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Geschäftsübersicht

Die Deutsche Lufthansa AG stellt ein größeres deutsches Luftfahrunternehmen dar, welches ihren Sitz in Köln (Deutschland) hat. Mittlerweile tritt der Konzern allerdings vorrangig als “Lufthansa Group” auf.

Zur Lufthansa Group gehören die Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Eurowings sowie Brussels Airlines. Abgesehen davon gehören ebenfalls die Luftfracht mit Lufthansa Cargo, die Instandhaltung mit Lufthansa Technik sowie das Catering mit LSG Sky Chefs zum Konzern. Mithilfe der Lufthansa Aviation Training werden zudem Schulungszentren für Piloten und Flugbegleiter ausgebildet. Darüber hinaus betreibt der Konzern noch verschiedene IT-Gesellschaften.

Gemessen an der Zahl der beförderten Passagiere ist die Lufthansa Group in Kombination mit all den verschiedenen Tochtergesellschaften das größte Luftverkehrsunternehmen Europas.

Zu einer weiteren Errungenschaft des Konzerns gehört ebenfalls die Tatsache, dass die Deutsche Lufthansa AG als Initiator und Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance gehandelt wird.

CEO des Unternehmens ist derzeit Carsten Spohr, welcher bereits seit 1994 wieder bei der Lufthansa tätig gewesen ist. Die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden liegt Karl-Ludwig Kley inne, welcher in der Vergangenheit bereits rund acht Jahre im Vorstand der Lufthansa AG tätig gewesen ist und sich ebenfalls als Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA einen Ruf machen konnte, nachdem ihn Stefan Oschmann dort abgelöst hatte. Seit September 2017 stellt er den Aufsichtsratsvorsitzenden bei Lufthansa dar.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

Im Folgenden wird dir der Chart des Konzerns vorgestellt. Die grüne Linie zeigt den historischen Höchststand innerhalb des betrachteten Zeitraums auf, während die rote Linie den tiefsten Stand der Aktie verdeutlicht. Die Statistik unterhalb des Chartbilds zeigt die unterschiedlichen Handelsvolumina innerhalb dieser Zeit auf. Ein ausgeprägter Wert beim Handelsvolumina deutet demzufolge darauf hin, dass in dieser Zeit viele Aktien des Unternehmens – lapidar gesprochen – den Besitzer gewechselt haben.

 

Dieser Chart gibt uns einen konkreten Überblick über die letzten fünf Jahre des Unternehmens und macht deutlich, dass von Start bis Ende dieser Periode keine sonderliche Veränderung beim Aktienpreis erzielt werden konnte. Zwar befand sich der Aktienkurs zwischenzeitlich in einem ansprechenden Aufwärtstrend, doch wurde dieser in der Folge Zeit wieder vollständig korrigiert, wodurch sich der Aktienpreis derzeit vergleichsweise knapp oberhalb des historischen Tief der Periode befindet.

Jeder, der sich in der Vergangenheit bereits schon etwas mit der Lufthansa beschäftigt hatte, wird festgestellt haben, dass sich die Dividende als eher unsicher und sprunghaft herausgestellt hat. Jahre, an denen gar keine Dividende an die Anleger ausgezahlt worden ist, stellen bei der Lufthansa keine wirklich große Ungewöhnlichkeit dar. Besonders aufgrund dessen verfällt ein derartiger Kursverlauf über fünf Jahre hinweg in die berechtigte Kritik vieler Langzeitanleger.

Infolgedessen kann bereits anhand dieser groben Betrachtung des Charts mit großer Wahrscheinlichkeit vermutet werden, dass sich speziell 2018 und 2019 als eher enttäuschende Jahre bei der Lufthansa Group herausgestellt hatten.

 

Finanzielle Kennzahlen

Um die zuvor getätigkeite Aussage bezüglich des Misserfolgs der letzten beiden Jahren zu unterstreichen, wird dir im Folgenden ein Ausschnitt des 9M-2019 Berichts der Lufthansa zur Verfügung gestellt. Demnach werden hier die Ergebnisse der ersten 9 Monate von 2019 mit der gleichen Periode des Jahrs 2018 verglichen (die Ergebnisse des 4. Quartals sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht worden).

Anmerkung: Für die besonders Interessierten ist es durchaus zu empfehlen, sich einmal die “Investor Relations” von Lufthansa anzuschauen. Dort wurde unter anderem auch die folgende Tabelle zur Verfügung gestellt. Allerdings sind auch weiterführende Informationen auf dem Portal einsehbar – unter den Quellen ist der entsprechende Link zu finden.

In der ganz rechten Spalte der Tabelle sind die gesammelten finanziellen Ergebnisse der unterschiedlichen Bereiche zusammengefasst, weshalb wir uns der Übersicht halber allein auf diese Kennzahlen fokussieren.

