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Geschäftsübersicht

Die HeidelbergCement AG ist ein börsennotierter Baustoffkonzern mit seinem Hauptsitz in Heidelberg (Deutschland). Weltweit gehört das Unternehmen zu den Führenden bei den sogenannten Zuschlagsstoffen, welche als Hilfsstoffe agieren. In Bezug auf Zement und Transportbeton handelt HeidelbergCement ebenfalls mit an der Weltspitze. Mit einem Tätigungsbereich in rund 60 Ländern der Welt und einer Standortanzahl von etwas um die 3.000 Stück ist das Unternehmen an vielen verschiedenen Orten unserer Erde zu finden.

Gegründet wurde das Unternehmen 1874 im Zuge eines Konkursverfahrens der Bergheimer Mühle, welche als Bierbrauanlage fungiert hatte. Daraufhin wurde der Standort zu einer Zementfabrik umgerüstet.

Derzeitiger Vorstandsvorsitzender ist Bernd Scheifele, der diese Position bereits seit 2005 innehält.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

Im Folgenden wird dir der Chart des Konzerns vorgestellt. Das grüne Symbol zeigt den historischen Höchststand innerhalb des betrachteten Zeitraums auf, während das rote Symbol den tiefsten Stand der Aktie verdeutlicht. Die Statistik unterhalb des Chartbilds zeigt die unterschiedlichen Handelsvolumina innerhalb dieser Zeit auf. Ein ausgeprägter Wert beim Handelsvolumina deutet demzufolge darauf hin, dass in dieser Zeit viele Aktien des Unternehmens – lapidar gesprochen – den Besitzer gewechselt haben.

 

Beim Chartbild von HeidelbergCement wird offengelegt, dass das Unternehmen eher ein durchwachsendes Aktienwachstum vorzuweisen hatte. Mit der Finanzkrise von 2007 bis 2009 wurde der darvorliegende Aufwärtsimpuls in die Beine gezwungen. Die Kursveränderungen der Folgezeit haben sich als wesentlich bescheidener herausgestellt im Vergleich zur Zeit vor der Krise, auch wenn die Anleger im Grunde mit einem soliden Kurswachstum konfrontiert worden sind. Was ebenfalls auffällt: gerade erst vor kurzer Zeit ist eine klare Korrektur im Chartbild zu erkennen – wohl möglich eine gute Möglichkeit, um einzusteigen?

 

Finanzielle Kennzahlen

Für die Analyse der derzeitigen Unternehmenslage und des darauffolgenden Potenzials der Geschäftstätigkeit von HeidelbergCement soll im Folgenden zunächst einmal der Q3-Geschäftsbericht offengelegt werden, um einige aktuelle Highlights herauszustellen.

Recht übersichtlicht bietet einem das Unternehmen bereits am Anfang des Berichts einen kurzen schriftlichen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen des Geschäfts. So sehen wir bereits ohne Vorwissen, dass wohl ein Wachstum bei einigen Kennzahlen zu beobachten ist und das eine oder andere Ziel erreicht worden konnte – auf jeden Fall ein optimistischer Start!

 

Selbstverständlich möchte der interessierte Anleger das Ganze auch einmal selbst in Zahlen sehen, weshalb mit dieser tabellarischen Grafik noch einmal mit die wichtigsten finanziellen Kennzahlen dargestellt werden. Die zwei Spalten auf der linken Seite beziehen sich dabei allein auf Q3, während die rechten beiden Spalten die Monate 1 bis 9 von 2018 und 2019 darstellen. Dabei wird jeweils mit den Werten der dazugehörigen Vorperiode, also von 2018, verglichen.

Auch wenn uns hierbei leider keine direkten Änderungsraten für den schnellen Überblick zur Verfügung gestellt werden, lässt sich erkennen, dass sich speziell beim Umsatz ein guter Anstieg sehen ließ. Auch beim Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen sehen wir einen Anstieg von 2.253 Mio. € auf 2.626 Mio. € beim Vergleich aller drei Perioden von 2018 und 2019.  Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs verdeutlicht einen ähnlichen Eindruck.

Alles, was dann folgt, wirkt jedoch schon wesentlich ernüchternder. Gemeint ist damit, dass wir speziell bei der Betrachtung aller drei Perioden bei den restlichen Ergebnissen mit Stagnationen konfrontiert werden im Jahr 2019. Auch wenn sich die dritte Periode einzeln betrachtet noch einigermaßen halten kann im Vergleich, scheinen die vorherigen Perioden das Ergebnis nicht gerade verbessert zu haben. Was mit dieser Darstellung nun vor allem mal wieder deutlich gemacht werden soll: Zwar stimmen die schriftlichen Aussagen der ersten Grafik, doch sehen die damit verbundenen restlichen Ergebnisse sehr viel anders aus, als man als Laie zunächst vermutet hätte. Die Kurskorrekturen im Chart scheinen also durchaus nachvollziehbar!

 

CO2-Emissionen

HeidelbergCement agiert ohne Frage als ein sehr großer Industriekonzern, weshalb auch die Schadstoffemissionen bei diesem Unternehmen vergleichsweise hoch ausfallen – sollte erst einmal einleuchten. In Hinblick darauf, dass wir uns allerdings speziell derzeit in einer Lage befinden, in der es umso mehr fokussiert wird, dass die Industriesektoren ihre Schadstoffemissionen möglichst reduzieren, wird auch HeidelbergCement dazu gebracht, sich verstärkt mit derartigen Investitionen zu beschäftigen.

