Apple gehört zu den wertvollsten Unternehmen der Welt und konnte sogar bereits den damit verbundenen Titel der einsamen Spitze mehrere Male für sich gewinnen. Der Börsengang des IT-Riesen fand dagegen ganz bescheiden am 12. Dezember 1980 statt. Die ersten Interessenten konnten ihre Aktie damals zu einem Preis von 22 US-Dollar erwerben. Mittlerweile sieht das etwas anders aus. Der Aktienkurs von Apple bewegt sich derzeit in etwa um den Bereich von 318 US-Dollar, während zusätzlich quartalsweise eine Dividende ausgeschüttet wird. Außerdem müssen die vier Aktiensplits in der Vergangenheit beachtet werden. Gehen wir davon aus, dass jemand zum Börsenstart seine Wertpapiere gekauft hat und bis jetzt (318 US-Dollar pro Aktie) gehalten hat, kann von einer soliden Gesamtrendite von 84.132,27 % gesprochen werden (inkl. Dividenden). Inwieweit sich das Ganze nun auf einen etwas “realistischeren” Anlagebereich auswirkt, wird in diesem Beitrag mithilfe einer 5-Jahres-Anlage (2015 bis 2020) näher betrachtet.

Das Unternehmen ist kein Dividenden-Aristokrat. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, welche seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende erhöhen konnten.
Die aktuellen 114 Dividenden-Aristokraten kannst du dir als Excel Spreadsheet herunterladen.

 

Übersicht zum Unternehmen

Apple Inc. stellt einen international agierenden Hard- sowie Softwareentwickler dar. Das US-amerikanische Technologieunternehmen entwickelt und vertreibt unterschiedliche Varianten von Computern, Smartphones und Unterhaltungselektronik. Doch auch Betriebssysteme und Anwendungssoftwares gehören mit zu den Produktgruppen des IT-Unternehmens. Abgesehen davon betreibt Apple Internetportale vorrangig für Filme und Musik.

Mit dem Sitz in Cupertino im Bundesstaat Kalifornien (USA) sowie den leitenden Kräften Tim Cook als CEO und Arthur D. Levinson (Chairman) behauptet sich das Unternehmen auch ganz aktuell an der Weltspitze.

Zu neueren Errungenschaften gehören neben den immer wieder neu vermarkteten Hardwareprodukten auch spezielle Zusatzdienste wie TV+ oder auch News+, welche lediglich mit einem Abo zu erhalten sind. Ähnlich sieht das bei iCloud oder Apple Music aus. Mit Diensten dieser Art konnten in der nahen Vergangenheit große Wachstumserfolge gefeiert werden.

 

Aktienkursentwicklung

Nach den einleitenden Worten mag es wenig überraschend klingen, wenn nun im Folgenden von einem positiven Aktienbild gesprochen wird. Demzufolge befindet sich der Kurs der Apple-Aktie in einem anhaltenden Aufwärtstrend, welcher allerdings 2012 und auch 2015/2016 in etwa eine halbjährige Korrektur erfahren hat. Die letzte vergleichsweise große Korrektur fand 2018/2019 statt und ist somit noch relativ frisch. Zwar sorgten die damit verbundenen Kursrückgänge temporär für Einbußen, die bei den ungeduldigen Anlegern durchaus negativ in der Geldbörse aufgefallen sein könnten, doch gehören solche Veränderungen zu einem gesunden Aufwärtstrend dazu. Andernfalls befände man sich dann auch durchgängig in einer mehr oder weniger überkauften Marktlage, die kaum rationale Anhaltspunkte zur Verfügung stellt, an denen man mit gutem Gewissen eine Investition tätigen könnte. Letzten Endes sollten vorrangig die Korrekturen bei eigentlich überzeugenden Unternehmen genutzt werden, um einen geeigneten Einstiegspunkt zu wählen

Bei der Korrektur von 2012 fand in etwe ein Rückgang des damaligen Aktienpreises von 44 % statt. 2015/2016 wurde das vorherige Hoch etwas um die 33,50 % korrigiert und bei der jüngsten Bereinigung der Kurse 2018/2019 war wiederum eine Korrektur von um die 39 % zu beobachten. Beachtet werden sollte hierbei noch, dass natürlich auch die Finanzkrise von 2007 bis 2009 eine intensive Wirkung auf den Aktienkurs mit sich trug. In Zahlen gesprochen wurde das Hoch vor der Finanzkrise um 55 % korrigiert, ehe es wieder bergauf ging.

Im Endeffekt lässt sich also festhalten, dass zweifellos größere Korrekturen stattgefunden haben. Nichtsdestotrotz haben wir hierbei eine langfristige Perspektive aufgesetzt, bei der es unausweichlich ist, dass auch Korrekturen von diesem Kaliber stattfinden können. Langfristig betrachtet, sind die Kurserfolge und der anhaltende Aufwärtstrend von Apple allerdings nicht abzusprechen.

 

Dividendenentwicklung

Nachdem nun bei der Kursentwicklung ein positives Bild beobachtet werden konnte, bleibt es nun auch noch zu untersuchen, inwieweit sich die Dividende von Apple entwickeln konnte – kann damit vielleicht sogar ein ansehnliches passives Einkommen generiert werden?

Festgehalten kann zunächst einmal, dass sich die Dividende summiert aufs Jahr seit der ersten Auszahlung stets verbessern konnte. Allerdings wird die Dividende auch erst seit 2012 ausgezahlt, doch konnten wir bei der vorherigen Betrachtung der Kursentwicklung und den daraus resultierenden Korrekturen des Kurses erkennen, dass seit 2012 drei Kurs-Korrekturen bei Apple stattgefunden haben, wodurch bereits recht anschaulich ermittelt werden kann, wie das Management mit der Dividende in Krisenfällen umgeht.

