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Stetige Dividendenrendite von mehr als 4% wirklich so sicher, wie es scheint?

 

Name Allianz SE
Unternehmenssitz München (Deutschland)
WKN 840400
ISIN DE0008404005
Kurs 218,20 EUR
Dividendenrendite 4,12%
Letzte Dividende 9,000 EUR
Auszahlung Jährlich
KGV 10,00
Eigenkapitalquote 6,82%
Fremdkapitalquote 93,18%
Datum 17.11.2019

Das Unternehmen

Die Allianz SE mit Sitz in München (Deutschland) ist 1890 gegründet worden und hat sich mittlerweile nach Umsatz als einer der weltgrößten Versicherungskonzerne etabliert. International wird eher von der Allianz Group gesprochen als von der Allianz SE.

Im Laufe der Geschichte musste sich das Unternehmen bereits mehreren Härteproben stellen, was beispielsweise 1906 bei einem enormen Erdbeben in San Francisco seinen Anfang nahm. Grundsätzlich sei jedoch zu betonen, dass sich die Allianz SE stets erfolgreich behaupten konnte, wodurch es heutzutage auch zu den größten Versicherern der Welt gehört.

Geschäftsmodell

Hauptsächlich ist die Allianz Group im Versicherungsbereich tätig und bietet im Zuge dessen Versicherungen für alle vorstellbaren Versicherungssegmente an. Neben den Schaden- sowie Unfallversicherungen sorgten beispielsweise auch die Krankenversicherungen seit jeher für einen großen Einfluss bei den Ergebnissen des Konzerns.

Zu dem kleinsten Geschäftsbereich gehört das Asset Management, welches mithilfe der Allianz Global Investors umgesetzt wird. Bei diesem Geschäftsbereich verwaltet der Konzern unterschiedliche Vermögenswerte für Privatpersonen als auch für institutionelle Anleger, wozu beispielsweise Pensions- und Investmentfonds gehören. Im Laufe der Zeit konnte auch dieses Segment betrachtliche Ergebnisse erzielen, wobei es im Vergleich zu den anderen Segmenten des Unternehmens dennoch relativ klein erscheint.

2013 wurde die sogenannte Allianz X GmbH gegründet, deren Ziel es seit jeher ist, die Digitalisierung innerhalb des gesamten Konzerns zu verbessern und so der Zukunft gewappneter gegenüber zu treten. Der Autovermittler Abracar wurde 2017 in die Wege geleitet und stellt seitdem das erste Spin Off der GmbH dar. Ende 2017 wurden jedoch die Strategien der Allianz X GmbH neu aufgestellt. Vom „Company Builder“ war seitdem nicht mehr viel zu beobachten. Stattdessen wurde der Fokus auf strategische Investments in Bezug auf digitale Themen gelegt, womit sich die Allianz X GmbH auch heute noch beschäftigt.

Aktionärsstruktur

99,77% Der Unternehmensanteile der Allianz Group befinden sich im Freefloat. Dies zeugt grundsätzlich schon einmal für eine solide Handelbarkeit der Aktien.

Im Folgenden sind die fünf größten Anteilseigner von der Allianz SE zu sehen:

Inhaber Anteil in %
The Vanguard Group, Inc. 2,76
Norges Bank Investment Management 2,70
DWS Investment GmbH 2,29
BlackRock Fund Advisors 1,59
Deka Investment GmbH 1,24

Auffallend ist hierbei, dass selbst die größten Anteilseigner vergleichsweise nur eine geringe Anzahl an Aktien besitzen. Die Allianz SE wird demzufolge vor allem von vielen kleineren Anlegern gehalten.

Unternehmenskennzahlen

Die Unternehmenskennzahlen der Allianz SE offenbaren im Großen und Ganzen ein wachsendes Bild, wobei speziell das letzte Jahr für kleinere Einbußen gesorgt hat. Im Folgenden werden die GuV, die Bilanz sowie weitere Kennzahlen näher betrachtet, um auf Basis dessen auf den derzeitigen Stand des Unternehmens schließen zu können.

Gewinn und Verlust (in Mio. EUR)

Aufgrund von einigen Ungenauigkeiten sowie dem Fehlen von wichtigen Daten bei den vertrauenwürdigsten Quellen lässt sich an dieser Stelle keine komplette GuV rekonstuieren für die letzten Jahre.