Diese Grafik zeigt auf, welche Ziele das Unternehmen in dieser Hinsicht verfolgt.

Selbstverständlich ist es ohne Frage etwas Gutes, dass sich das Unternehmen derart ausrichtet und versucht, die Emissionen tatsächlich signifikant zu verringern in der nahen Zukunft. Nichtsdestotrotz wird das zwangweise auch mit allerlei Investitionen zusammenhängen, weshalb es vermutlich ratsam wäre, als interessierter Anleger auch hierbei die Augen offenzuhalten.

Aber dennoch: Investitionen in diesen Bereichen sind keineswegs als Barriere zu betrachten als Anleger! Tatsache sieht es vielmehr so aus, dass sich fortschrittlichere Unternehmen mit derartigen Schritten auf längere Sicht vermutlich sogar einige Kosten ersparen werden, nachdem sie beispielsweise die größtmögliche Energie-Effizienz erreicht haben. Abgesehen davon ist dies in jedem Fall ein notwendiger Schritt, wodurch sich HeidelbergCement mit Sicherheit keinen bösen Ruf einfahren wird. Anleger mit dem Anspruch, der Umwelt keinen großartigen Schaden zuzuführen und lediglich “nachhaltigere” Unternehmen zu unterstützen, existieren heutzutage mehr dennje – und genau diese werden durch solche Aktionen eher angelockt, als abgeschreckt. Sieh das Ganze also am besten weniger als Risiko, sondern eher als notwendigen Fortschritt.

 

Dividendensicherheit?

Ein durchaus zu beachtender Risikopunkt bei HeidelbergCement stellt die Dividendensicherheit dar. Diejenigen, die mehr vom eigentlichen Aktienwachstum profitieren möchten und in der Folge auch die eine oder andere Verkaufstentscheidung treffen, sobald beispielsweise die Zeichen offengelegt werden, dass kurzfristig kleinere Korrekturen stattfinden könnten, wird dieser Punkt jedoch eher weniger interessieren. Langfristige Anleger mit dem Anspruch, pro Jahr durch ihr Portfolio ein passives Einkommen mithilfe der Dividenden zu erzielen, ohne dabei selbst zu viel Hand anzulegen, trifft dieses Risiko dagegen sehr viel mehr.

Aber wovon spreche ich überhaupt?

Die Dividendenrendite der HeidelbergCement AG betrug 2018 3,58% und 2019 3,22%. Beide Jahre sind im Zuge der im Chart zu sehenden Korrektur als relative Krisenjahren zu betrachten, bei denen der Kurs massiv unter Feuer geraten ist. Die Reaktion des Managements war darauf verständlicherweise eine Erhöhung der Dividendenrendite. In den Jahren zuvor sah das Dividendenbild allerdings etwas durchwachsender aus. 2009 betrug die Dividendenrendite 0,25%, 2010 0,26%, 2011 0,76%, 2012 und 2013 ganz ähnlich. 2016 wurde die Dividendenrendite dann stark angetrieben und auf 1,46% festgesetzt. In den Jahren darauf stieg sie sogar noch weiter an. 2003 wurde wiederum sogar gar keine Dividende ausgezahlt. Im Idealfall schaust du dir einfach mal selbst die Dividendenzahlungen der letzten Jahre an, um selbst einen kleinen Überblick davon zu bekommen. Ich möchte mit meiner Erklärung allerdings nahebringen, dass das Unternehmen in Relation zu anderen großen Unternehmen die Dividendenrendite durchaus stark variiert. In besseren Zeiten muss man sich deshalb mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch auf eine Rendite von unter 1,00% einstellen bei der Dividende. Investoren, die auf eine sichere und konstante Dividende hoffen, könnten bei HeidelbergCement also wohl möglich ab und zu vor den Wagen gestoßen werden – es muss nicht so schlimm kommen, aber mache dir bewusst, was dich erwarten könnte und passe dein Anlageverhalten gegebenenfalls darauf an!

 

Fazit

Auch wenn in diesem Beitrag kaum charttechnische Faktoren angeführt worden sind, sollte nahegebracht werden, dass HeidelbergCement in der Vergangenheit eher vergleichsmäßig bescheidene Kursveränderungen vorzuweisen hatte, die den Höchststand kurz vor der Finanzkrise bislang auch noch nicht einholen konnten. Im Zuge der durchwachsenden Ergebnisse des Q3-Geschäftsberichts erscheinen die vorangeganenen Kurskorrekturen nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz stellt HeidelbergCement einen weltweit agierenden Baustoffkonzern dar, welcher mit fortschrittlichen Investitionen in die Zukunft treten dürfte. In Verbindung mit einer mitunter geringen Dividendenrendite würde ich dir dazugehörige Wertpapiere eher empfehlen, falls du dich dafür interessierst, die eine oder auch andere Tradingentscheidung im Laufe der Zeit zu treffen, anstatt einmal zu kaufen und für die nächsten fünf Jahre lediglich die Dividende zu kassieren. Letztendlich ist dies natürlich von deinen individuellen Anlagepräferenzen abhängig.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

heidelbergcement.com/de/investor-relations
boerse.de
seekingalpha.com
wikipedia.org