Zudem bewegte sich die Divdendenrendite pro Jahr (es wird allerdings quartalsweise ausgeschüttet) in etwa im Bereich von 1,00 bis 2,00 %. 2013 konnte die höchste Dividendenrendite in Höhe von 2,18 % erzielt werden, während 2019 die bisherige niedrigste Rendite bei der Dividende mit 1,05 % zu bemerken gewesen ist. Die erste Quartalsausschüttung für 2020 wurde ebenfalls bereits getätigt und beträgt 0,23 % – das stellt bis jetzt die niedrigste Dividendenrendite pro Quartal bei Apple dar. Zweifellos kann das in den folgenden Quartalen noch etwas nach oben geschraubt werden, doch ist eher davon auszugehen, dass eine ähnlich geringe Dividendenrendite wie 2019 eintreten wird – das hängt damit zusammen, dass der Aktienpreis so rasant ansteigt. Im Endeffekt sollte eigentlich nicht viel Platz vorhanden sein, um sich über die derzeitig niedrigen Dividendenrenditen aufzuregen, denn schließlich werden die Anleger mit rasant ansteigenden Kursen konfrontiert und im Endeffekt erhält man fortwährend mehr Dividendengeld für sein Aktienpaket – und das ist ja das, was zählt. Die Dividendenrendite kann man sich demnach gerne mal der Übersicht halber anschauen, entscheidend für unsere Betrachtung ist allerdings vor allem die steigende Dividende pro Aktie.

 

Beispiel einer Anlage

Wie es bereits am Anfang erwähnt worden ist, wollen wir uns in diesem Beitrag auch noch einmal konkret mit einer 5-Jahres-Aktienanlage bei Apple beschäftigen. Für diesen Fall nehmen wir an, dass wir am 02.01.2015 zum Aktienpreis von 109,33 US-Dollar (Schlusskurs) 100 Aktien beim Technologieunternehmen erworben haben – das entspricht einem Investment von 10.933 US-Dollar. Zum 02.01.2020 entscheiden wir uns dazu, diese Aktien vollständig zu verkaufen bei einem Kurs von 300,58 US-Dollar (Schlusskurs).

Schnell nachzuvollziehen ist demzufolge der reine Kursgewinn, welcher sich aus der Differenz zwischen Verkauf und Einkauf unserer 100 Aktien ergibt. Der Kursgewinn für dieses Beispiel beträgt 19.125 US-Dollar. Zur Erinnerung: es handelt es sich hierbei um ein Investment in Höhe von 10.933 US-Dollar über einen Zeitraum von exakt fünf Jahren.

Allerdings wurden innerhalb dieses Zeitraums natürlich noch Ausschüttungen an die Anleger getätigt, wovon wir nicht ausgenommen worden sind. In den fünf Jahren erhielten wir demnach Dividenden in Höhe von 1.112,10 US-Dollar auf unsere Anlage. Kombiniert mit dem eben ermittelten Kursgewinn erhalten wir somit unseren Gesamtgewinn in Höhe von 20.237,10 US-Dollar. Schlussendlich würde dies einer Rendite per anno in Höhe von 23,31 % entsprechen – ein absolut überzeugendes Ergebnis! Beachte außerdem, dass wir es in diesem Zeitraum gleich mit zwei größeren Korrektur zu tun hatten. Das Aussitzen dieser schlechten Phasen hat uns allerdings dazu verholfen, dass wir am Ende des Tages mit einem satten Gewinn aus der Partie austreten konnten. Fairerweise muss dazu jedoch noch gesagt werden, dass bei diesem Beispiel Gebühren, Steuern und Inflationseffekte außen vor gelassen worden sind – der tatsächliche Nettogewinn fällt infolgedessen geringer aus.

Anmerkung: Das Ganze mag im Vergleich zu den einleitenden Zahlen dieses Beitrags sehr gering wirken. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass im Juni 2014 der letzte Aktiensplit von Apple in Angriff genommen worden ist. Genau derartige Splits haben vorrangig dazu geführt, dass im Titel von einer derartig hohen Rendite gesprochen werden kann. Von daher wurde für dieses Beispiel also sogar ein eher ungünstiger Investitionszeitraum ausgewählt und dennoch sind die Ergebnisse mehr als erfreulich.

 

Fazit

Schlussendlich braucht vermutlich gar nicht wahnsinnig viel zu Apple gesagt werden. Schließlich ist das Unternehmen schlichtweg jedem ein Begriff und die allermeisten werden in etwa mitbekommen haben, dass das Unternehmen eine überzeugende Geschichte vorweisen kann, was bislang ebenfalls keinen Halt beim Chartbild der Aktie machte.

Im Sinne der Dividende lässt sich ebenfalls ein positives Bild beobachten. Bis jetzt bot das Management jedes Jahr eine ansteigende Dividende pro Aktie an, auch wenn die Dividendenrendite etwas durchwachsener aussah – Letzteres spielt aber logischerweise eine untergeordnete Rolle. Diejenigen, die großen Wert auf die Generierung eines passiven Einkommens setzen, können mit Apple in jedem Fall eine vergleichsweise sichere Anlage finden und somit ihr Portfolio mit einem vernünftigen IT-Unternehmen absichern. Die großen Gewinne werden hierbei allerdings – wie fast immer – mit den potenziellen Kursgewinnen erzeugt, so wie es im oben angebrachten Beispiel ebenfalls zu sehen gewesen ist. Vielleicht sogar Fans der Marke finden bei Apple in jedem Fall eine grundsolide Anlagemöglichkeit.

 

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net
boerse.de
seekingalpha.com
wallstreet-online.de
winfuture.de
wikipedia.org