleich zwischen den speziellen Fonds und Einzelaktien anzustellen, ist daher erst einmal ein genauerer Blick auf ETFs erforderlich.

Das ist ein ETF

ETF bedeutet Exchange Traded Funds, also ein Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird. Die Konstruktion eines ETF kann unterschiedlichen Kriterien folgen. Beim einfachsten ETF-Typ nutzt eine Fondsgesellschaft die Anleger-Einlagen, um damit alle Aktien zu kaufen, die der jeweilige Index enthält.

Dabei verhält sich der ETF strategisch genauso wie der Index, den er abbildet. Im Normalfall enthält ein Aktienindex die jeweils stärksten Wertpapiere seines Segments – und genau das ist auch  im damit verbundenen ETF der Fall.

Das ist das Spezielle eines standardmäßigen ETF: Er versucht nicht, die aussichtsreichsten Werte zu bündeln und damit ein Ergebnis zu erzielen, das über dem des Index selbst liegt. Vielmehr ist sein Ziel, ein wirklichkeitsnahes Abbild des Index darzustellen. Oder mit anderen Worten: Ein ETF ist eine Investition in Vernunft.

Zu den Basiseigenschaft eines ETF gehört auch seine flexible Anpassungsfähigkeit an aktuelle Geschehnisse. Das geschieht durch Bewertungsroutinen, die mehrmals im Jahr ablaufen. Kommt es bei der Zusammensetzung des Index zu Veränderungen, vollzieht sie der ETF zeitnah nach.

ETFs sind kostengünstig

ETFs sind einer der kostengünstigsten Anlageformen. Die Konfiguration der enthaltenen Werte erfolgt im Gleichklang mit dem Index größtenteils automatisch – daher sind keine aktiven Fondsmanager erforderlich, um den Fonds zu betreuen.

Das spiegelt sich in den Kaufgebühren wider: Die Provisionen sind spürbar niedriger als bei anderen Anlagetypen – vielfach wird überhaupt keine Gebühr fällig. Auch die laufenden Kosten sind niedrig – sie belaufen sich normalerweise auf rund einen  Siebtel der üblichen  Gebühren. Die Rendite kommt demnach zum größten Teil den Anlegern zugute und nicht den Vermittlern. Dennoch ist es ratsam, sich beim Kauf an ein kompetentes Finanzportal zu wenden, um immer auf kompetente Ansprechpartner zu allen Fragen der Investition zurückgreifen zu können. Der Anbieter Weltsparen hat sich mit dem ETF-Sparplan bewährt. Denn Anleger investieren mit dem Angebot WeltInvest nicht nur in einen ETF, sondern in bis zu 7 ETFs und Indexfonds in den wichtigsten Aktien- und Anleihenmärkten der Welt.

ETFs gibt es in zwei Varianten

Die vorhin beschriebene Urform ist der passive ETF. In ihm ist der Index deckungsgleich abgebildet. Entsprechend erzielt er das gleiche Ergebnis wie es auch der Index tut.

Eine etwas aggressivere Form ist der aktive ETF. Hier versuchen Fondsmanager, Werte mit besonders guter Performance zu integrieren und so ein Ergebnis zu erzielen, das über dem Index liegt. Das hat natürlich Folgen: Auf der einen Seite stehen die Chancen auf höhere Rendite, auf der anderen Seite höhere Gebühren und ein erhöhtes Risiko.

Die vier ETF-Konzepte

Es gibt unterschiedliche Konzepte, nach denen ETFs ausgerichtet sind. Sie bilden verschiedene Strategien bei der Zusammenstellung des ETF ab:

Der physische ETF fußt auf dem tatsächlichen Kauf der Aktien, die im Index vorhanden sind.

Beim synthetischen ETF werden die Werte nicht konkret gekauft, sondern durch eine Zusicherung der Bank über die gewünschte Wertentwicklung ersetzt. Als Entschädigung enthält die Bank dafür ein hochwertiges Aktienpaket.

Im ausschüttenden ETF geht es um die Dividenden der im Fonds enthaltenen Aktien. Sie gehen an den Fonds und werden dort an die Anleger weitergereicht.

Beim wiederanlegenden ETF werden ausgeschüttete Dividenden dazu verwendet, weitere Zukäufe zu tätigen. Das ist eine besonder gut geeignete Form, wenn es um langfristige Anlagestrategien geht.

ETF gegen Einzelaktie – eine Abwägung

Um es vorweg zu sagen: eine richtige und eine falsche Anlagestrategie gibt es nicht. Sowohl Einzelaktien als auf ETFs haben ihre Vorzüge und ihre Nachteile. Bei der Bewertung kommt es vor allem darauf an, was Anleger sich von ihrer Investition erwarten und was sie vermeiden möchten.

Die Investition in eine Einzelaktie kann eine rentable Investition darstellen – wenn sich der Wert wunschgemäß entwickelt. Das ist selbst bei anerkannten und soliden Werten nicht immer garantiert. Die Unwägbarkeiten der Marktes und besondere Ereignisse beim Unternehmen selbst können dem Höhenflug ein abruptes Ende bereiten. Die Dieselaffaire bei VW, deren Auswirkungen auch heute noch nicht endgültig abzuschätzen sind, sprechen da eine deutliche Sprache.

ETFs sind die ideale Investition für Menschen, die ein überschaubares Risiko mit guter Rendite verbinden möchten. Da der Fonds in der Regel alle Werte eines Index enthält, können einzelne Ereignisse sich nicht so drastisch auswirken wie das bei einer Einzelaktie der Fall ist. ETFs enthalten sogar so etwas wie eine Ausfallsicherung: Entwickelt sich ein Wert so schlecht, dass er den Index verlassen muss, geschieht dasselbe auch im ETF. Damit stehen ETFs für eine solide und gleichzeitig rentable Anlagestrategie.