2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Umsatzerlöse 98.080 98.953 96.802 104.231 104.615 108.649 100.736
Operatives Ergebnis (EBIT) 11.259 13.014 8.575 11.041 12.353 16.756 13.772
Ergebnis vor Steuer (EBT) 8.631 9.644 8.848 10.196 10.292 10.148 10.399
Jahresüberschuss 5.996 6.221 6.616 6.883 6.803
Dividendenausschüttung 2.405 3.112 3.320 3.661 3.673

Grundsätzlich lässt sich bei der GuV der Allianz SE beobachten, dass sich in den letzten Jahre ein recht solides Wachstum durchgezogen hat. Allerdings fällt mit dem Blick auf das Jahr 2018 auf, dass mit stärkeren Einbußen zu kämpfen waren, die sich sowohl bei den Umsatzerlösen als auch beim EBIT bemerkbar machen. Natürlich sollte diese Tatsache nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da mit solchen Veränderungen auch immer Kursverluste einhergehen. Als noch nicht bei diesem Unternehmen investierter Anleger besteht nun allerdings die wertvolle Chance, sich wohl möglich einzukaufen, während gerade ein gewisses Tief erreicht worden ist, von dem es grundsätzlich wesentlich einfacher sein sollte, emporzusteigen, als es noch 2017 der Fall gewesen ist. Hierbei sei allerdings betont, dass zu diesem Zeitpunkt noch keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Chartverlauf der Aktie getroffen worden sind. Die genannte Interpretation besteht derzeit einzig und allein auf Basis der GuV.

Aufgrund dessen sollten zum weiteren Verständnis die Bilanz sowie andere Kennzahlen genutzt werden.

Bilanz (in Mio. EUR)
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Gesamtverbindlichkeiten 625.149 646.072 745.339 786.480 816.899 871.259 863.773
Eigenkapital 56.218 52.849 63.702 66.099 70.393 68.602 63.679
Veränderung Eigenkapital in % 19,23 -6,48 21,29 3,95 6,65 -2,66 -6,59
Bilanzsumme 681.367 698.921 809.041 852.579 887.292 939.861 927.452
Veränderung Bilanzsumme in % 8,39 2,58 15,76 5,38 4,07 5,92 -1,32

Bei der Bilanz lässt sich im Grunde ein sehr ähnliches Bild ablesen, wie es bereits bei der GuV zu sehen war. Zwar haben wir es hierbei mit gesunkenen Verbindlichkeiten zu tun, was demzufolge bedeutet, dass Schulden abgebaut worden sind, aber dennoch sieht es ansonsten nicht viel besser aus als bei den eben betrachteten Zahlen.

Auffällig ist der große Abschlag des Eigenkapitals, welcher zwar bereits 2017 seinen Anfang nahm, da jedoch wohl noch damit zu erklären ist, dass im gleichen Jahr ebenfalls die Verbindlichkeiten einen Zuwachs erfahren haben. Beides deutet demnach darauf hin, dass das Unternehmen finanzielle Mittel investiert hat, um bestimmte Projekte in die Tat umzusetzen, was grundsätzlich vollkommen normal ist und keinen Grund zur Sorge offenlässt.

In Hinsicht darauf, dass nun auch zum Jahr 2018 run 6,5% des Eigenkapitals vernichtet worden sind, die Verbindlichkeiten allerdings nicht gestiegen sind, kann davon ausgegangen werden, dass der Konzern hierbei Investitionsentscheidungen allein auf Basis des Eigenkapitals gestemmt hat. Das wiederum deutet mitunter daraufhin, dass mehr Kapital genutzt werden musste, als anfänglich geplant worden ist und man dafür nun lieber die vorhanden Kapitalvorrätte anzapft, als Kredite aufzunehmen. In Hinblick darauf, dass das Jahr 2018 generell von Umsatzeinbüßen und Co. gebeutelt gewesen ist, könnte das darauf hindeuten, dass das Eigenkapital an dieser Stelle vorrangig dafür genutzt worden ist, entstandene Schäden oder ungeplante Ereignisse finanziell abzusichern.

