Warum diversifizieren?

Die meisten Menschen diversifizieren ihre Investitionen, um das Risiko eines Verlustes zu senken. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass man sich die Chancen einer überdurchschnittlichen Rendite zunichte macht. Ich denke, dass man auch einen Großteil seines Geldes in eine bestimmte Firma investieren sollte, wenn man dieses Unternehmen gründlich analysiert hat und davon überzeugt ist, dass dieses Unternehmen überdurchschnittlich gut performen wird.

Wie viele Aktien sollte man besitzen?

Das ist die am häufigsten gestellte Frage in Bezug auf Diversifikation im Portfolio. Dabei ist es allem voran wichtig, nicht nur innerhalb eines Sektors zu diversifizieren, sondern über Sektoren hinweg. Es hätte dir bei den fallenden Ölpreisen nichts gebracht, wenn dein Portfolio zu 80% aus verschiedensten Öl-Unternehmen bestanden hätte.

In zweiter Linie geht es darum national zu diversifizieren. Im Allgemeinen ist es natürlich sicherer in global tätige Unternehmen zu investieren, anstatt in ein Unternehmen was zum Beispiel nur in NRW sehr erfolgreich ist, ansonsten aber kaum bekannt ist. Dies ist vor allem dann gefährlich, wenn das Geschäftsmodell stark konjunkturabhängig ist und leicht reproduzierbar ist. Bei Blue Chip Dividenden Aktien, braucht man sich darüber in der Regel aber keine Gedanken zu machen. Diese sind meist international ausgerichtet. Anders wären sie keine Blue Chips geworden.

Der Fehler, den viele Menschen machen ist, einfach immer mehr verschiedene Unternehmensaktien zu kaufen. Obwohl alles gut läuft und man eigentlich schon in genügend Unternehmen aus verschiedenen Sektoren und Schwerpunkten investiert ist, kauft man dann einfach aus Prinzip nicht weitere Aktien von einem Unternehmen in das man bereits investiert ist, sondern die weniger attraktiven Aktien von anderen Unternehmen. Weil dann ist man ja diversifiziert und alles wird sicherer. Nichts ist aber weiter weg von der Wahrheit.

Ich persönlich möchte langfristig in 10, maximal 15 Unternehmen investieren. Diese Unternehmen werde ich mit Bedacht auswählen und bei Kursrücksetzern nachkaufen. Wenn eines dieser Unternehmen nach mehreren Jahren nicht mehr meinen Kriterien entsprechen sollte, werde ich die Anteile einfach verkaufen, und stattdessen in ein anderes Unternehmen investieren.

 

Eine Studie zu der Anzahl an Aktien in einem Depot

Dazu gibt es natürlich auch eine interessante Auswertung aus dem Buch „Warren Buffet: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.*“ Zu finden auf Seite 226 und Folgende.

Dabei wurden 1200 Unternehmen untersucht. Es wurden 12.000 Portfolios unterschiedlicher Größe zufällig generiert. Daraus bildeten sich vier Gruppen. Jeweils 3000 Portfolios mit 250 Aktien, 3000 Portfolios mit 100 Aktien, 300 Portfolios mit 50 Aktien und 3000 Portfolios mit 15 Aktien.

Anschließend wurden die durchschnittlichen Renditen der Portfolios berechnet (1987-1996).

Dabei kam heraus, dass je mehr Aktien man besitzt, desto besser die durchschnittliche Rendite ist, aber die maximale Rendite jedoch nicht sehr stark von der durchschnittlichen abweicht. Die Rendite der kleinsten Gruppe (15 Aktien Portfolios) war mehr als doppelt so hoch wie bei der Gruppe mit den meisten Aktien. Mehr Details kann ich aufgrund der Urheberrechte nicht geben. Es lohnt sich aber definitiv das Buch zu lesen*.

So schön so gut, das hätte man sich auch selbst denken können. Das krasse jedoch ist Folgendes. Die Wahrscheinlichkeit den Markt zu schlagen beträgt bei einem Portfolio von 250 Aktien bei 1 zu 50. Bei einem Portfolio mit 15 Aktien jedoch bei 1 zu 4! Außerdem wurden die Transaktiongebühren noch gar nicht mit eingerechnet. Und die Aktien wurden rein zufällig ausgesucht! Nun stellt euch vor, wie stark man die Wahrscheinlichkeit bei 15 Aktien den Markt zu schlagen noch erhöhen kann, wenn man eine tiefgründige Analyse einbezieht und auf stabile Dividenden Aktien mit Wachstum setzt und dabei in zukunftsorientierte Sektoren setzt.

Wer also sehr viele Aktien besitzt, ist sich meist gar nicht darüber im Klaren, was die Unternehmen überhaupt tun. Und meiner Meinung nach ist dann wie man sieht auch deutlich sinnvoller, sein Geld einfach in voll replizierende ETFs zu investieren.

Was denkt Ihr von der Diversifikation im Portfolio? Wie viele Aktien besitzt euer Traumportfolio?

Zusammengefasst

Grund 1: Zu wenig Überblick über die einzelnen Unternehmen

Grund 2: Chance zur Überrendite wird verringert

Grund 3: Hohe Transaktionskosten

Grund 2 und 3 führen dazu, dass man mit einem voll replizierendem physischem ETF besser fährt :).

 

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