Microsoft Corp. sollte jedem ein Begriff sein. Nicht zuletzt deswegen sollte es keine Überraschung darstellen, dass das Softwareunternehmen eine Geschichte vorzuweisen hat, die sich vor allem die treuen Anleger gerne vor Augen führen.

Gestartet hat das Unternehmen mit dem IPO am 13. März 1986 zu einem Ausgabekurs von 21 US-Dollar. Bis heute fanden bereits neun Aktiensplits statt, welche im Endeffekt dazu geführt haben, dass aus der einen erworbenen Aktie im Jahr 1986 nun 288 Unternehmensanteile geworden sind. Multipliziert mit einem aktuellen Kurs (Schlusskurs vom 21.02.2020 (178,59 US-Dollar)) ergibt sich somit der heutige Wert dieser Aktienposition in Höhe von 51.433,92 US-Dollar. Allerdings müssen hierbei natürlich noch die Dividenden beachtet werden, die in der Zeit ab 2003 jedes Jahr ausgezahlt worden sind. Demzufolge wurde der gleiche Anleger von 2003 bis 2020 mit 5.074,56 US-Dollar an Dividenden konfrontiert. In Summe ergibt sich somit ein Endwert von 56.508,48 US-Dollar. Zur Erinnerung: Die Investition des Anlegers belief sich auf 21 US-Dollar im Jahr 1986. Infolgedessen sollte die Gesamtrendite in Höhe von 268.988,00 % nachvollziehbar erscheinen – beeindruckend bleibt es jedoch allemal.

In Hinsicht darauf, dass wohl allerdings die wenigsten seit dem Börsengang von Microsoft mit an Bord sind, wird in diesem Beitrag ebenfalls ein Invesititonsbeispiel betrachtet, das eine etwas greifbarere Anlage vorführt und aufzeigt, was auch in unmittelbarer Vergangenheit mithilfe von Microsoft an Gewinnen umgesetzt werden konnte.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

 

Microsoft Corp. – ein Softwareunternehmen

Grundsätzlich sei festzuhalten, dass es sich bei Microsoft um ein weltweit agierendes Softwareunternehmen handelt. Neben unterschiedlichen Software-Produkten werden auch Dienstleistungen angeboten. In der Folge gehören somit beispielsiwese typischen Kandidaten wie Windows-Betriebssysteme zur Produktpalette des Unternehmens. Doch auch Serversoftware für Client-Server-Umgebungen, Deskptop-Applikationen für Unternehmen oder auch private Nutzer sowie Internet-Plattformen oder gar Entwickler-Tools gehören mit zum Sortiment, welches von Microsoft angeboten wird. Neben den aufgelisteten Produkten und Dienstleistungen existieren natürlich noch weitere Felder, welche allerdings  der Übersicht halber nicht vollständig aufgeführt werden.

Die Marke Office stellt in Kombination mit dem Betriebssystem Windows die Hauptstützen des Unternehmens auf. Abgesehen davon ist das Unternehmen beispielsweise auch für Dienste wie die Internet-Suchmaschine “Bing” oder auch den Internet-Telefondienst “Skype” bekannt. Ebenfalls in der Videospielbranche ist Microsoft unter anderem durch die Videospielkonsolen Xbox 360 und Xbox One bekannt geworden.

2014 übernahm der Konzern zudem die ganze Handysparte von Nokia, während 2016 das Online-Netzwerk LinkedIn durch eine Akquisition unter die eigenen Fittiche genommen wurde.

Im Großen und Ganzen stellt Microsoft Corp. neben Apple mit das größte Unternehmen nach Marktkapitalisierung dar (Stand 23.02.20: 1,36 Bio. US-Dollar) und ist mit den hauseigenen Produkten und Marken aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

 

Aktienkursentwicklung

Der Aktienkurs des Softwareriesens sollte wohl vor allem die bereits investierten Anleger in Wallungen bringen. Abgesehen von der Finanzkrise von 2007 bis 2009 fand seitdem keine größere Korrektur mehr im Chartbild des Unternehmens statt. Alles in einem befindet sich der Kurs seit dieser Zeit in einem konstanten und vor allem rasanten Aufwärtstrend, der beinahe schon vertikale Züge aufweisen würde, wenn er es könnte. Speziell in der nahen Vergangenheit (seit 2019)  wurde das Tempo noch einmal angezogen, was dazu führte, dass sich der Aktienpreis in verblüffend kurzer Zeit enorm verbessern konnte. Seit dem Januar 2019 konnten bis heute knapp 80 % an Aktienwert hinzugewonnen werden. Oder anders ausgedrückt. In einem Jahr (2019) wurde der jeweilige Anleger mit einem Wertzuwachs von etwas um die 70 % konfrontiert – das ist auf jeden Fall keine schlechte Jahresrendite.