Kennzahlen (Angaben in EUR)
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Gewinn je Aktie (unverwässert) 11,20 5,63 11,42 13,23 13,71 14,56 15,14 15,24 17,43
Gewinn je Aktie (verwässert) 11,12 5,48 11,34 13,05 13,64 14,55 15,00 15,23 17,43
Umsatz je Aktie 211,60 211,93 223,18 222,16 225,74 242,53 241,79 248,93 253,13
Buchwert je Aktie 97,89 98,65 117,45 109,71 132,93 138,17 147,35 148,90 144,26
Dividende je Aktie 4,50 4,50 4,50 5,30 6,85 7,30 7,60 8,00 9,00
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) 7,90 13,10 9,20 9,90 10,00 11,20 10,20 12,60 10,00
KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) 0,91 0,75 0,89 1,19 1,03 1,18 1,05 1,29 1,21
KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) 0,42 0,35 0,47 0,59 0,61 0,67 0,64 0,77 0,69

Die Kennzahlen eines jeden Unternehmens bieten den größten Spielraum für den potenziellen Anleger, da es möglich ist, sich mithilfe dieser Zahlen vergleichsweise schnell ein fundiertes Bild davon zu machen, ob eine Investition getätigt werden sollte oder auch nicht.

Besonders interessant sind hierbei das KGV und KBV, da diese beiden Kennzahlen einen guten Überblick darüber verschaffen, inwieweit ein Unternehmen potenziell überkauf- oder überverkauft ist.

Das KGV hält sich seit 2013 etwa um die 10,00, was einem recht durchschnittlichen Wert gleichkommt. Beachtet werden sollte an dieser Stelle, dass sich besonders das KGV als auch das KBV branchenspezifisch sehr unterscheiden können. Während Einzelhandelsunternehmen oder auch Autobauer oftmals mit recht hohen Verhältnissen aufwarten, halten sich Versicherer oder auch Banken in dieser Hinsicht weitaus bedeckter.

Bei einem KGV von 10,00 würde es rund zehn Jahre dauern, damit sich ein Investment, welches heute in die Wege geleitet werden würde, verdoppelt. Allerdings dürfte sich dafür auch auch nichts in dem Sinne verändern, als dass das Unternehmen bessere oder schlechtere Ergebnisse im Vergleich zum Ausgangspunkt erzielt. Im Normalfall wachsen die allermeisten Unternehmen über die Jahre und erzielen am Markt für gewöhnlich einen steigenden Mehrwert – dafür besteht allerdings natürlich keine Garantie.

Der Blick auf das KBV verrät, dass wir es hier mit einem Unternehmen zu tun haben, welches außergewöhnlich fair bewertet erscheint. Allerdings sei auch hier erwähnt, dass vor allem Banken und Versicherungskonzerne recht geringe KBV’s vorzuweisen haben, weshalb dies nicht unbedingt außergewöhnlich erscheinen muss. Tatsächlich lässt sich sogar beobachten, dass die Allianz SE zwischen 2010 und 2012 potenziell unterkauft war, was am KBV zu sehen ist, welches niedriger als 1,0 ist. Das bedeutet, dass der Markt die Buchwerte, also den tatsächlich Wert des Unternehmens, niedriger bewertet, als er eigentlich wert ist. Normalerweise wird am Markt dagegen eine Mehrwert geschaffen, weshalb derartige Zahlen durchaus auffallend erscheinend, auch wenn es sich hierbei um einen Versicherungskonzern handelt.

Rentabilität (Angaben in %)
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Eigenkapitalrendite 11,36 5,67 9,65 9,65 10,24 10,48 10,22 10,38 12,19
Gesamtkapitalrendite 0,81 0,40 0,74 0,84 0,77 0,78 0,78 0,75 0,83

Bei der Eigen- sowie Gesamtkapitalrendite lässt sich der eben gesehene Rückgang im Jahr 2018 nicht beobachten. Das ist jedoch vor allem damit zu erklären, dass in diesem Zeitraum sowohl das Fremdkapital als auch das Eigenkapital vergleichsweise stark geschrumpft sind. Demzufolge wirken die erzielten Erlöse und daraus resultierenden Gewinne stärker auf das vorhandenen Kapital als es den Fall einnehmen würde, bei dem sich das Kapital im Vergleich zu 2017 nicht geändert haben würde – dann wären die Renditen vermutlich ebenfalls gesunken.