Was auf den ersten Blick auffällt – der “Total Revenue” konnte von 2018 auf 2019 um 3,0% gesteigert werden und auch beim “Total Operating Income” werden die Anleger mit einem positiven Änderungsterm konfrontiert. Das ist zumindest mal besser als nichts, oder? Grundsätzlich kann diese rhetorische Frage bejaht werden, doch fällt beinahe auf demselben Blick auf, dass die “Operating Expenses” ebenfalls stark angestiegen sind. In der Folge wurde das “Adjusted EBIT” kräftig in den Keller getrieben (-30,20%). Spätestens diese Kennzahl sollte nun auch den Optimistischten unter den Anlegern ins Grübeln verleiten. Infolgedessen ist logischerweise auch beim “EBIT” und beim “EBT” nicht sonderlich viel Land zu sehen. Zum finalen Abschluss kommt es dann beim “Net Profit”, bei dem mächtige -43,00% ins Auge stechen. Spätestens jetzt kann relativ sicher behauptet werden, dass sich 2019 als ein eher schwieriges Jahr für die Lufthansa Group herausgestellt hat und dass die Reaktionen der Anleger darauf (siehe Chart oben) vollkommen nachzuvollziehen sind. Zwar fehlt natürlich noch das vierte Quartal, welches individuell betrachtet für überraschende Erfolge gesorgt haben könnte. Das ganze Jahr in ein positives Wachstum zu drehen, wird allerdings auch ein erfolgreiches 4. Quartal nicht schaffen.

Im Großen und Ganzen sollte mit dieser kurzen Zusammenfassung der finanziellen Kennzahlen für 2019 betont werden, dass sich das Unternehmen 2018 als auch vor allem 2019 in schwierigen Zeiten befand.

 

Dividendensicherheit

Wie es bereits gegen Anfang des Beitrags angeschnitten worden ist: Die Dividende bei der Lufthansa ist eine Wissenschaft für sich. Folglich wird man nicht allzu viele Dividendenzahler finden, die so kräftig mit unterschiedlichen Dividendenrenditen um sich werfen.

Zur Finanzkrise wurde 2008 eine Dividendenrendite von 11,04% vergeben, was wohl schon beinahe rekordverdächtig erscheint. 2010, 2013 und 2015 wurden dagegen wiederum gar keine Dividenden ausgegeben. Seit 2016 gibt es allerdings wieder eine Anteilsausschüttung an die Investoren. 2019 betrug das Ganze beispielsweise 4,89%, was sich wiederum vollkommen sehen lassen kann. Allerdings sollte man sich dabei natürlich auch vor Augen halten, dass sich speziell 2019 als ein verlustreiches Jahr für die Anleger eingestellt hatte, so wie es weiter oben im Beitrag erwähnt worden ist. 2018 konnte dagegen man “nur” mit einer Rendite von 1,23% rechnen, und das obwohl sich der Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt bereits im Abwärtstrend befand – hier fand also nicht einmal eine richtige Kompensation der Anlegerverluste statt!

Um es kurz zu machen: Die Dividende kann sich lohnen, wird aber bestimmt nicht in den Stein gemeißelt. Anleger, die sich auf ihr passives Einkommen verlassen möchten, müssen nun zwar nicht zwangsläufig auf Lufthansa verzichten, doch sollte dieses Risiko vor Augen gehalten werden. Im Gegenzug dafür werden einem dann auch sehr lukrative Dividendenrendite angeboten, was die “leeren” Jahre wiederum gutmachen könnte (vorausgesetzt man bleibt am Ball und verkauft nicht jeweils am Tiefpunkt jedes Trends mit einem Tradingverlust).

 

Fazit

Im Endeffekt ist der Erfolg der Luftfahrtbranche von vielen externen Faktoren abhängig. Naturkatastrophen, gutes Wetter in der Heimat oder beispielsweise auch aufkommende Krisen in der Nähe einiger Reiseziele können vor allem den Urlaubsfliegern stark zusetzen. Aber auch Aussetzer bei Boeing & Co. können sich als Gefahrenquelle herausstellen – die Krise bei Boeing belastet beinahe die gesamte Branche. Allerdings steigt trotz umweltbewusstem Trend die Anzahl der Fluggäste von Jahr zu Jahr. Das ganze wechselseitige Spiel der Gefühle kann auch bei Lufthansa live mitverfolgt werden. Die letzten fünf Jahre konnte sich die Aktie von Start bis Ende der Periode nicht wirklich vom Fleck bewegen, während durchwühlte Dividendenausschüttungen keine feste Planung für das passive Einkommen zuließen. Mittel- und langfristige Anleger sollten sich genau mit dem Unternehmen auseinandersetzen sowie mit den verbundenen Risiken und Chancen, ehe ein Investment in die Hand genommen wird. Erfahrene charttechnische Trader können dagegen auch in kurzfristigen Anlagenspektren ihre Erfolge erzielen. Die Konservativen unter uns sollten jedoch wohl vorerst die Finger von Lufthansa lassen oder zumindest ganz genau auf die nächsten Geschäftsberichte und Informationen schauen.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net
boerse.de
seekingalpha.com
investor-relations.lufthansagroup.com/de/investor-relations.html
wikipedia.org