In Hinblick darauf, dass der Kurs immer wieder dabei ist, neue Rekorde zu brechen und dieses Verhalten auch bereits vergleichsweise lange anhält, stellt sich die derzeitige Situation allerdings für noch nicht investierte Anleger als durchaus schwierig heraus. Die Lage ist vollkommen überkauft, die Stimmungen sind euphorisch – viel mehr Luft nach oben dürfte doch eigentlich nicht mehr vorhanden sein, oder etwa doch? Im Endeffekt ist es schwierig, eine deutliche Prognose diesbezüglich zu treffen. Ich für meinen Teil werde allerdings lieber auf die nächste Korrektur warten, ehe ich mir Gedanken mache, eine Investition bei Microsoft in die Gänge zu bringen.

 

Dividendenentwicklung

Bei der Dividende von Microsoft lässt sich im Grunde ein ähnlich positives Bild beobachten, wie es bei der Aktienentwicklung zu sehen war. Demzufolge wird bereits seit 2003 eine Dividende angeboten, die neben ein bis zwei Ausnahmen seitdem auch konstant angestiegen ist. Zu erwarten ist mit relativ großer Sicherheit, dass dieses Bild auch in der Folgezeit nicht abbrechen wird und sich somit ebenfalls 2020 eine ansteigende Dividende einstellen sollte. Mit der ersten Quartalsdividende von 2020 in Höhe von 0,51 US-Dollar wird auf jeden Fall schon einmal ein guter Start gesetzt, der genau auf diese Vermutung hindeuten würde.

Im Endeffekt eignet sich somit Microsoft auch für diejenigen, die ihr passives Einkommen mit einer vergleichsweise sicheren Anlage ergänzen möchten. Beachtet werden sollte natürlich ein geeigneter Einstiegszeitpunkt, doch wird sich das Unternehmen vermutlich auch in der nahen Zukunft gut schlagen können. Großartige Risiken gehen also bislang nicht davon aus. Infolgedessen haben es die potenziellen Anleger bei Microsoft mit einem relativ sicheren Dividendenzahler zu tun.

 

Ein Investitionsbeispiel

Wie es bereits in der Einleitung dieses Beitrags erwähnt worden ist, möchten wir uns neben der Vorstellung der Gesamtrendite ebenfalls einen etwas näher liegenden Investitionsfall ansehen in Hinblick darauf, dass mithilfe dessen ein Ergebnis betrachtet werden kann, das vermutlich greifbarer ist für die allermeisten Interessenten. Aufgrund dessen wird für dieses Beispiel der Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 01.01.2020 betrachtet. Hierfür werden jeweils die Monatsschlusskurse unter die Lupe genommen.

Der Anleger kaufte bei diesem Beispiel 100 Aktien von Microsoft am 01.01.2015 zu einem Kurs von 40,35 US-Dollar – das entspricht einem Investment von 4.035 US-Dollar. Während der Anlagezeit von fünf Jahren ereignet sich eine größere Korrektur gegen Ende von 2018. Zwischenzeitlich musste sogar ein Aktienwertverlust von 18,37 % zu dieser Zeit in Kauf genommen werden. Unser Anleger agiert jedoch ruhig und lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen – er hält weiter an seinen 100 Aktien fest.

Am 01.01.2020 ist es dann so weit und die Aktien können zu einem Preis von jeweils 170,23 US-Dollar verkauft werden. Der Verkaufswert beläuft sich somit bei den 100 Aktien auf 17.023 US-Dollar. Das ist zunächst schon einmal gut und schön, doch müssen natürlich noch die Dividenden beachtet werden, die in den Jahren ausgezahlt worden sind. Die Summe aller Dividenden beläuft sich demnach auf 776 US-Dollar, welche zuzüglich zum reinen Verkaufswert der Aktien einen Wert von 17.799 US-Dollar ergeben.

Konkret bedeutet dies also, dass der Anleger mit einem Bruttogewinn (Steuern und Gebühren werden außen vor gelassen) in Höhe von 13.764 US-Dollar aus dem Rennen geht. Verteilt man das Ganze auf die fünf Jahre kann außerdem von einer Rendite p.a. von 34,56 % gesprochen werden – ein absolut solides Ergebnis.

Zweifellos handelt es sich hierbei nur um ein theoretisches Anlagebeispiel. Grundsätzlich ist es selbstverständlich nicht zu empfehlen, sich derart stark von einzelnen Daten abhängig zu machen. Gekauft werden sollte am besten nach Korrekturen, während der Verkauf mithilfe eines geeigneten Stops in Angriff genommen werden sollte. Von vornerein zu sagen, dass nach genau fünf Jahren die Anteile verkauft werden sollen, ist grundsätzlich keine effiziente Vorgehensweise.

 

Fazit

Schlussendlich hat man es bei Microsoft mit einem Softwareriesen zu tun, der in der Vergangenheit viele Male mit überzeugenden Zahlen den eigenen Wert unter Beweis stellen konnte. Neben der Tatsache, dass der Aktienpreis zu explodieren scheint und die Dividende fortwährend wächst, sollte allerdings eher auf eine geeignete Korrektur gewartet werden, als dass man sich nun von den rosaroten Zahlen dieser Beispiele dazu verleiten lässt, direkt am nächsten Tag blind Aktien von Microsoft zu kaufen.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net
boerse.de
wallstreet-online.de
stocksplithistory.com
finanznachrichten.de
wikipedia.org