Aufgrund dessen sollte man sich nicht zu leicht von diesen beiden Renditenkennzahlen blenden lassen, auch wenn es auf den ersten Blick natürlich nach einem positiven Wachstum aussieht.

Mitarbeiter
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Personal am Jahresende 151.338 141.938 144.094 147.627 147.425 142.459 140.253 140.553 142.460
Umsatz je Mitarbeiter 635.491 679.818 706.206 686.975 699.752 778.020 787.862 779.706 754.191
Gewinn je Mitarbeiter 33.389 17.930 35.872 40.616 42.198 46.441 49.076 48.402 52.379

Auffallend bei den Mitarbeitern ist, dass wir es hier mit steigenden Personalzahlen im Jahr 2018 zu tun haben, obwohl sich dieses Geschäftsjahr, wie eben betrachtet, als ein etwas schwieriges Jahr für die Allianz SE herausgestellt hat. Folglich scheint das Unternehmen also auch bei Rückschlägen nicht sofort zu versuchen, Personalkürzungen anzuwenden, welche im Normalfall für die größten Kosteneinsparungen sorgen können.

Ebenfalls zu beachten ist der Gewinn je Mitarbeiter, der sich sogar steigern ließ im letzten Jahr, wobei der Umsatz je Mitarbeiter gesunken ist. Ein derartiges Bild ist allein Basis dieser Zahlen nicht konkret interpretierbar, könnte aber beispielsweise auf eine Umstrukturierung bei den Abschreibungen zurückzuführen sein oder anderen Strukturwechseln – dies sind allerdings lediglich reine Vermutungen an dieser Stelle.

Dividende

Das wohl wichtigste Thema an dieser Stelle wird von den Dividenden der Allianz SE eingenommen, welche sich sowohl in der Vergangenheit als auch in der heutigen Zeit sehen lassen können.

Datum Dividende Veränderung zum Vorjahr Rendite Währung
09.05.19 9,000 12,50% 4,12% EUR
10.05.18 8,000 5,26% 4,55% EUR
04.05.17 7,600 4,11% 3,95% EUR
05.05.16 7,300 6,57% 4,67% EUR
07.05.15 6,850 29,25% 4,17% EUR
08.05.14 5,300 17,78% 3,84% EUR
08.05.13 4,500 0,00% 3,45% EUR
10.05.12 4,500 0,00% 4,30% EUR
05.05.11 4,500 9,76% 6,13% EUR
06.05.10 4,100 17,14% 4,61% EUR
30.04.09 3,500 -36,36% 3,99% EUR
22.05.08 5,500 44,74% 7,34% EUR
03.05.07 3,800 90,00% 2,57% EUR

Recht schnell lässt sich erkennen, dass der Konzern versucht, einen Rendite von etwa 4,00% in Bezug auf die Dividenden zu ermöglichen. Auf diese Weise werden natürlich immer recht effektiv neue Anleger akquiriert und bereits investierte Anleger gehalten.

Auffallend ist an dieser Stelle, dass die Dividenden für das Jahr 2019 wieder etwas geringer als 2018 ausfällt, was allerdings mit den zuvor betrachteten Informationen und Daten einhergeht. Folglich versucht der Konzern nach dem vergleichsweise misslungenen Jahr wieder besser auf die Beine zu kommen, was demnach auch in einer verkürzten Dividendenrendite der Anleger übergeht.

Anstatt nun allerdings direkt die Hände vor das Gesicht zu werden und vom Schlimmsten auszugehen, sollte man sich hierbei eher vor Augen führen, dass es sich dabei um vollkommen gewöhnliche Stabilisierungsmaßnahmen handelt. Letztendlich ist das langfristige Wachstum des Unternehmens interessant, welches in jedem Fall mit steigenden Dividenden zu vereinbaren ist. Eine zu hohe Dividende in schweren Zeiten könnte dagegen der Schritt in die falsche Richtung sein und mit dazu beitragen, dass auch das Folgejahr nicht viel leichter wird.

Folglich sollte sich der bereits investierte Anleger viel eher auf die konstante Dividendenrendite von etwa 4,00% fokussieren, welche erfolgreich über die letzten Jahre gehalten werden konnte. Demnach ist nicht davon auszugehen, dass der Konzern nachträglich Schaden davon getragen hat und nun diese Dividendenrendite nicht mehr aufrechterhalten kann. Viel eher ist damit zu rechnen, dass auch 2020 eine ähnliche Rendite zu erwarten ist.

Nach Schätzungen von FactSet (Finanzdaten- und Softwareunternehmen) ist in den nächsten Jahre sogar wieder mit einer steigenden Rendite zu rechnen, welche 2021 bereits die 5,00%-Marke knacken könnte.

Deutlich werden sollte somit, dass sich die Allianz SE als ein vergleichsweise sicheres und wachsendes Unternehmen bereits über viele Jahre beweisen konnte. Als stetiger Dividendengenerierer sollte der Konzern also zumindest in die engere Betrachtung für das eigenen Portfolio gezogen werden.

Dividendensicherheit

Abgesehen von einer hohen Dividendenrendite ist natürlich auch die Sicherheit entscheidend, inwieweit diese Rendite beibehalten werden kann oder im besten Fall sogar noch ansteigt. Im Folgenden werden deshalb einige Punkte genannt, die sich auf die Dividendensicherheit der Allianz SE beziehen.

1. Historische Dividendenrenditen

Mit dem Blick auf die vorangegangene Dividendentabelle ließ sich ermitteln, dass die Allianz SE eine recht solide und vor allem konstante Dividendenrendite bereits seit vielen Jahr aufrechterhält.

Mit dem Fokus auf die letzte großen Krisenzeit in den Jahren 2007 bis 2009 lässt sich zudem beobachten, dass man es als Anleger 2008 mit einer Dividendenrendite von 7,34% zu tun hatte. Im Zuge der sich abhanende Finanzkrise versucht der Konzern zu diesem Zeitpunkt vermutlich noch einmal möglichst viele Anleger auf die eigene Seite zu holen, welche sich bereits von ihren eigenen Investments abgewandt hatten.

Zwar sank die Dividendenrendite im Jahr 2009 wieder recht stark auf 3,99%, allerdings sei zu beachten, dass auch diese Dividendenrendite im Vergleich mit vielen anderen Unternehmen sehr hoch ist.

Dieser Verlauf der Dividendenauszahlungen lässt also die Vermutung offen, dass die Allianz SE selbst in größeren Krisenzeiten versucht, möglichst attraktiv zu bleiben für potenzielle Anleger, indem zumindest die Dividenden auf einem Niveau gehalten wird, dass sich blicken lassen kann. Demzufolge ist auch davon auszugehen, dass der Konzern bei einer zukünftigen Rezession nicht auf einmal die Dividenden einstellen würde, sondern zumindest ein Level halten würde, welches attraktiv genug erscheint, um möglichst viele Anleger für sich zu überzeugen.

2. Solide Kurssteigerungen trotz eines niedrigen KBV’s

Seit dem historischen Tief Ende 2018, also im Zuge der Finanzkrise, erfuhr der Aktienkurs des Unternehmens bis heute beinahe ein Kurswachstum von rund 400,00% (!). Deutlich werden soll hiermit, dass die Allianz SE bereits seit rund 10 Jahren ein gesundes Kurswachstum vorweist, welches ebenfalls Korrekturen erfahren hat, die es auch braucht, damit sich der Marktwert nachhaltig nach oben entwickeln kann und nicht zu schnell zu weit emporprescht, um daraufhin zu stark korrigiert zu werden.

Mit einem Investment in das Unternehmen ist demzufolge vor allem langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gutes Potenzial vorhanden.

Wird gleichzeitig der Blick auf das KBV geworfen, welches 2018 1,21 betrug, wird zudem verdeutlicht, dass zwar ein Mehrwert am Markt geschaffen worden ist, dieser jedoch nicht über alle Stränge schießt. Demzufolge ist an dieser Stelle noch Luft nach oben und lässt zudem weniger Sorge zu als ein KBV, welches sich unter 1,00 befindet, was in den meisten Fällen auf eine sehr pessimistische Anlegerstimmung hindeutet und in den meisten Fällen mit negativen Unternehmenszahlen einhergeht.

In Verbindung mit einer starken und vor allem konstanten Dividendenrendite wirkt die Allianz SE demzufolge als ein vielversprechendes Unternehmen, dass zumindest für die engere Auswahl für das eigene Portoflio betrachtet werden sollte. Die Dividendensicherheit scheint zumindest vorhanden zu sein.

Analystenmeinungen

Im Folgenden sind einige Analystenmeinungen und deren Signale offengelegt, die vor Kurzem veröffentlicht worden sind. Mit Analystenmeinungen ist es in den meisten Fällen möglich, das eigene Analysebild abzurunden oder sich einen ersten Überblick zu verschaffen, inwieweit ein Wert attraktiv erscheinen könnte.

Analyse bereitgestellt von: Signal Datum
Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) buy 12.11.19
Oddo BHF hold 12.11.19
Independent Research GmbH hold 11.11.19
Deutsche Bank AG buy 11.11.19
DZ Bank buy 08.11.19
Barclays Capital buy 08.11.19

Im Falle der Allianz SE fällt demnach auf, dass die meisten Analysten dazu raten, Akiten des Unternehmens zu kaufen, was mit dem bisherigen Urteil dieses Beitrags zu vereinbaren wäre.

Mit dem kürzlichen Rückgang und der Kurskorrektur im Jahr 2018 war sowohl für 2019 als auch potenziell für 2020 noch Luft nach oben für etwaige Kurssteigerungen. In Kombination mit der einigermaßen konstant gehaltenen Dividendenrendite lässt sich das buy-Signala der meisten Analystenmeinungen grob begründen, wobei es individuell betrachtet natürlich auch andere Herangehensweisen und Interpretationen für das jeweilige Signal gibt.

Fazit

Letzen Endes hat sich vor allem gegen Ende des Beitrags der Eindruck breitgemacht, dass es sich hierbei um ein vernünftiges und lukratives Investment handelt, welches sofort getätigt werden sollte oder nicht so schnell verkauft werden sollte, falls man bereits investiert ist.

Diese Aussagt lässt sich schlussendlich grob unterschreiben. Natürlich lassen sich die zukünftigen Handlungen des Managements nie ganz genau vorhersagen und auch etwaige Vorkomnisse, welche speziell einen Versicherungskonzern bei Pech einholen können, lassen sich nicht vorhersagen.

Nichtsdestotrotz hat die Vergangenheit gezeigt, dass der Konzern stets versucht hat, zumindest eine konstante Dividendenrendite um die 4,00% aufrechtzuerhalten, was erst einmal überholt werden soll. Darüber hinaus lassen sich an unterschiedlichen Kennzahlen erkennen, dass es sich hierbei um keinen Wert handelt, der vollkommen überkauft ist. Ebenfalls der steitg anwachsende Kurs über die letzten zehn Jahre, welcher auf einem gesunden Kursbild mit längeren Korrekturphasen beruht, kann sich durchaus sehen lassen.

In Verbindung mit den Analystenmeinungen, welche das Bild abrunden, lässt sich demnach behaupten, dass sich die Allianz SE durchaus zum Kauf eignet, wobei der Fokus hierbei auf mittel- sowie langfristige Investitionen gelegt werden sollte. Um tatsächlich das ganze Potenzial dieser Anlage ausschöpfen zu können, müssen auch längere Korrekturphasen ausgehalten werden. Wird dies jedoch beachtet, steht dem zukünftigen Gewinn der eigenen Anlage nichts mehr im Wege zu stehen.

Hinweis: Die hier genannten Zahlen und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch kann für die Richtigkeit keine Garantie gegeben werden. Der Artikel, sowie andere Artikel in diesem Blog, stellen keine Anlageempfehlung oder eine Empfehlung zum Kauf- Verkauf da. Sie spiegeln ausschließlich eine persönliche Meinung wieder.

Quellen:

finanzen.net/aktien/allianz-aktie
boerse.de/aktien/Allianz-Aktie/DE0008404005
seekingalpha.com
de.wikipedia.org/wiki/Allianz_SE